Kontrollgang am Vogelschutzgebiet Höchstädt

Außerhalb der Umzäunung scheint es die besseren Leckerbissen zu geben. Das jedenfalls ist die Überzeugung der Brachvögel.

Der Kormoran kehrt von einem Ausflug zurück ins Gehege.

Die beiden lassen sich nicht stören an diesem sonnigen Freitag im Dezember.

Auch der Graureiher versucht abseits des Vogelschutzgebietes sein Glück.

Einzig der Wanderfalke rüttelt innerhalb der Einfriedung das Gelände ab, verscheucht ihm doch momentan keine dumme Gans die kleinen, saftigen Nager.

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Immer schön aufräumen!

Vor etwa drei Wochen fing‘s an mit einer Tüte vom Fastfood-Restaurant, einem Airan-Becher und einzelnen Kosmetik-Tüchern nebst einer Condom-Verpackung. Im Tagesrythmus vervielfachte sich der Müll mitten im Naturschutzgebiet bis endlich die nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt dem Spiel ein frostiges Ende setzten.

Die Hinterlassenschaften blieben liegen, wurden von Wind und Ackerbau auf ein größeres Areal verstreut und werden vermutlich durch die eiskalten winterlichen Temperaturen gut konserviert durch den Winter kommen, es sei denn Oma-Liese oder einer den anderen Naturfreunde würde mal vor der Wanderung entlang der Donauauen daran denken, einen Müllsack und eine Greifzange einzupacken.

Was man so alles für ein Schäferstündchen braucht:

Lobenswerterweise hat das Pärchen medizinische Masken benutzt in Zeiten von Corona.

Aber wo sind eigentlich die benutzten Präservative abgeblieben? Hmmm…

Ob der Bieber Verwendung dafür hatte? Zur Herstellung von Biebergeil vielleicht?

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Goldener Oktober – letzter Tag!

Ein angemessener Empfang macht Laune:

Boulder-Trainingscamp für den Spinnennachwuchs:

Vielleicht die letzte Möglichkeit für sonnenhungrige Schmetterlinge in diesem Jahr.

Den Cache da oben auf der alten Weide werde ich mir heute genauer ansehen:

Schon hängt das Elfchen an meiner Angel. Mal sehen, was sich im Röhrchen befindet…

Beim nächsten Mal werde ich einen Stift für einen Eintrag zur Hand haben!

Für heute beschere ich dem rostigen Mädchen eine bequemere Lage auf ihrem Ausguck:

Danke, sehr freundlich!

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Vor dem Nebel geflüchtet

Wieder Nebel. Sieht nicht danach aus, als könnten wir abwarten, bis die Sonne herauskommt. Also versuchen wir unser Glück im nördlichen Landkreis, wo die Donau möglicherweise nicht mehr ihre Nebeldecke ausbreitet.

Der Grenzwanderweg hat schon vor einiger Zeit unser Interesse geweckt. So stellen wir das Auto in Unterliezheim ab, um einen Teilabschnitt des Wanderweges zu erkunden. Bereits kurz hinter Lutzingen stellt sich heraus, dass die Sonne hier heute tatsächlich eine realistische Chance zu haben scheint.

Das Grenzhaus weist keinen Hinweis auf historische Begebenheiten auf, ist aber ein Zeichen dafür, dass wir uns auf dem Grenzwanderweg befinden.

Die Pawson-Kapelle lassen wir heute links liegen. Ihr ist bereits ein eigener Eintrag gewidmet.

Hier bei Unterliezheim gibt es einen Naturlehrpfad mit vielen Informationen und es gibt verheißungsvolle Tafeln, die uns auf einige Foto-Motive hoffen lassen.

Zunächst ist nicht einmal Vogelgezwitscher zu hören. Der Weg ist geschottert. Leider kein Waldweg. Vielleicht wird’s ja noch.

Abwechslung wurde installiert: Der Grenzwanderweg unter dem Aspekt der Sprache.

Ein Grenzhäuschen wartet mit Informationen auf:

Im Grenzhäuschen findet sich dies und das:

Ein, zwei Kilometer weiter entdeckt Oma-Liese noch weitere Teile aus der Abteilung „lost & found“:

Falls also jemand irgend etwas vermissen sollte…

Wieder nach gefühlten zwei Kilometern fällt eine Futterstelle auf, die vermutlich für’s Federvieh bestimmt sein dürfte:

Sonst gibt’s nix in diesem Wald. Kein Dachs, keine Haselmaus, und auch von den übrigen Ankündigungen auf der Schautafel zu Beginn der Wanderung heute keine Spur!

