Ben Becker, eine KultUrgewalt

ABGESAGT! Fängt DAS wieder an!

Erst seit wenigen Wochen sind wir stolze Besitzer dreier Karten für einen Höhepunkt in diesem kultur-reduzierten Jahr. „Affe“ findet im Circus-Krone-Bau statt.

Ben Becker durften wir bereits einmal erleben im Stück: „Ich, Judas“. Damals grassierte das Coronavirus bereits weltweit, auch bei uns in Bayern wusste man über gebührlichen räumlichen Abstand bescheid, jedoch gab es noch keine Maskenpflicht und Veranstaltungen waren noch möglich. Oma-Liese hatte vor Einlass in die St. Matthäuskirche in München noch eine Abstands-Auseinandersetzung mit uneinsichtigen Mitbürgern.

Danach wurden wir Zeugen einer schauspielerische Leistung der besonderen Art!

 18 Besucher

Kultur zwischen Lockdown und 3G

Unsere Eintrittskarten, die wegen Covid 19 nie zum Einsatz kamen, haben wir lange Zeit gehütet, in der Hoffnung, man plane zu einem späteren Termin ein Ersatzkonzert. Sollte dann tatsächlich auch stattfinden, allerdings zu einem Zeitpunkt im Herbst 2021, wo Oma-Liese unabkömmlich sein wird.

Das Hintergrundbild stammt aus unserem Besuch beim Pianosommer 2019, der geradezu aufgefordert hatte, das nächste Mal wieder dabei zu sein. Naja, war wohl nixxx!

Und nun reisen die vier Herren zu uns!!! Unfassbar, aber Tatsache – falls es in wenigen Tagen noch möglich sein wird. Wir sind hoffnungsvoll gespannt…

 17 Besucher

Sternsteinwarte

Ungeahnt und ungeplant kommen wir heute zu einer richtig schönen Bergwanderung, denn der Plan ist eigentlich, Baumwipfelpfade zu sammeln, weshalb wir morgens heute eine Fahrt nach Tschechien unternehmen. Doch in Lipno nad Vltavou angekommen, sind alle Parkplätze restlos ausgelastet. Da wir uns vorstellen können, wie es auf dem Baumwipfelpfad mit Abstandsregeln aussehen wird, zieht der Opa-Liese einen Plan B aus der Wanderkarte: zurück also nach Österreich und dort auf die Sternsteinwarte. Ganz gemütlich mit dem Lift hinauf und den Weg hinunter zur Talstation dann wandern. So wird’s gemacht! Oma-Liese ist begeistert.

Der Parkplatz dort ist beinahe leer, das Kassenhäuschen zum Lift geschlossen, der Lift außerhalb der Schisaison nicht in Betrieb. Kein Problem: Wir haben ja gute Wanderschuhe. Mal sehen, was kommt!

Wie sooft ist ein Kreuz das erste, was ins Auge sticht. Schade, das die Inschrift genau dort unleserlich ist, wo es interessant werden könnte.

Viel texten brauche ich heute nicht, wie ich vermute…

Landkärtchen
Links im Bild gaaaanz weit hinten, gaaaaanz hell und gaaaaaanz schwach zu sehen ist unser Dreisessel.
Fast ganz rechts könnnnnnte bei klarer Sicht der Watzmann zu sehen sein. Das ist für den Opa-Liese Wolfgang-Ambros-technisch wichtig 😉 !

Wollte ich immer schon mal fotografieren und weil’s grade günstig ist noch einmal von unten!

Könnte direkt aus dem Holozän stammen… Wenn die Schilder da nicht hingen.

Weiter geht’s, jetzt nur noch begrab.

Die Quelle befindet sich in einem Schatzkästchen! Oma-Liese muss den Deckel lüpfen.

G l a s k l a r e s Wasser! Ein Schatz, der tatsächlich bewahrt werden sollte.

Preiselbeeren

Glockenblumen

Trail

Erst finden wir die Glasöfen nicht, dafür aber einige Motive:

Da ist zum Beispiel diese Kurbel, die eine eeeeewig lange Stahlstange zu bedienen scheint???

