Zurück aus UK

3600 Kilometer insgesamt, die Hälfte davon auf englischem Boden, der Rest war An- und Rückreise. Trotz Warnleuchte fahren wir die 540 Kilomater bis nach Hause in gemütlichem Reisetempo ohne das Mötörchen unnötig zu reizen. Hat ein Stündchen länger gedauert als normalerweise auf freien Straßen, aber bei Stau braucht man oft noch länger.

Wir werden auch noch ein viertes Mal dieses wunderbare Land mit seinen herzlichen Menschen besuchen.

 22 Besucher

Essen

In Essen ist ein Tisch beim Lieblingsitaliener bestellt und der Campingplatz ist auch schon klar. Die Oma freut sich auf Tagliatelle aus dem Parmesanlaib, der Opa hat sich noch nicht festgelegt.

Während der Fahrt dorthin leuchtet ein uns bekanntes Warnsignal auf. Noch knapp 200 Kilometer bis Essen und bis zur Fiat-Werkstätte, bei der sich der Opa in seiner Muttersprache verständigen kann. Die Nerven? Liegen nur noch kurzfristig blank, sind bereits abgehärtet. Kühlen Kopf bewahren. Gemütliche Fahrt, keine ungewöhnlichen Geräusche, kein Leistungsabfall, die Klimaanlage bleibt abgeschaltet, gelüftet wird durch Fenster, kaum Stau, keine Steigungen, keine große Anstrengung für den Motor, Farbe der Warnleuchte beobachten. Ankunft an der Werkstatt: Geschafft! Auskunft der Werkstatt: Heute kein Betreib mehr. Montag wiederkommen!

Wir fahren zum Campingplatz und freuen uns auf unseren Italiener! Den, der kochen kann!

Etwas Zeit für eine Spaziergang zum Baldeneysee haben wir noch.

Wir hätten gar nicht nach Oxford fahren müssen!

Oma-Lieses Urgroßvater hatte eine Kunstschmiede. Die Kunstepoche könnte passen. Wer weiß…

Beim Italiener war’s jedenfalls köstlich! Ein herrlicher Salatteller für zwei und dann eine ausgezeichnete Pizza für den Opa und die Oma-Liese hat ihre Tagliatelle aus dem Parmesanlaib bekommen. Diesmal Taglierini mit viiiiiieeeeelen hauchdünnen Trüffelscheibchen. Hmmmmm!!!

 19 Besucher

Zurück in Dünkirchen

Von den Wellen haben wir uns zurück schwappen lassen aufs europäische Festland.

Am Abend setzen wir uns noch an die Ufer-Promenade und lassen zufrieden einen unfassbar reichen Urlaub Revue passieren.

 21 Besucher

Seven Oaks – Knole House

300 Kilometer Rückreise bis Seven Oaks stehen bevor, um dort Knole House einen Besuch abzustatten.

Knole House wurde im frühen 17. Jhdt. im damaligen Jakobinischen Stil erbaut und zeichnet sich dadurch aus, dass alles im Landsitz aus der Zeit stammt, sich also nicht im Laufe der Jahrhunderte ein bunter Mix mehr oder weniger zusammen passender Gegenstände angesammelt hat und sich niemand traut, überflüssige Teile auszusortieren.

Einer dieser einsam gelegenen, romantischen, typisch englischen Landsitze.

Aber bitte nicht täuschen lassen! Hinter dem vertrockneten Rasen lauert die bittere, blecherne Realität:

… und weil‘s so gut dazu passt, hat der Opa unseren Landsitz gleich mal dazu gestellt und zwar deutlich sichtbar in den Vordergrund.

Hat sich die Oma-Liese jetzt ins Deer-Gehege verlaufen oder ist das Kitz ausgebüxt? Und ist das nicht ein sehr groß geratenes Kitz? Etwa ein junger Hirsch? Mit einer besorgten Hirschkuh im Schlepptau? Ganz ruhig, Oma-Liese, ganz ruhig. Jetzt erst mal ein paar Fotos schießen, solange es noch geht…

Ja, komm nur gleich mal zur Oma…

Oh, another one!