Nach sechs Kilometern tauchen wir aus dem Wald auf und vor uns liegt Diemantstein.

Bollstadt und Oberringingen sind in der Ferne zu erkennen.

Am Michelsberg in Thalheim ist die Kirchweihfahne gehisst.

Für eine Wanderpause lassen wir uns auf der Panoramaliege oberhalb Diemantsteins nieder. Das erste Bänkchen auf der bisherigen Strecke von 7 Kilometern. Schwaben spart!

Zum Glück gibt’s die EU und ihre Fördermittel!

Grünspecht späht in alle Richtungen.

Aus irgendeinem Stall schaut immer eine Kuh neugierig heraus. Darauf kann man sich als fotophiler Mensch verlassen.

Wir wandern eine Wegstrecke über Feldwege, vorbei am Wildblumenprojekt (EU!)

… kennt man.

… Lein.

… kennt man.

Unbeholfene Kunst am Waldrand oder doch ein Leckstein fürs Wild?

Da liegt unser Weg durch den Wald!?!? Eine Machete wäre jetzt hilfreich…

Rostiger Herrgott kurz vor Oberliezheim.

Pfaffenhütchen

Goldrute

Das sieht Oma-Liese gerne: Bio-Landbau (vermutlich EU-gefördert).

Noch ein Grenzhäuschen mit Informationen.

16 Kilometer gewandert, dem Nebel entkommen, herbstliche Natur erlebt, Ruhe und Einsamkeit gefunden, 3 Panoramaliegen auf 16 Kilometern gezählt. Aber wo waren die Highlights?

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Auf der Suche nach der Wolke

Oma-Liese nutzt den Herbst-Freitag-Nachmittag, um drei Stunden in der heimatlichen Natur herumzustapfen. Bei der Gelegenheit spürt sie der Wolke nach und hat am Ende die Qual der Wahl, denn von der Wolke darf nur ein Foto am Tag auf den Blog.

Ein unbekanntes Gerät fällt der Oma auf ihrem Streifzug auf. Mal sehen…

Der Zweck scheint eindeutig zu sein: der Apparat richtet sich gegen den Bieber. Ein Schild bestätigt das Offensichtliche und tatsächlich handelt es sich um eine Anfütter-Falle.

Wird schon seine Richtigkeit haben, wenn das Teil so öffentlich herumsteht und auch noch Namen und Adressen von weiteren Fallenstellern aufweist . Zumindest ist es eine Lebend-Falle, was den Bieber vermutlich vor einem Schicksal als Salami bewahren wird.

Die üblichen Bilder von schreckhaften Fluchttieren und reiselustigen Zugvögeln.

Sesshafte Rindviecher und wandergeschulte Schafe.

Aufgescheuchte Kibizkolonien und schnatterhafte Grauganshorden,

die sich jederzeit kitschig in Szene zu setzen vermögen.

Herbst eben. Golden.

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Buggenhofen

Wieder erst gegen Mittag scheint sich die Sonne allmählich durchsetzen zu können. Für uns der Startschuss, die Fahrräder zu satteln.

Auf dem Donau-Stauwehr in Höchstädt ergibt sich die erste Gelegenheit für ein paar Fotos:

Donau Richtung Westen

Eine Schleuse gibt’s, allerdings etwas bescheidener als die 300 km entfernte bei Jochenstein.

In Höchstädt ist man jedoch stolz auf brütende Bachstelzen. Gibt man sich einen grünen Touch auf dem einst äußerst umstrittenen Bauwerk, das damals vielen Vögeln die Brutstätten raubte?

Unterhalb der Donaubrücke stoßen wir auf ein zukunftsorientiertes Projekt:

Wir hoffen und wünschen, dass der fehlende Buchstabe dem Glück nicht im Wege stehen möge!

Jetzt testen wir eine Strecke, die nicht wirklich als Radweg ausgewiesen ist, um nach Blindheim zu gelangen. Anfangs alphaltiert, bald Schotterweg, dann Wald- und Wiesen-Trail. Am Ende Sackgasse. Macht nix, wir wenden und finden den Weg, den auch das Bäuerlein nehmen muss, wenn es die Doauauen bei Blindheim mähen muss.