Luftig aufgestapelte Steinmauern, die schon seit Jahrhunderten so zu bestehen scheinen.

Kleine Jäger, die bedrohlich und gnadenlos auf alles zielen, was hier nicht hingehört!

Katzen, die Stinkstiefel bewachen.

Auf dem Rückweg der vergebliche Suche nach den Glasbläsern findet Oma-Liese das Ende der tatsächlich 10-Meter langen Stahlstange.

Und dann findet sie auch noch die Glashütte:

Von hier bis zum WOMO sind es noch 20 Minuten.

Ein Tag, der so nicht geplant war, aber einer, der sich wirklich gelohnt hat!

Und am Ende die SMS vom Bundesministerium für Gesundheit wegen der Quarantäne- und Test-Regeln nach einem Auslandsaufenthalt. Wenn die wüssten, dass wir in fünf Stunden nur 12 Menschen an der frischen Luft getroffen haben, dann würden sie auch hier Urlaub machen wollen.

 27 Besucher

Bayrische Au

… in Österreich an der Grenze zu Tschechien. „Das war bitter“, meint der Opa.

Da kann er wohl recht haben.

Im vergangenen Jahr waren wir schon einmal auf dem Weg dorthin, jedoch war der Prügelweg aufgrund Sanierungsarbeiten leider gesperrt. Anfang Juli war die Wiedereröffnung und wir versuchen heute unser Glück erneut.

Ca. 2 Kilometer legen wir wald-wandernd zurück, bis wir den Prügelweg erreichen.

Eine praktische Karre! Extra für uns bereitgestellt?

Könnte genau auf die Randleisten passen und ab geht’s in die Bayrische Au!

Schön wär’s… Wir gehen zu Fuß und lassen den Arbeitern ihre Karre zum Transport von Material.

Der Prügelweg verdankt seinen Namen wohl der Tatsache, das die Menschen in alten Zeiten auf einem wichtigen Pfad Prügel quer im Moor platzierten, um nicht zu versinken.

Am Ende erreichen wir eine Aussichtplattform, von wo aus wir versuchen, Tiere zu entdecken, was aber heute bei trübem, sonnenlosen Wetter nicht recht gelingen mag.

Auf alle Fälle erkennen wir jedoch, wie gut es ist, nicht im Moor watend Schritt für Schritt vergeblich dem Moorleichenschicksal entgegen kämpfen zu müssen…

außerdem gibt es Hinweise auf Grenzüberschreitungen.

Das war’s schon. Hier ist kein Weiterkommen. Wir treten den Rückzug an.

Auf recht schmalen Straßen setzen wir die Fahrt durch tschechisches Gebiet fort nach Guglwald in Österreich.

Mit einem Mahnmal wird dort an den eisernen Vorhang erinnert.

Der faule Hirsch ist ein Österreicher und überlässt seinen Damen während der Mittagspause die wachsame Aufzucht des Nahwuchses.

Auf dem Rückweg taucht noch ein Suchbild auf. Wer findet zwei Unterschiede? Und was hat Oma-Liese gekauft? Und wer hat’s bezahlt?

Wir setzen abermals die Reise fort um die Wallfahrtskirche Maria Trost zu besichtigen.

Dunkelheit herrscht! Grausam für die Kamera ohne Blitz. Aber wird schon irgendwie gehen…

Neben dem Altar wartet verlockend ein Spendenkästchen, das den Weg hinter den Altar zu eröffnen scheint.

Ach Herrjemine! Wenn ich nur endlich einen Lichtschalter finden könnte!!! Das glaubt einem ja kein Mensch, soviel … naja.

Gefunden! Licht! Ohne Extra-Spende!

Sicherlich hat’s schon vielfach geholfen. Dann ist ja alles in Ordnung.