Mehrere Väter gibt es auch dazu, und obendrein noch in allerlei bunten Farben. Nice, to see you! Enjoy your afternoon!

Wie gewohnt gibt es auch hier zuverlässig einen Wärter, der jederzeit gerne bereit ist, Fragen zu beantworten:

Wir sind bereit für Knole House.

Das Fähnchen hängt leider etwas lustlos im müden Windchen herum. Oma-Liese wartet und wartet… bis endlich genug Energie dem Tüchlein seine volle Schönheit entlocken kann:

Man lüftet in Knole House.

Eine überaus bemühte (Eintritts)-Kartenleserin empfiehlt uns innigst, zuerst den Turm zu besuchen, bevor wir den Herrensitz betreten. Dann fügt sie mit dem Bleistift zwei Striche hinzu auf ihrem College-Block in ihrem 5-er-Strich Zählsystem. Als der Opa vor Betreten des Turmes noch gewisses erledigt hatte, lässt sie sich abermals die Eintrittsberechtigung zeigen und fügt zum wiederholten mal zwei Striche hinzu. Ihr persönlicher Beitrag zu einer guten Besucherauslastung.

Der letzte Nachkomme der Familie hat zu seinen Lebzeiten wohl beschlosssen, sich von all dem ahnenbelasteten Mobiliar zu distanzieren und in den Turm zu ziehen: Eine Etage, ein Raum, zwei Etagen gibt‘s.

Bis auf‘s Dach dürfen wir, wo wir einen Blick auf die Uhr werfen:

Das Fähnchen hält sich wacker…

Beim Abstieg über die Wendeltreppe stößt der Oma auf, dass sie keinen Eintritt zu dem Raum bekommen wird, der sie am meisten interessieren würde.

Jetzt ins Hauptgebäude. Opas umbrella muss draußen abgestellt werden.

Soso!

Original aus der Zeit?

Schaltzentrale

Jetzt ein kleiner unumgänglicher Umweg:

Chinesisches Porzellan, 300 Jahre alt, alarmgesichert.

Wieder einer dieser völlig überdimensionierten Angeber-Billardtische, wo man Armverlängerungen benötigt, um die Kugeln zu erreichen.

Eine Krone? Wer hat hier je eine Krone gebraucht?

Teil zwei der Brown Gallery darf jetzt besichtigt werden:

Gewiss, auch von diesem Bett habe ich ein Foto. Welche Bewandtnis hat es jedoch mit der Sanduhr?

Hat der Plagiateur aus dem Gedächtnis gemalt oder hat er bewusst spiegelverkehrt abgekupfert?

Raphael hätte niemals seinen Ruhm erlangt, hätte er so schlecht gemalt wie sein englischer „Kopierer“.

Diesmal alles hinter Glas. Nie benutzt vom King, denn der ist nie im Landsitz der Sackvilles aufgetaucht. Vielleicht war die Krone für den König gedacht? Zum “Wäschewechseln“ so zu sagen?

In den ehemaligen Stallungen nehmen wir den 4 o‘clock-Tea:

??? – Klar, hätte es natürlich auch gegeben, aber wir wollen heute mal etwas völlig Verrücktes wagen und anderes Gebäck kosten.

Ein heftiger englischer Landregen hat inzwischen unser Herrenhaus gründlich abgeduscht. Das Fähnchen gleicht jetzt eher einem nassen Handtuch.

Den Park lassen wir heute links liegen, obwohl dort die Beatles Videos zu ihren berühmten Liedern „Strawberry Fields Forever“ und „Penny Lane“ gedreht haben, eines der ersten Musikvideos überhaupt.

In Seven Oaks betreibt der Spezialist für Schuluniformen einen kleinen, aber feinen Shop. Die aktuelle Schulmode für das Schuljahr 2022/23:

Im Nachgang stößt der Opa bei Recherchearbeit auf Ungereimtheiten: Vita hieß die eigentlich bedeutsame Schriftstellerin in der Familie. Diese hatte sich aber wohl von der Familie distanziert, nachdem sie als Frau nicht als Erbin in Frage gekommen war. Außerdem soll sie mit Virginia Woolf liiert gewesen sein. Hat man uns diese Kleinigkeiten einfach vorenthalten oder hätten wir die Beschreibungen genauer studieren sollen?