Jetzt ist mit auch klar, was der Smiley bedeutet, der mir schon in Höchstädt aufgefallen war. Wir hätten uns „geführt“ bewegen können. Egal, auf unserer Holterdiepolter-Strecke hatten wir vermutlich mehr Bewegung, als auf der „BewegDiChallenge“ für führungsbedürftige Schwaben.

Über dem Aussichtsturm bei Blindheim erheben sich gerade zwei Milane.

Vom Turm aus gelingt es Oma-Liese, einen Frosch zu orten, der im Schilftümpel in provozierenden Abständen herausfordernd quakt.

In Gremheim wird eine Herde Schafe über die Straße getrieben.

Zwei pflichtbewusste Hunde treiben das Geschehen voran und halten die Herde zuverlässig zusammen. Um Lob und neue Befehle zu erhalten, nimmt der Leithund immer wieder fragenden Blickkontakt zu seinem Schäfer auf. Ein absolut eingespieltes Team.

Ein schwarzes Schaf ist gut für die Quote.

Die Herde ist riesig. 300 Tiere umfasst sie sicherlich, 500 können es auch sein, aber Oma-Liese möchte nicht übertreiben.

Intelligente Schafe lesen ihre Aufgabe an speziell für sie angebrachten Schildern ab.

Ein kleiner Stau löst sich nach kurzer Wartezeit wieder auf. Schafsgeduld und Hundehörigkeit helfen in solche Fällen.

Ein Blick von der Donaubrücke gibt Aufschluss über das Ziel der Herde.

Die drei Leittiere können den Schauplatz vorübergehend verlassen. Oma-Liese wird vom Alpha-Tier registriert.

Wir setzen unsere Fahrt über die Schwaighöfe fort, während auf den Feldern die Maishäcksler den Ton und den Takt angeben.

Kapelle bei der Ludwigschwaige, der schon ein eigener Blogbeitrag gewidmet ist, aber trotzdem nochmal fotografiert werden möchte.

Vorbei an der Bäldleschwaige, durch Erlingshofen setzen wir die Tour fort und entdecken in Brachstadt einen exotischen Hagestolz:

In Ermangelung seines Schwanzgefieders verzichtet er auf das Schlagen eines Rades, stellt sich aber sein schauspielerisches Talent in einer bescheidenen, für uns improvisierten Schattenspiel-Darbietung zur Schau:

Wir sind begeistert und steuern unsere Fahrräder weiter Richtung Buggenhofen.

Über die Baumwipfel spitzt der Kirchturm von Buggenhofen hervor, links ist das Schlösschen von Bissingen zu sehen.

Am Hang wartet wieder eine der hölzernen Denzel-Kapellen – auch sie wurde schon im Blog gewürdigt. Wir nehmen trotzdem die Herausforderung der kleinen Steigung an, weil einfach jede der sieben Kapellen etwas besonderes ist.

Von hier aus ist der Blick frei auf die Wallfahrtskirche von Buggenhofen:

Ein Tipi macht auf sich aufmerksam. Beim Heranzoomen wird klar, dass es dort oben einen recht passablen Spielplatz zu geben scheint.

Stillnau. Kann man auch mal hinfahren. Ziele in unserer katholisch geprägten Gegend sind sozusagen gottgegeben meist Kirchen oder Kapellen.

Nach 37,3 Kilometern angekommen in Buggenhofen, vorbei an zahlreichen Wallfahrerparkplätzen steht mitten im kleinen Dorf die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt.

Oma-Liese war in ihrer Kindheit bereits zweimal als Wallfahrerin hier und hat beeindruckende Erinnerungen an die melodischen Mariengesänge, die von wallfahrtserfahrenen Menschenmassen voller Inbrunst auswendig geleiert worden waren.

Die Kirche hatte damals für fantasiebegabte Kinderaugen reichlich Ablenkung und Kurzweil zu bieten.

Ich bin neugierig nach Jahrzehnten…

Derlei Darstellungen haben meine Fantasie damals wohl angeregt.

