Sternsteinwarte

Ungeahnt und ungeplant kommen wir heute zu einer richtig schönen Bergwanderung, denn der Plan ist eigentlich, Baumwipfelpfade zu sammeln, weshalb wir morgens heute eine Fahrt nach Tschechien unternehmen. Doch in Lipno nad Vltavou angekommen, sind alle Parkplätze restlos ausgelastet. Da wir uns vorstellen können, wie es auf dem Baumwipfelpfad mit Abstandsregeln aussehen wird, zieht der Opa-Liese einen Plan B aus der Wanderkarte: zurück also nach Österreich und dort auf die Sternsteinwarte. Ganz gemütlich mit dem Lift hinauf und den Weg hinunter zur Talstation dann wandern. So wird’s gemacht! Oma-Liese ist begeistert.

Der Parkplatz dort ist beinahe leer, das Kassenhäuschen zum Lift geschlossen, der Lift außerhalb der Schisaison nicht in Betrieb. Kein Problem: Wir haben ja gute Wanderschuhe. Mal sehen, was kommt!

Wie sooft ist ein Kreuz das erste, was ins Auge sticht. Schade, das die Inschrift genau dort unleserlich ist, wo es interessant werden könnte.

Viel texten brauche ich heute nicht, wie ich vermute…

Landkärtchen
Links im Bild gaaaanz weit hinten, gaaaaanz hell und gaaaaaanz schwach zu sehen ist unser Dreisessel.
Fast ganz rechts könnnnnnte bei klarer Sicht der Watzmann zu sehen sein. Das ist für den Opa-Liese Wolfgang-Ambros-technisch wichtig 😉 !

Wollte ich immer schon mal fotografieren und weil’s grade günstig ist noch einmal von unten!

Könnte direkt aus dem Holozän stammen… Wenn die Schilder da nicht hingen.

Weiter geht’s, jetzt nur noch begrab.

Die Quelle befindet sich in einem Schatzkästchen! Oma-Liese muss den Deckel lüpfen.

G l a s k l a r e s Wasser! Ein Schatz, der tatsächlich bewahrt werden sollte.

Preiselbeeren

Glockenblumen

Trail

Erst finden wir die Glasöfen nicht, dafür aber einige Motive:

Da ist zum Beispiel diese Kurbel, die eine eeeeewig lange Stahlstange zu bedienen scheint???

Luftig aufgestapelte Steinmauern, die schon seit Jahrhunderten so zu bestehen scheinen.

Kleine Jäger, die bedrohlich und gnadenlos auf alles zielen, was hier nicht hingehört!

Katzen, die Stinkstiefel bewachen.

Auf dem Rückweg der vergebliche Suche nach den Glasbläsern findet Oma-Liese das Ende der tatsächlich 10-Meter langen Stahlstange.

Und dann findet sie auch noch die Glashütte:

Von hier bis zum WOMO sind es noch 20 Minuten.

Ein Tag, der so nicht geplant war, aber einer, der sich wirklich gelohnt hat!

Und am Ende die SMS vom Bundesministerium für Gesundheit wegen der Quarantäne- und Test-Regeln nach einem Auslandsaufenthalt. Wenn die wüssten, dass wir in fünf Stunden nur 12 Menschen an der frischen Luft getroffen haben, dann würden sie auch hier Urlaub machen wollen.

 43 Besucher

Bayrische Au

… in Österreich an der Grenze zu Tschechien. „Das war bitter“, meint der Opa.

Da kann er wohl recht haben.

Im vergangenen Jahr waren wir schon einmal auf dem Weg dorthin, jedoch war der Prügelweg aufgrund Sanierungsarbeiten leider gesperrt. Anfang Juli war die Wiedereröffnung und wir versuchen heute unser Glück erneut.

Ca. 2 Kilometer legen wir wald-wandernd zurück, bis wir den Prügelweg erreichen.

Eine praktische Karre! Extra für uns bereitgestellt?

Könnte genau auf die Randleisten passen und ab geht’s in die Bayrische Au!

Schön wär’s… Wir gehen zu Fuß und lassen den Arbeitern ihre Karre zum Transport von Material.

Der Prügelweg verdankt seinen Namen wohl der Tatsache, das die Menschen in alten Zeiten auf einem wichtigen Pfad Prügel quer im Moor platzierten, um nicht zu versinken.

Am Ende erreichen wir eine Aussichtplattform, von wo aus wir versuchen, Tiere zu entdecken, was aber heute bei trübem, sonnenlosen Wetter nicht recht gelingen mag.

Auf alle Fälle erkennen wir jedoch, wie gut es ist, nicht im Moor watend Schritt für Schritt vergeblich dem Moorleichenschicksal entgegen kämpfen zu müssen…

außerdem gibt es Hinweise auf Grenzüberschreitungen.