Wenige Treppenstufen unterhalb befindet sich auf derselben Anhöhe die Mariahilf Kapelle:

Wir haben die Wahl zwischen drei Kreuzwegen, den Wallfahrer-Berg wieder hinabzusteigen und entscheiden uns für den einfachsten Weg zum WOMO. Oma-Liese nimmt sich ein Herz und lichtet sogar noch die Lourdeskapelle ab, obwohl sie eine gewisse Abneigung verspürt.

Weiter geht’s nach Aigen, wo noch eine Kirche wartet.

Station VI hat das Kreuzchen verloren. Es gibt keinerlei Hinweise auf die Hintergründe.

Am Stadtplatz fällt noch einiges auf:

Und Adalbert Stifter wohnte zeitweise hier in Aigen:

Lackenhäuser ruft: Mittwochs steht im August immer Grillfest mit Lifemusik auf dem Programm und wir sollten zeitig auf unserem Plätzchen stehen, um Problemen mit der Zufahrt vorzubeugen.

 25 Besucher

Kapellenwanderung rund um Grainet

Für heute nehmen sich Oma-Liese und der Opa eine Kapellenwanderung vor. In Grainet nimmt unser Rundweg bei sehr leichtem Nieselregen seinen Anfang, das Womo darf direkt hinter St. Nikolaus auf uns warten.

St. Nikolaus

Wenn man bedenkt, dass in dem kleinen Ort Grainet heute ca. 1900 Menschen leben, sind die Gedenktafeln mit den vielen gefallenen jungen Männern von 1939 – 1945 geradezu erschreckend. Wieder einmal.

Die Dreifaltigkeitskirche liegt gefühlte 200 m bergauf entfernt:

Sehr mutig hat jemand bescheiden und vermutlich ganz heimlich die Regenbogenfahne an das Kirchenportal angeschlagen.

Beide Weihwasserkessel hat der örtliche Wirt mit Gastrobehältern unzugänglich gemacht.

Das kennt doch jedes Kind, oder? Allerdings nur an Weihnachten. Hier steht es ganzjährig bereit und nimm alles an, was größer als eine 20ct-Münze ist. Der Opa-Liese konnte mit 50ct gute Erfolge erzielen.

Jetzt geht’s raus aus Grainet nach Rehberg. Dort soll es zwei Kapellen geben, sagt der Opa.

Rehberg kommt schon bald in Sicht.

Oma-Liese steht vor einer verschlossenen Tür und versucht mühsam ein Foto durch die Plexiglasscheibe zu hinzubekommen. Nach getaner Tat tritt sie zurück und der Opa öffnet das Portal wie selbstverständlich nach dem „Dänischen Prinzip“ wie er behauptet???

Kommt Oma-Liese also doch noch zu ihrer Aufnahme:

Ein bunter Utensilien-Mix tritt ans Tageslicht.

Der Weg zur zweiten Kapelle führt uns an andere Ende des Dorfes vorbei an für diese Gegend typischen Höfen.

Leider hilft diesmal auch der Dänische Trick nicht. Mit einem Taschentuch kann Oma-Liese den gröbsten Schmutz von der Scheibe beseitigen, aber gegen eine altdeutsche Verglasung kann auch die beste Linse nicht viel ausrichten:

Von Rehberg aus setzen wir unsere Wanderung nach Fürholz fort und haben immer wieder gute Sicht nach Grainet.

Alte Wegkreuze treffen wir immer wieder an.

Die Jugend hält ihr Rückzugsareal gut in Schuss.

Dann mal wieder eine Kapelle auf einer Anhöhe.

Am Ortsrand von Fürholz steht an einem landwirtschaftlichen Anwesen ein Feldkreuz und danach passieren wir eine Schmiede. Das Aushängeschild bilden die herrlichen Beschläge an den Toren…

und Kreuze kann er auch.

Im Ort wartet ein Kirche auf uns.

Kann vielleicht mal jemand den Wagen aus dem perfekten Bild fahren?

Die Kirche wartet doch nicht auf uns. Sie ist leider verschlossen. Schade.

In Kurzsäge liegt ein anstrengendes Stück Weges vor uns, auf dem einige Höhenmeter überwunden werden müssen, um schließlich die Wallfahrtskapellen Kohlstattbrunn zu erreichen.