Mein Lieblings-Putto:

Votivtafeln

Dann Uhrenvergleich:

Für die Rückfahrt wählen wir die direkte Route aus und kommen am Ende auf 65 sonnenverwöhnte Kilometer am zweiten Tag des goldenen Oktober. So muss das!

 31 Besucher

Benediktiner-Abtei Neresheim

Blauer Himmel, Sonnenschein: Mittags machen wir uns mit den Fahrrädern auf den Weg nach Neresheim.

Bei Wittislingen starrt ein Silberreiher sehnsüchtig in die Ferne. Was er wohl im Auge hat?

Hier kommt die Lösung:

Ein Graureiher hat es ihm angetan und die Zuneigung beruht offenbar auf Gegenseitigkeit.

Eine kurze Strecke des Radwegs zwischen Wittislingen und Ziertheim ist nicht asphaltiert:

Baumbesetzer: Kormorane

Ritter Rost marschiert durch Ziertheim.

Unser Radweg führt auf dem ehemaligen Gleisbett der Härtsfeldbahn lang.

Ein nagelneuer Rastplatz ist hier entstanden und bietet Informationen über die alte Bahn:

Dattenhausen
Ziertheim
Ballmertshofen
Schloss Taxis bei Dischingen
Benediktiner-Abtei Neresheim

Wer’s lesen möchte, öffnet die Bilder in einem neuen Tab.

Er ist nur auf Urlaub hier, oder?

Hoffentlich ist der Heizer des Lesen mächtig!

Gerade Schienen,

Kurven.

Christo war wohl hier?

Noch viel Arbeit für die Liebhaber der Härtsfeldbahn!

Nach Besichtigung der Bahnanlage schieben wir die Räder hoch zur Abteikirche

und werden beäugt!

Sind sie nicht immer wieder schön?

Baumstammkunst geht immer!

Auf einem willkommenen Bänkchen stärken und erfrischen wir uns erst mal an Trauben aus eigener Ernte:

Geschafft, wir schieben die Räder durchs Hoftor und stehen direkt vor der prächtigen Kirche, die Balthasar Naumann erbaut hat.

Wer mehr wissen will kann selbst hinfahren und sicherlich auch im www Informationen finden. Bei mir gibt’s an dieser Stelle nur Fotos:

Eine Nachlässigkeit

Riesige Deckengemälde in Perfektion gemalt von Martin Knoller. Ob er mit dem Blitz auch zufrieden war?

Landwirtschaftliche Gebäude

Einen Verbandskasten gibt’s auch. Sehr beruhigend.

Dennoch sollte sich besser niemand verletzten, denn das Schränkchen ist leider schon geplündert

In den Innenhof der Landwirtschaft dürfen wir nicht.

Am Ende des Hofes lauert ein modernes Ungetüm. Alles klar, die Mönche setzen auf neueste Technik.

Justitia wacht über den Brunnen.

Sechs Mönche leben noch in der Abtei, wie Oma-Liese im kleinen Klosterladen vom jüngsten der Brüder erfahren konnte. 28 Jahre alt sei er gab er bereitwillig an, der älteste sei 91, die anderen 50, 60 und zwei in den Siebzigern. Platz genug dürften die Sechs ja wohl haben in dem Häuschen da oben auf dem Hügel.

Den Rückweg nutzt Oma-Liese, den Inhalt der kleinen Schaukästen zu erkunden, die ihr schon auf dem Hinweg aufgefallen waren.

Ah! Liedgut! Nette Idee.

Manche Liedchen biegen sich vor Lachen über die Sangeskünste der Wandersleut‘.

Schatten liegt inzwischen über dem Egautal. Zeit für die Ziegen, die Bäume abzuernten.

Hinter der Kapelle führt der Radweg entlang. Oma-Liese hat sie trotzdem entdeckt:

Eine Plexiglasscheibe verhindert guten Einblick. Drei Löcher im Schmiedeeisen sind ausreichend, um das wichtigste sehen zu können.

Am 3. Oktober wird die historische Bahn noch einmal fahren und dann erst wieder am Nikolaustag im Dezember.

Burg Katzenstein
Härtsfeldsee

Bekannte Wolke ist in der Gegend überall zu sehen. Nicht mehr lange: drei Monate noch…

Ab hier gibt es keine neuen Motive mehr. Beinahe schon langweilig!

54,42 Kilometer waren’s heute. Hat sich gelohnt!

 23 Besucher