Das war’s schon. Hier ist kein Weiterkommen. Wir treten den Rückzug an.

Auf recht schmalen Straßen setzen wir die Fahrt durch tschechisches Gebiet fort nach Guglwald in Österreich.

Mit einem Mahnmal wird dort an den eisernen Vorhang erinnert.

Der faule Hirsch ist ein Österreicher und überlässt seinen Damen während der Mittagspause die wachsame Aufzucht des Nahwuchses.

Auf dem Rückweg taucht noch ein Suchbild auf. Wer findet zwei Unterschiede? Und was hat Oma-Liese gekauft? Und wer hat’s bezahlt?

Wir setzen abermals die Reise fort um die Wallfahrtskirche Maria Trost zu besichtigen.

Dunkelheit herrscht! Grausam für die Kamera ohne Blitz. Aber wird schon irgendwie gehen…

Neben dem Altar wartet verlockend ein Spendenkästchen, das den Weg hinter den Altar zu eröffnen scheint.

Ach Herrjemine! Wenn ich nur endlich einen Lichtschalter finden könnte!!! Das glaubt einem ja kein Mensch, soviel … naja.

Gefunden! Licht! Ohne Extra-Spende!

Sicherlich hat’s schon vielfach geholfen. Dann ist ja alles in Ordnung.

Wenige Treppenstufen unterhalb befindet sich auf derselben Anhöhe die Mariahilf Kapelle:

Wir haben die Wahl zwischen drei Kreuzwegen, den Wallfahrer-Berg wieder hinabzusteigen und entscheiden uns für den einfachsten Weg zum WOMO. Oma-Liese nimmt sich ein Herz und lichtet sogar noch die Lourdeskapelle ab, obwohl sie eine gewisse Abneigung verspürt.

Weiter geht’s nach Aigen, wo noch eine Kirche wartet.

Station VI hat das Kreuzchen verloren. Es gibt keinerlei Hinweise auf die Hintergründe.

Am Stadtplatz fällt noch einiges auf:

Und Adalbert Stifter wohnte zeitweise hier in Aigen:

Lackenhäuser ruft: Mittwochs steht im August immer Grillfest mit Lifemusik auf dem Programm und wir sollten zeitig auf unserem Plätzchen stehen, um Problemen mit der Zufahrt vorzubeugen.

 32 Besucher

Kapellenwanderung rund um Grainet

Für heute nehmen sich Oma-Liese und der Opa eine Kapellenwanderung vor. In Grainet nimmt unser Rundweg bei sehr leichtem Nieselregen seinen Anfang, das Womo darf direkt hinter St. Nikolaus auf uns warten.

St. Nikolaus

Wenn man bedenkt, dass in dem kleinen Ort Grainet heute ca. 1900 Menschen leben, sind die Gedenktafeln mit den vielen gefallenen jungen Männern von 1939 – 1945 geradezu erschreckend. Wieder einmal.

Die Dreifaltigkeitskirche liegt gefühlte 200 m bergauf entfernt:

Sehr mutig hat jemand bescheiden und vermutlich ganz heimlich die Regenbogenfahne an das Kirchenportal angeschlagen.

Beide Weihwasserkessel hat der örtliche Wirt mit Gastrobehältern unzugänglich gemacht.

Das kennt doch jedes Kind, oder? Allerdings nur an Weihnachten. Hier steht es ganzjährig bereit und nimm alles an, was größer als eine 20ct-Münze ist. Der Opa-Liese konnte mit 50ct gute Erfolge erzielen.

Jetzt geht’s raus aus Grainet nach Rehberg. Dort soll es zwei Kapellen geben, sagt der Opa.

Rehberg kommt schon bald in Sicht.

Oma-Liese steht vor einer verschlossenen Tür und versucht mühsam ein Foto durch die Plexiglasscheibe zu hinzubekommen. Nach getaner Tat tritt sie zurück und der Opa öffnet das Portal wie selbstverständlich nach dem „Dänischen Prinzip“ wie er behauptet???

Kommt Oma-Liese also doch noch zu ihrer Aufnahme:

Ein bunter Utensilien-Mix tritt ans Tageslicht.

Der Weg zur zweiten Kapelle führt uns an andere Ende des Dorfes vorbei an für diese Gegend typischen Höfen.

Leider hilft diesmal auch der Dänische Trick nicht. Mit einem Taschentuch kann Oma-Liese den gröbsten Schmutz von der Scheibe beseitigen, aber gegen eine altdeutsche Verglasung kann auch die beste Linse nicht viel ausrichten:

Von Rehberg aus setzen wir unsere Wanderung nach Fürholz fort und haben immer wieder gute Sicht nach Grainet.

Alte Wegkreuze treffen wir immer wieder an.

Die Jugend hält ihr Rückzugsareal gut in Schuss.