Links die alte hölzerne Kapelle, rechts die neue, widerstandsfähigere aus Stein und jede Menge Pilgerbänke sowie Bankfundamente für größere Pilgerhorden.

Oma-Liese beginnt mit der ursprünglichen Kapelle:

und bekommt gleich einen Schreck!

Wer hat hier aus welchen Grund jetzt genau eine bunte Kollektion an Extremitäten unter den Altar gehängt??? Bräuche gibt’s unter gläubigen Christen…

Mal sehen, was für Überraschungen in der neuern Kapelle lauern:

Macht einen recht friedlichen Eindruck, zum Glück!

Sieht man mal von den Szenen auf den Kreuzwegdarstellungen ab. Aber die gehören ja zur üblichen Folklore.

Der Kohlstattbrunn plätschert immerhin ständig friedlich vor sich hin, immer gefasst auf Heilung begierige Wallfahrer.

Wir haben inzwischen hungrig unsere Äpfelchen verzehrt und nutzen die Quelle, um die Hände vom klebrigen Fruchtzucker zu reinigen. Das hat jedenfalls sofort gut geklappt.

Abwärts geht’s weiter auf dem Kreuzweg, den Pilger normalerweise bei Station 1 antreten. Wir treten die Pilgerreise von hinten an und beginnen deshalb bei Station 14.

Ein bescheidener Kreuzweg. Das freut die Oma-Liese.

Auf halbem Weg muss eine Marienstatuette helfen, einen Fels am Absturz auf eine Pilgerbank zu hindern.

Was soll das jetzt bedeuten? Wir waren der festen Überzeugung, es handelte sich um einen Kreuzweg.

Noch zwei Feldkreuze einsammeln und dann geht’s Richtung WOMO.

St. Nikolaus ist erreicht, ca. 13 Kilometer und 400 Höhenmeter haben wir hinter uns gebracht. Zur Abrundung des Projekts fahren wir noch nach Exenberg, um dort weitere drei Kapellen aufzusuchen.

Der Geruch im Ort weist eindeutig auf Rinderhaltung hin! Es gibt großzügige, moderne, offene Ställe mit den üblichen Rindern und ihren Kälbern.

Aber da gibt es außerdem noch besonders prächtige Tiere:

Ein Gockel spielt in einem kleinen Dorf natürlich auch seine Rolle und ist sich derer durchaus bewusst.

Die Kapelle ist gefunden, leider wieder verschlossen, wie Oma-Liese feststellen muss. Bis die Oma vor Schreck erstarrt, als beim an die Scheibe-Drücken des Objektivs plötzlich ein lautes Summen erschallt und die Tür sich unvermittelt öffnet. Diesmal hatte der Opa den Lichtschalter gedrückt!

Zwei Kapellen stehen noch auf der Liste: eine muss mitten im Ort gelegen sein, die andere, die Koloman-Kapelle, auf die schon einige Hinweisschilder aufmerksam gemacht haben, soll etwas außerhalb stehen.

Hübsche Kapelle, leider tatsächlich verschlossen. Nichts zu sehen durchs Fenster.

Auch verschlossen, die Koloman-Kapelle. Einen Blick kann die Kamera nur durch ein winziges Gitterchen in der Tür auf die Speicherkarte laden.

Auf dem Rückweg liegt im Sonnenspot ein Gotteshaus, das wir schon öfter aus der Ferne gesehen haben und das wir sicher auch bald mal erkunden werden.

 27 Besucher

Český Krumlov

Regen wurde für den heutigen Tag hier in Ostbayern prognostiziert. Solche Tage sind für eine Stadtbesichtigung gut geeignet und da das nicht allzu weit entfernte, ehemalige Krumau zum Weltkulturerbe zählt, ist der Tagesplan schnell geschmiedet.

Ca. 90 Minuten dauert die Fahrt.