Dann mal wieder eine Kapelle auf einer Anhöhe.

Am Ortsrand von Fürholz steht an einem landwirtschaftlichen Anwesen ein Feldkreuz und danach passieren wir eine Schmiede. Das Aushängeschild bilden die herrlichen Beschläge an den Toren…

und Kreuze kann er auch.

Im Ort wartet ein Kirche auf uns.

Kann vielleicht mal jemand den Wagen aus dem perfekten Bild fahren?

Die Kirche wartet doch nicht auf uns. Sie ist leider verschlossen. Schade.

In Kurzsäge liegt ein anstrengendes Stück Weges vor uns, auf dem einige Höhenmeter überwunden werden müssen, um schließlich die Wallfahrtskapellen Kohlstattbrunn zu erreichen.

Links die alte hölzerne Kapelle, rechts die neue, widerstandsfähigere aus Stein und jede Menge Pilgerbänke sowie Bankfundamente für größere Pilgerhorden.

Oma-Liese beginnt mit der ursprünglichen Kapelle:

und bekommt gleich einen Schreck!

Wer hat hier aus welchen Grund jetzt genau eine bunte Kollektion an Extremitäten unter den Altar gehängt??? Bräuche gibt’s unter gläubigen Christen…

Mal sehen, was für Überraschungen in der neueren Kapelle lauern:

Macht einen recht friedlichen Eindruck, zum Glück!

Sieht man mal von den Szenen auf den Kreuzwegdarstellungen ab. Aber die gehören ja zur üblichen Folklore.

Der Kohlstattbrunn plätschert immerhin ständig friedlich vor sich hin, immer gefasst auf Heilung begieriger Wallfahrer.

Wir haben inzwischen hungrig unsere Äpfelchen verzehrt und nutzen die Quelle, um die Hände vom klebrigen Fruchtzucker zu reinigen. Das hat jedenfalls sofort gut geklappt.

Abwärts geht’s weiter auf dem Kreuzweg, den Pilger normalerweise bei Station 1 antreten. Wir treten die Pilgerreise von hinten an und beginnen deshalb bei Station 14.

Ein bescheidener Kreuzweg. Das freut die Oma-Liese.

Auf halbem Weg muss eine Marienstatuette helfen, einen Fels am Absturz auf eine Pilgerbank zu hindern.

Was soll das jetzt bedeuten? Wir waren der festen Überzeugung, es handelte sich um einen Kreuzweg.

Noch zwei Feldkreuze einsammeln und dann geht’s Richtung WOMO.

St. Nikolaus ist erreicht, ca. 13 Kilometer und 400 Höhenmeter haben wir hinter uns gebracht. Zur Abrundung des Projekts fahren wir noch nach Exenberg, um dort weitere drei Kapellen aufzusuchen.

Der Geruch im Ort weist eindeutig auf Rinderhaltung hin! Es gibt großzügige, moderne, offene Ställe mit den üblichen Rindern und ihren Kälbern.

Aber da gibt es außerdem noch besonders prächtige Tiere:

Ein Gockel spielt in einem kleinen Dorf natürlich auch seine Rolle und ist sich derer durchaus bewusst.

Die Kapelle ist gefunden, leider wieder verschlossen, wie Oma-Liese feststellen muss. Bis die Oma vor Schreck erstarrt, als beim an die Scheibe-Drücken des Objektivs plötzlich ein lautes Summen erschallt und die Tür sich unvermittelt öffnet. Diesmal hatte der Opa den Lichtschalter gedrückt!

Zwei Kapellen stehen noch auf der Liste: eine muss mitten im Ort gelegen sein, die andere, die Koloman-Kapelle, auf die schon einige Hinweisschilder aufmerksam gemacht haben, soll etwas außerhalb stehen.

Hübsche Kapelle, leider tatsächlich verschlossen. Nichts zu sehen durchs Fenster.

Auch verschlossen, die Koloman-Kapelle. Einen Blick kann die Kamera nur durch ein winziges Gitterchen in der Tür auf die Speicherkarte laden.

Auf dem Rückweg liegt im Sonnenspot ein Gotteshaus, das wir schon öfter aus der Ferne gesehen haben und das wir sicher auch bald mal erkunden werden.

 58 Besucher

Český Krumlov

Regen wurde für den heutigen Tag hier in Ostbayern prognostiziert. Solche Tage sind für eine Stadtbesichtigung gut geeignet und da das nicht allzu weit entfernte, ehemalige Krumau zum Weltkulturerbe zählt, ist der Tagesplan schnell geschmiedet.

Ca. 90 Minuten dauert die Fahrt.

Österreich, Blog-Leser wissen das inzwischen, ist nur fünf Autominuten entfernt. Von dort geht’s über die Tschechische Grenze. Ganz selbstverständlich, ohne Schlagbaum und Grenzkontrolle: EU-Mitglied seit 2004. Bis 1989 verlief hier der eiserne Vorhang. Das ist zum Glück Geschichte und liegt schon 32 Jahre zurück.

Unterwegs erhaschen wir einen Blick auf die Moldau:

Es gibt einen Wohnmobilparkplatz direkt vor den Toren der Stadt – keine Selbstverständlichkeit, wie wir schon häufiger erfahren durften.

Nur knapp 500 m Fußweg bis zum Stadttor.

Was für ein Bauwerk! Es bildet die Verbindung zwischen den beiden Teilen des Schlosses, das nach der Prager Burg das zweitgrößte Bauwerk Tschechiens ist.

Gespannte Neugier macht sich breit…

Blick hinter uns nach oben:

Ein Wasserfall. Und rechts daneben? Eine Fischtreppe vielleicht? Wir forschen nach.

Ja, ganz klar eine Fischtreppe!

Oder doch nicht? Ein Schlauchboot rutscht unsere Fischtreppe hinunter!

Ein Boot nach dem anderen nimmt diese Passage und wir verfolgen das Schauspiel für einige Minuten.

Was für ein prächtiger Schlossturm!

Das Schloss besteht offensichtlich aus Gebäuden mehrerer unterschiedlicher Epochen.

Nach dem Überqueren der Moldau über eine Holzbrücke werden wir in einen Teil der Altstadt hineingetaucht. Auf Kommentare kann ich hier größtenteils verzichten.

Maria mit dem Kinde hat sich vermutlich aus ihrem Gefängnis befreit.

Egon Schiele hat sich hier niedergelassen, nachdem es ihm in Wien zu ungemütlich geworden war. Es wurde zuviel gemunkelt, warum wohl ständig zahlreiche Kinder in seinem Altelier ein- und ausgehen würden.

Wir verzichten jedenfalls heute auf einen Besuch in seinem Museum.

Wir kommen einen Tag zu spät…

Auf der Moldau ist ein Floß unterwegs…

Am Hang steht eine alte Villa zum Verkauf. Falls tatsächlich jemand Interesse haben sollte…

Hier ist also der Bootsverleih.

Der Schlauchbootkapitän scheint auf gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft am Flussufer zu setzen.

Wir haben die Veitskirche gefunden.

Allmählich nähern wir uns der Veitskirche 😉 Hier gibt’s einfach zu viel zu entdecken!

Aber jetzt!

In der Kirche sind die Möglichkeiten für Besucher leider sehr begrenzt. Überall befinden sich Absperrungen mit „Alarm“- Hinweisschildern. Naja, die werden schon ihre Gründe haben.

Wir tauchen wieder in die Altstadt ein.

Es gibt einen Aussichtsbalkon – mit vielen Verbotsschildern:

Nicht mal singen darf man hier?

Nur den Ausblick genießen. Gut, dass Fotoapparate erlaubt sind!

Schon wieder lockt der Schlossturm…

Auf dem Stadtplatz verlangt ein Klappern unerbittlich nach Aufmerksamkeit.

Und dann beschleicht Oma-Liese das Bedürfnis ein Eis zu kaufen. Deshalb gibt es jetzt einen kleinen „Kochkurs“:

Masse auftragen,

gleichmäßig dünn auf der eiskalten Edelstahlplatte verstreichen.

Jetzt kommt das Klappern!

Die Masse mit zwei Spachteln rasch klein hacken. Den gesamten Vorgang ab Schritt zwei zweimal wiederholen,

Geeiste Masse gekonnt zu Röllchen zusammenschieben,

in Eisbecher platzieren,

Keks hinzufügen,

Eisröllchen an den Kunden übergeben.

Danke an den Eisvirtuosen, dem es sichtlich unangenehm war, sich so aufdringlich fotografieren lassen zu müssen. Da Oma-Liese ihn aber zuvor selbst beim Aufnehmen von Touristinnen erwischt hat, plagt sie kein schlechtes Gewissen. Aus Respekt vor der Privatsphäre eines Eisverkäufers verquirlt sie allerdings sein Köpfchen bis zu Unkenntlichkeit zum Röllchen. 😉

Weiter geht’s in Richtung unserem Ziel, dem Schloss.

Wir nähern uns!

Jetzt braucht das Auge mal was zum Ausruhen, und da es hier keine Insekten oder Pflanzen gibt, die Oma-Liese als Ruhebänkchen für die Augen der Blog-Verfolger einfügen könnte, muss der silbergrau verwitterte Holzboden einer Brücke herhalten: Bitte sehr!

Die Brückenheiligen gibt’s obendrauf!

Wann genau wir den anderen Teil der Altstadt nun betreten haben, ist mir nicht ganz klar, aber wenn’s nach mir ginge, reichte die Vielfalt hier auch für vier bis fünf Städte.

Wir sind am Ziel!