Österreich, Blog-Leser wissen das inzwischen, ist nur fünf Autominuten entfernt. Von dort geht’s über die Tschechische Grenze. Ganz selbstverständlich, ohne Schlagbaum und Grenzkontrolle: EU-Mitglied seit 2004. Bis 1989 verlief hier der eiserne Vorhang. Das ist zum Glück Geschichte und liegt schon 32 Jahre zurück.

Unterwegs erhaschen wir einen Blick auf die Moldau:

Es gibt einen Wohnmobilparkplatz direkt vor den Toren der Stadt – keine Selbstverständlichkeit, wie wir schon häufiger erfahren durften.

Nur knapp 500 m Fußweg bis zum Stadttor.

Was für ein Bauwerk! Es bildet die Verbindung zwischen den beiden Teilen des Schlosses, das nach der Prager Burg das zweitgrößte Bauwerk Tschechiens ist.

Gespannte Neugier macht sich breit…

Blick hinter uns nach oben:

Ein Wasserfall. Und rechts daneben? Eine Fischtreppe vielleicht? Wir forschen nach.

Ja, ganz klar eine Fischtreppe!

Oder doch nicht? Ein Schlauchboot rutscht unsere Fischtreppe hinunter!

Ein Boot nach dem anderen nimmt diese Passage und wir verfolgen das Schauspiel für einige Minuten.

Was für ein prächtiger Schlossturm!

Das Schloss besteht offensichtlich aus Gebäuden mehrerer unterschiedlicher Epochen.

Nach dem Überqueren der Moldau über eine Holzbrücke werden wir in einen Teil der Altstadt hineingetaucht. Auf Kommentare kann ich hier größtenteils verzichten.

Maria mit dem Kinde hat sich vermutlich aus ihrem Gefängnis befreit.

Egon Schiele hat sich hier niedergelassen, nachdem es ihm in Wien zu ungemütlich geworden war. Es wurde zuviel gemunkelt, warum wohl ständig zahlreiche Kinder in seinem Altelier ein- und ausgehen würden.

Wir verzichten jedenfalls heute auf einen Besuch in seinem Museum.

Wir kommen einen Tag zu spät…

Auf der Moldau ist ein Floß unterwegs…

Am Hang steht eine alte Villa zum Verkauf. Falls tatsächlich jemand Interesse haben sollte…

Hier ist also der Bootsverleih.

Der Schlauchbootkapitän scheint auf gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft am Flussufer zu setzen.

Wir haben die Veitskirche gefunden.

Allmählich nähern wir uns der Veitskirche 😉 Hier gibt’s einfach zu viel zu entdecken!

Aber jetzt!

In der Kirche sind die Möglichkeiten für Besucher leider sehr begrenzt. Überall befinden sich Absperrungen mit „Alarm“- Hinweisschildern. Naja, die werden schon ihre Gründe haben.

Wir tauchen wieder in die Altstadt ein.

Es gibt einen Aussichtsbalkon – mit vielen Verbotsschildern:

Nicht mal singen darf man hier?

Nur den Ausblick genießen. Gut, dass Fotoapparate erlaubt sind!

Schon wieder lockt der Schlossturm…

Auf dem Stadtplatz verlangt ein Klappern unerbittlich nach Aufmerksamkeit.

Und dann beschleicht Oma-Liese das Bedürfnis ein Eis zu kaufen. Deshalb gibt es jetzt einen kleinen „Kochkurs“:

Masse auftragen,

gleichmäßig dünn auf der eiskalten Edelstahlplatte verstreichen.

Jetzt kommt das Klappern!

Die Masse mit zwei Spachteln rasch klein hacken. Den gesamten Vorgang ab Schritt zwei zweimal wiederholen,

Geeiste Masse gekonnt zu Röllchen zusammenschieben,

in Eisbecher platzieren,

Keks hinzufügen,

Eisröllchen an den Kunden übergeben.

Danke an den Eisvirtuosen, dem es sichtlich unangenehm war, sich so aufdringlich fotografieren lassen zu müssen. Da Oma-Liese ihn aber zuvor selbst beim Aufnehmen von Touristinnen erwischt hat, plagt sie kein schlechtes Gewissen. Aus Respekt vor der Privatsphäre eines Eisverkäufers verquirlt sie allerdings sein Köpfchen bis zu Unkenntlichkeit zum Röllchen. 😉

Weiter geht’s in Richtung unserem Ziel, dem Schloss.