Was ist hier jetzt wieder alles untersagt?

Nicht einmal Blumen darf man der Schlossherrin mitbringen!

Im Burggraben kabbeln sich zwei Bären, deren Aufgabe eigentlich die Verteidigung der Burganlage sein sollte. Reichlich Äpfel liegen für die beiden als Naschwerk bereit. Vermutlich haben die beiden sich am schon leicht vergorenen Obst Übermut angezwitschert.

Man schüttelt sich aber schnell freundschaftlich die Hände und tappst friedlich auseinander.

Endlich betreten wir den Burghof. Auf dem Turm ist uns zu viel Treiben auf engem Raum. Am schönsten ist er ohnehin von unten.

Noch ein Burghof:

und gleich noch einer:

Die Möglichkeit, das Innere der Burg zu erkunden. Für heute reicht’s uns: Wir kommen nochmal wieder!

Jetzt hinüber über das Stadttor zum anderen Teil des Schlosses.

Außenansicht und Innenansicht

Inzwischen hat hier auch der Regen eingesetzt. Wir sind mit unserem Rundgang durch Český Krumlov am Ende und fahren zurück zum Stellplatz.

Unterwegs wird noch eben das Geburtshaus Adalbert Stifters in Oberplan, heute Horni Plana, festgehalten. Wird sicherlich auch mal genauer unter die Lupe genommen werden.

Puh, heute war’s viel Arbeit. Aber der Tag hat sich absolut gelohnt. Das Städtchen können wir gerne nochmal genauer inspizieren.

 43 Besucher

Bayerischer Wald, nächste Runde

Schon wieder zieht es uns an den östlichen Rand Bayerns. Reichlich Reiseverkehr in beiden Richtungen, auffallend viele WOMOs – eigener Herd ist Goldes wert! 😉

Station machen werden wir an der Ruine Weißenstein bei Regen. Ich hoffe auf viele Motive für die Kamera.

Gelandet! Burg, Kapelle, gläserner Wald und das fressende Haus sind alle dicht beieinander gelegen. Bewegung sollten wir also noch gesondert einplanen.

Die Dorfkapelle bietet sich an erster Stelle an. Auffällig sind die Totenbretter an der Fassade.

Auf den neueren sind fromme Sprüche zu lesen, die älteren sind so verwittert, dass die Schrift nicht mehr erkennbar ist. Schade, vielleicht wäre doch mal ein etwas deftigerer Abschiedsgruß zu lesen gewesen.

Das kleine Portal ist verschlossen, aber durch das Glasfenster ist ein Blick erlaubt.

Inzwischen ist das Gewitter, das wir schon vor Stunden in der Heimat getobt haben muss, hier in Lackenhäuser angekommen, wodurch ich beim Einfügen der Fotos für den Blog ausgebremst werde, ich bin also sozusagen „blogiert“. Na, dann dauert’s halt jetzt ein bisschen länger oder muss ich muss eben morgen nacharbeiten.

Wenden wir uns also der Burgruine Weißenfels zu:

Einen Moment noch innehalten! Der Schnupfer-Club hat unterhalb der Ruine seine Totenbretter angebracht:

So fertig, jetzt zur Ruine:

Der Keller darf wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden.

Eine nicht allzu steile Treppe führt uns sicher zu den Resten des Bauwerks, das auf dem Pfahl errichtet wurde – der Pfahl besteht aus Quarz und durchzieht den Bayerischen Wald beinahe geradlinig auf etwa 150 Kilometern.

Die Mauerreste stabilisieren sich gegenseitig mit Stahlseilen.

Eine Besteigung des Turms ist in dieser Saison leider nicht möglich. Warum wohl?…

Das war’s schon. Mal sehen, ob es hintenrum noch was zu entdecken gibt.

Der Anblick der Südseite lässt erahnen, warum dieser Ort für eine Burg damals ausgewählt worden ist. Hoch oben auf dem steil ansteigenden Pfahl thronend, scheint sie beinahe uneinnehmbar zu sein.

Unterhalb wird ein sehr kleines landwirtschaftliches Anwesen betrieben. Die Stalltür muss provisorisch gestützt werden, weshalb die Rinder wohl vorübergehend die Garage beschlagnahmt halten.

Wegen der Frisuren der Damen links und in der Bildmitte gibt’s gleich noch ein Foto:

Am Gasthof legt eine Reitergruppe ein Päuschen ein. Beschauliches Landleben…

Letzte Zweifel über den Ursprung des Namens der Burg sind jetzt endgültig ausgeräumt.

Und schon ist Schluss mit der ländlichen Beschaulichkeit: Blutspuren am Fels! Ein Unglück, ein Verbrechen gar? Eine Leiche liegt hier jedenfalls nicht im Dickicht. Wurde vermutlich schon weggeschafft…

Kaum zu erkennen ist das Gipfelkreuz oben hinter den Baumstämmen, das von der Sonne grell beschienen wird.

Auf dem Rückweg zum Bauernhof erwischen wir die Freizeit-Landwirtin bei der Arbeit. Kein Wunder, dass die Kühe sich einen anderen Unterschlupf gesucht haben…

Das fressenden Haus

Die Brücke über die Straße scheint stark baufällig zu sein. Da aber PKWs und Motorräder munter durchfahren, wird das Provisorium schon nicht gerade jetzt einstürzen?

Und dann wird doch noch ein Hauch von Information über den Pfahl nachgereicht. Danke!

Hinauf geht’s in den Gläsernen Wald:

Wir geben heute mal die Kulturbanausen und verzichten auf eine Besichtigung im fressenden Haus.

Weil sich gerade die Sonne die Ehre gibt, wird noch einmal derselbe Baum strapaziert:

Materialwechsel. Zeit für einen echten Baum aus Holz und Rinde oder das was davon übrig geblieben ist:

Ich nehme mal an, das die Fällung des einst mächtigen Baumes notwendig war. Zumindest wurde dem Baum ein Denkmal gesetzt.

Nach Knopf- und Kabelkunst treten wir die Weiterreise an…

… und treffen nach einigen Kilometern auf die Reitertruppe vom Gasthof unterhalb der Burgruine.

 36 Besucher

Baumwipfelpfad

In den Baumwipfeln beginnen wir den letzten Tag unserer kleinen Reise.

Unterwegs gilt es, einige Hindernisse zu überwinden und Informationen rund um das Thema Wald zu sammeln.

Einfach nur die spektakuläre Aussicht zu genießen ist auch erlaubt.

Am Ende des Baumwipfelpfades geht’s noch hoch ins Ei, wo man dann tatsächlich über den Wipfeln die Aussicht in die Ferne auf sich wirken lassen kann.

Aber auch die gewaltige Konstruktion an sich hat ihre Reize.

Der Lusen mit seinem steinigen Gipfel

Wieder unten angekommen, stehen nochmal einige Pfade für Lernwillige im Angebot: Felsenpfad, Kräuterpfad, …

Oma-Liese macht noch ein paar Aufnahmen vom Ei:

… und danach setzten wir die Reise nach Frauenau fort, wo ein schöner Spielplatz, Kunst aus Glas und käufliches Glas warten.

Four Working Kids.

Scheint in Frauenau ein größeres Problem zu sein.

Der Mondvogel spaziert im Raupenkostüm durchs Bild

Durch Baumwipfel gewandert, Kunst erlebt, auf dem Spielplatz ausgetobt, Glas gekauft. Alles erledigt. Ein perfekter Abschluss unserer Reise!

 51 Besucher

Finsterau, Kontrollbesuch nach einem Jahr

Das Datum stimmt nicht! Wir waren am 8. August in Finsterau. Der Blog machte Probleme, weshalb sich die Veröffentlichung verzögert hat.

Am 9. August war Familientag. Da gibt’s keine Fotos.

Ja, stimmt: Vor beinahe genau einem Jahr waren wir hier im Freilichtmuseum Finsterau schon einmal, aber eben ohne Oma-Lieses Tochter und Enkelkindern. Jetzt könnte man denken, was haben denn eine Zweijährige und ein drei Monate altes Baby von einem Besuch im Freilichtmuseum? Es gibt dort eben auch einen SPIELPLATZ!!! und eine Menge Seltsames aus alten Zeiten, z.B. viel zu niedrige Türstöcke, durch die der Opa-Liese dirigiert werden muss von der kleinen Kraxenritterin auf dem Rücken, damit die beiden Köpfe ohne Beulen aus den alten Bauernhäusern herauskommen.

„Du kannst die Maske wieder abnehmen und die Oma auch!“ ist ebenfalls so ein Hinweis, auf den sich die kleine Madame spezialisiert hat. Oder: „Steck die Maske wieder in die Hosentasche!“ genauso wie: „Hast du deine Klammer auch wieder mitgenommen?“ (Jeder Besucher hat eine Wäscheklammer, die er an einer Schnur an jedem Hauseingang anklipsen muss zum Zeichen für die nächsten Besucher, wie viele Menschen sich schon im Haus befinden. Eine sinnvolle Corona-Maßnahme – wenn sich dann jeder daran halten würde!)

Und da wir vor einem Jahr schon einmal hier waren, beschränke ich mich bei den Fotos darauf, einige Besonderheiten zu zeigen, die mir ins Auge stechen. Dem aufmerksamen Blog-Beobachter wird allerdings auffallen, dass es die Bilder zum Teil tatsächlich schon genau so gibt. Haben sie mich wohl damals schon genauso beeindruckt!