Wir nähern uns!

Jetzt braucht das Auge mal was zum Ausruhen, und da es hier keine Insekten oder Pflanzen gibt, die Oma-Liese als Ruhebänkchen für die Augen der Blog-Verfolger einfügen könnte, muss der silbergrau verwitterte Holzboden einer Brücke herhalten: Bitte sehr!

Die Brückenheiligen gibt’s obendrauf!

Wann genau wir den anderen Teil der Altstadt nun betreten haben, ist mir nicht ganz klar, aber wenn’s nach mir ginge, reichte die Vielfalt hier auch für vier bis fünf Städte.

Wir sind am Ziel!

Was ist hier jetzt wieder alles untersagt?

Nicht einmal Blumen darf man der Schlossherrin mitbringen!

Im Burggraben kabbeln sich zwei Bären, deren Aufgabe eigentlich die Verteidigung der Burganlage sein sollte. Reichlich Äpfel liegen für die beiden als Naschwerk bereit. Vermutlich haben die beiden sich am schon leicht vergorenen Obst Übermut angezwitschert.

Man schüttelt sich aber schnell freundschaftlich die Hände und tappst friedlich auseinander.

Endlich betreten wir den Burghof. Auf dem Turm ist uns zu viel Treiben auf engem Raum. Am schönsten ist er ohnehin von unten.

Noch ein Burghof:

und gleich noch einer:

Die Möglichkeit, das Innere der Burg zu erkunden. Für heute reicht’s uns: Wir kommen nochmal wieder!

Jetzt hinüber über das Stadttor zum anderen Teil des Schlosses.

Außenansicht und Innenansicht

Inzwischen hat hier auch der Regen eingesetzt. Wir sind mit unserem Rundgang durch Český Krumlov am Ende und fahren zurück zum Stellplatz.

Unterwegs wird noch eben das Geburtshaus Adalbert Stifters in Oberplan, heute Horni Plana, festgehalten. Wird sicherlich auch mal genauer unter die Lupe genommen werden.

Puh, heute war’s viel Arbeit. Aber der Tag hat sich absolut gelohnt. Das Städtchen können wir gerne nochmal genauer inspizieren.

 35 Besucher

Bayerischer Wald, nächste Runde

Schon wieder zieht es uns an den östlichen Rand Bayerns. Reichlich Reiseverkehr in beiden Richtungen, auffallend viele WOMOs – eigener Herd ist Goldes wert! 😉

Station machen werden wir an der Ruine Weißenstein bei Regen. Ich hoffe auf viele Motive für die Kamera.

Gelandet! Burg, Kapelle, gläserner Wald und das fressende Haus sind alle dicht beieinander gelegen. Bewegung sollten wir also noch gesondert einplanen.

Die Dorfkapelle bietet sich an erster Stelle an. Auffällig sind die Totenbretter an der Fassade.

Auf den neueren sind fromme Sprüche zu lesen, die älteren sind so verwittert, dass die Schrift nicht mehr erkennbar ist. Schade, vielleicht wäre doch mal ein etwas deftigerer Abschiedsgruß zu lesen gewesen.

Das kleine Portal ist verschlossen, aber durch das Glasfenster ist ein Blick erlaubt.

Inzwischen ist das Gewitter, das wir schon vor Stunden in der Heimat getobt haben muss, hier in Lackenhäuser angekommen, wodurch ich beim Einfügen der Fotos für den Blog ausgebremst werde, ich bin also sozusagen „blogiert“. Na, dann dauert’s halt jetzt ein bisschen länger oder muss ich muss eben morgen nacharbeiten.

Wenden wir uns also der Burgruine Weißenfels zu:

Einen Moment noch innehalten! Der Schnupfer-Club hat unterhalb der Ruine seine Totenbretter angebracht:

So fertig, jetzt zur Ruine:

Der Keller darf wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden.