Achtung! Zur Abwechslung gibt’s jetzt mal ein Rätsel:

Was könnte das wohl sein?

Hier noch ein Detail:

Klar, das kann man jetzt noch nicht wirklich erkennen… Jetzt kommt der entscheidende Hinweis:

Die Auflösung:

Neeeeiiiiiin! Es handelt sich nicht um einen Schwan, wie ein ca. 12- und 13-jähriges Geschwisterpäärchen (oder heißt es -pärchen – uups, gleich noch ein Quiz!) gemutmaßt hat.

Nach der Besichtigung des Granitstalls:

Ruhe im Straußengehege!

Und noch mehr Tiere…

Achtung: Wer findet gleich ein Foto, das es genauso schon auf dem Blog gibt?

Wir betreten das Wohnhaus eines mutmaßlichen Massenmörders:

Noch ein Rätsel:

Was wird auf dem Dörrboden getrocknet?

Langer Stängel, kleine blaue Blüte?

Lein wird hier angebaut und getrocknet.

Himbeeren müssen nicht kultiviert werden, sie wuchern überall.

Hier in Finsterau ist sogar noch eine sehr alte Hühnerrasse zu finden: der vierbeinige Hahn gibt eine Kostprobe seiner Stimmgewalt.

Alles nur Fake News! Macht nix, trotzdem ein stolzer Gockel!

Auf diesem Gehöft wohnt der amtierende Bayerische Meister im Sichelzielweitwurf.

Macht alles einen sehr romantischen Eindruck. Man könnte beinahe vergessen, dass jeder Tag damals voller Mühsal für die Menschen war.

Ein Balkon an der Türe im ersten Stockwerk wäre durchaus von Vorteil.

Bodenfliesen

Was im Freilichtmuseum in Finsterau auffällt: es findet sich kein Staub auf den Ausstellungsstücken. Alles ist sehr gut gepflegt und liebevoll zusammengestellt.

 29 Besucher

Dreisessel mit Schuhgröße 24

Da wir diesmal mit sehr kleinen Wanderern auf dem Dreisessel unterwegs sind, ist der Startpunkt heute mal nicht unten am Campingplatz, sondern es geht oben am Wanderparkplatz los.

Die meisten Wanderbegeisterten sparen sich ohnehin den Aufstieg zu Fuß.

Der erste sonnige Tag seit langem zieht viele Menschen auf den Dreisessel. Der Dreisesselfels ist jedenfalls reichlich gut besetzt mit Gipfelstürmern, sodass wir uns zunächst am Kamm entlang hinüber zum Dreiländereck aufmachen. Mal sehen, wie weit wir kommen. Für den Abend ist nämlich Gewitter prognostiziert.

Unsere Begleiter sind mal wieder Schmetterlinge und Blaubeeren in Hülle und Fülle.

Mit superbequemen Wanderschuhen können auch die Kleinsten schon stolz über riesengroße Felsen wandern und dabei jede Menge Vergnügen haben.

Blick zurück zum Dreisessel
Die Dreisesselameise
Das Dreisesselheupferd

Kleine, müde Wanderer finden beim Opa einen komfortablen Sitzplatz in der Kraxe und können sorglos einen erholsamen Mittagschlaf halten.

Noch viel kleinerer Wanderer bevorzugen von vornherein den gemütlichen Wandersitz bei der Mama.

Vorsicht Staatsgrenze!

Wir erreichen den Tschechischen Gipfel am Dreisessel. Dort ist das Gelände auf einem kurzen Stück derart unwegsam, dass der Opa-Liese aus Sorge um die kostbare Fracht auf seinem Rücken lieber nicht mehr weitergehen möchte. Also kehren wir um und verzichten auf das letzte Stückchen Weges bis zum Dreiländereck.

Diesmal Blick nach vorn zum Dreisessel 😉

Es gibt viele Möglichkeiten das Dreisesselhaus zu erreichen.

Bis zum Gipfelkreuz sind noch 800 m zurückzulegen.

Kapelle unterhalb des Gipfels

Zeit, um wieder zurück zum Parkplatz zu gehen. Ein herrlicher Tag für geübte Wanderer und für Neueinsteiger.

Aussicht nach unten
Aussicht nach oben

 30 Besucher

Tierfreigehege im Nationalpark Bayerischer Wald, II, 2021

Die Wetterfrösche sagen für die späten Mittagsstunden eilig durchziehende Regenschauer voraus. Das schürt in uns die vage Hoffnung, im Tierfreigehege doch vielleicht einige Wildtiere erspähen zu können.

Im neuen Reptilienrevier ist schon mal nichts zu sehen. Die kühlen Temperaturen locken weder Ringelnatter noch Kreuzotter oder Waldeidechse aus ihren Verstecken. Leider ist es auch den Luchsen zu ungemütlich, um durchs Gehege zu streifen.

Oma-Liese hält heute mal die Waldameise im Bild fest und weil’s so schön ist und sie sich nicht wehren können müssen gleich noch einige Pilze fürs Foto stramm stehen.

Herr und Frau Uhu überraschen wir, wie schon während unseres letzten Besuchs, bei der Körperpflege.

Hinterm Baum spitzt eine Schwanzspitze hervor: Neugier erwacht!

Aha, Nachwuchs bei der Wisentherde!

Diese muskulösen Prachtexemplare ernähren sich rein pflanzlich.

Auf dem Weg von einem Gehege zum nächsten werden wir regelmäßig vom Regen verwöhnt. Leider lockt die nasse Witterung auch den Wolf nicht aus seinem Versteck…

Vom Bären bekommen wir nur den massigen Rücken zu sehen. Er ist mit einer köstlichen Nahrungsquelle beschäftigt, die er für ein paar unbedeutende Fotos nicht aufgeben möchte.

Ein einziger Elch ist zumindest bereit, das Publikum an seiner Mittagsruhe teilhaben zu lassen.

Und schon wieder Regen. Keine Schauer in der Mittagszeit. Starkregen am späten Nachmittag!

Liebe Wetterfrösche, meldet euch mal zu einer Fortbildung an!

 19 Besucher

Dauerregen und Wasserkraft

Entgegen allen Vorhersagen kaum Aussicht auf eine regenfreie Wanderung, also beschließen wir, dass heute der richtige Tag für einen Besuch an Jochensteinkraftwerk und -schleuse sein könnte.

Und weil auf der kurzen Fahrt dorthin die Regenwolken immer dichter und grauer werden und immer noch nasser vom Himmel fallen, beschließt Oma-Liese: „Die Kamera bleibt heute im Womo!“ Die Entscheidung fällt der Oma nicht leicht und es ist tatsächlich seit Bestehen des Blogs das erste Mal auf Reisen, aber soviel Nass von oben kann nicht gut sein für das optische Gerät.

Wir trotzen dem Regen und wandern über das Kraftwerk am Jochenstein hinüber auf die österreichische Seite der Donau und am Ufer entlang bis Engelhartszell und wieder zurück. Zugegeben keine lange Strecke aber lang genug für Oma-Lieses Enkelmäuschen. Zwei Stunden sind im Nu abgelaufen, bei den ganzen Pfützen, die durchplatscht werden müssen.

Wieder zurück an der Schleuse fährt gerade eine Frachtschiff in die Schleuse ein und wir beobachten die Prozedur genau.

Als wir am Womo sind, setzt der Regen aus und – was für ein Glück – ein Passagierschiff kommt die Donau herunter gefahren. Also rein in trocken Klamotten und wieder hinauf zur Schleuse! Diesmal mit Kamera 🙂

Ein Frachtschiff lässt sich heben und parallel wird das Passagierschiff abgesenkt.

Oma-Liese macht sich auf den Weg, noch einige Fotos zu knipsen, wo sie doch jetzt die Kamera schon mal in Händen hält…

Die Familie entdeckt hinter sich gerade einen schwebenden LKW…
…und gleich darauf Oma-Liese in Österreich.
Der LKW wurde inzwischen wieder abgesetzt und das Passagierschiff ist, wie an der Fensterreihe gut zu erkennen, einige cm tiefer abgesenkt worden.

Oma-Liese befindet sich also mittlerweile wieder auf dem Übergang über Kraftwerk und Schleuse, wo sich zum Passagierschiff noch ein Windrad-auf-Reisen gesellt hat.

Drei coole Jungs treffen im zweiten Scheusenkanal ein…

… und paddeln mutig Richtung Schleusentor vor,

… bis sie per Lautsprecherdurchsage gewarnt werden, noch weiter nach vorne zu paddeln, da die Strömung bei Öffnung des Schleusentors dort gefährlich stark sein wird.

Also stellen sie erstmal ihre Weinflasche, mit der sie sich vermutlich vorher noch Mut angetrunken haben, auf der Schleusenmauer ab und verharren dort, bis zur Weiterfahrt.

Jetzt heißt’s: „Gut festhalten!“, denn die großen Schiffe vertäuen sich immer gründlich an den Pollern im Kanal, wobei sich die Länge der Taue dem sich ständig verändernden Höhenunterschied anpassen. Da wird der Arm wohl um einiges länger sein als vor der Einfahrt in die Schleuse…

Das Windrad ist unterwegs nach Österreich oder sonst wohin und wir verlassen das Schauspiel auch wieder, denn für die Kinder wird’s allmählich spät.

Bei mir klappt’s nicht mit dem Wuselcode aber vielleicht kann irgendjemand die Informationen entschlüsseln?

Noch schnell den Haken festhalten, an dem vorhin ein LKW durch die Lüfte schwebte.

 28 Besucher