Eine nicht allzu steile Treppe führt uns sicher zu den Resten des Bauwerks, das auf dem Pfahl errichtet wurde – der Pfahl besteht aus Quarz und durchzieht den Bayerischen Wald beinahe geradlinig auf etwa 150 Kilometern.

Die Mauerreste stabilisieren sich gegenseitig mit Stahlseilen.

Eine Besteigung des Turms ist in dieser Saison leider nicht möglich. Warum wohl?…

Das war’s schon. Mal sehen, ob es hintenrum noch was zu entdecken gibt.

Der Anblick der Südseite lässt erahnen, warum dieser Ort für eine Burg damals ausgewählt worden ist. Hoch oben auf dem steil ansteigenden Pfahl thronend, scheint sie beinahe uneinnehmbar zu sein.

Unterhalb wird ein sehr kleines landwirtschaftliches Anwesen betrieben. Die Stalltür muss provisorisch gestützt werden, weshalb die Rinder wohl vorübergehend die Garage beschlagnahmt halten.

Wegen der Frisuren der Damen links und in der Bildmitte gibt’s gleich noch ein Foto:

Am Gasthof legt eine Reitergruppe ein Päuschen ein. Beschauliches Landleben…

Letzte Zweifel über den Ursprung des Namens der Burg sind jetzt endgültig ausgeräumt.

Und schon ist Schluss mit der ländlichen Beschaulichkeit: Blutspuren am Fels! Ein Unglück, ein Verbrechen gar? Eine Leiche liegt hier jedenfalls nicht im Dickicht. Wurde vermutlich schon weggeschafft…

Kaum zu erkennen ist das Gipfelkreuz oben hinter den Baumstämmen, das von der Sonne grell beschienen wird.

Auf dem Rückweg zum Bauernhof erwischen wir die Freizeit-Landwirtin bei der Arbeit. Kein Wunder, dass die Kühe sich einen anderen Unterschlupf gesucht haben…

Das fressenden Haus

Die Brücke über die Straße scheint stark baufällig zu sein. Da aber PKWs und Motorräder munter durchfahren, wird das Provisorium schon nicht gerade jetzt einstürzen?

Und dann wird doch noch ein Hauch von Information über den Pfahl nachgereicht. Danke!

Hinauf geht’s in den Gläsernen Wald:

Wir geben heute mal die Kulturbanausen und verzichten auf eine Besichtigung im fressenden Haus.

Weil sich gerade die Sonne die Ehre gibt, wird noch einmal derselbe Baum strapaziert:

Materialwechsel. Zeit für einen echten Baum aus Holz und Rinde oder das was davon übrig geblieben ist:

Ich nehme mal an, das die Fällung des einst mächtigen Baumes notwendig war. Zumindest wurde dem Baum ein Denkmal gesetzt.

Nach Knopf- und Kabelkunst treten wir die Weiterreise an…

… und treffen nach einigen Kilometern auf die Reitertruppe vom Gasthof unterhalb der Burgruine.

 27 Besucher

Ungleiche Gegner

29,7°C, hohe Luftfeuchtigkeit. Wenig Action im Garten. Nur auf einem Melonenblatt ist was im Gange.

„Wie wär’s mit einem Schneckenrennen? Ich frag‘ mal!“

„OK, bin in Startposition!“

„Du bist auch dabei! Klar?“

„Und los!“

„Bin schneller!“

„Musste nochmal kurz zurück…“

„Die Wassermelone hat ganz klar verloren!“

Am frühen Abend nutzen Ballonfahrer den warmen Sommerabend.

Wir bleiben mit unserem Feuerchen am späteren Abend am Boden und lassen uns erst vom Gewitterregen vertreiben.

Oma-Liese verspürt am späteren Abend noch den Drang, weitere Funken einzufangen und liefert jetzt einige tanzende Flammen nach – wen’s langweilt, der kann ja alternativ zu einem guten Buch greifen oder einer anderen erbaulichen Beschäftigung nachgehen 😉

Das war’s!

 25 Besucher