 31 Besucher

Lynton Lynmouth und Dunster Castle

Eine Fahrt mit der weltweit längsten und steilsten wasserbetriebenen Bahn wagen wir heute. Von Lynton hinunter nach Lynmouth lassen wir uns transportieren. 56% Steigung bewältigt die kleine Bahn dabei und mit uns können noch 23 weitere Passagiere zusteigen. Damit die Fahrt mit der Funicular-Bahn für jeden Fahrgast ein Vergnügen werden kann, lässt der Zugführer jeweils nur ca. 18 Personen an Bord.

Auf halber Strecke treffen sich beide Waggons.

Das einstige Fischerdorf Lynmouth liegt direkt am Meer. Heute finden wir dort nur die gewohnten Touristenshops mit dem üblichen Fast Food und Strandzubehör.

Weil die Fahrt herunter so prima geklappt hat, stellen wir uns auch schon gleich wieder in die Warteschlange für die Rückfahrt, statt die Treppe zu nehmen.

Bei Ankunft in der Talstation lässt der Zugführer zum Bremsen Wasser ab. Wenn die Kabine steht, wird wieder Wasser eingefüllt, bis die untere Kabine schwerer ist, als die oben am Berg. Zum Losfahren wird wieder von dem unteren Wagen gerade so viel Wasser abgelassen, bis dieser leichter ist als der obere. Gesteuert wird die Fahrt also immer von der jeweils unteren Kabine.

Steuerrad zum Öffnen und Schließen des Wasserventils.

Wir fahren über verflixt enge Straßen weiter nach Dunster Castle. Wiedermal erreichen wir das Anwesen kurz vor Schließung der Tore. Keine schlechte Taktik, denn ab 04:00 p.m. ist fast nichts mehr los, was das Fotografieren einfacher macht.

Die beiden Schilder stehen auf unserer Tour vor jeder Sehenswürdigkeit herum.

So hat er also ausgesehen, der berüchtigte Oliver Cromwell.

In allen Räumen sind natürlich Aufseher vor Ort, aber nicht wie bei uns in Deutschland, um die Ausstellungsstücke vor den Besuchern zu verteidigen, sondern um bereitwillig Auskunft zu geben. Jederzeit kann sich bei den „Volunteers“ Informationen einholen. Wer nicht freiwillig das Wissen der Wärter abruft, dem werden vornehm zurückhaltend ein paar interessante Fakten als erster Köder angeboten…

Ein Trendsetter was modische Extravaganz anbelangt. Die Stiefelchen könnten der Oma-Liese auch gefallen.

Wo soll‘s denn hingehen?

Ah!

An etlichen Stellen im Haus zu finden.

L

Falls der Opa sich doch einmal entschließen sollte, einen Billardtisch zu kaufen…

L

Verhörraum der örtlichen Police.

Kann man erkennen.

Den auch, und dann geht‘s hinaus in die Gärten.

Da sind wir richtig, denn die Mühle suchen wir.

Zwei Mühlräder gleich! Leider stehen heute schon beide still. Wären wir mal früher gekommen 😉

Im kleinen Millshop wird gerade noch das zuletzt gemahlene Mehl eingetütet.

Von der Mühle aus gelangen wir direkt in die kleine Ortschaft,

wo der Kirchturm jetzt, pünktlich um 05:00 p.m. mit seinem Glockenspiel eine fröhliche Melodie zum Besten gibt. Und weil‘s so hübsch klingt, spielt er gleich mehrere Strophen.

In Blue Anchor stellen wir das Womo für die Nacht auf. Momentan regnet es nicht und wir machen uns gleich auf die Beine zum Smugglers Inn. Dort werden wir Opas runden Geburtstag mit Ale begießen und sicherlich auch ein gutes Essen dazu bekommen.

Blond Ale. Cheers! Happy birthday!

Glück gehabt, lieber Küchenchef, dass Oma-Liese den Lachs zu guter Letzt doch noch aufgespürt hat!

 34 Besucher

Hartland Abbey und Küste

Gestern war nach zwei-jähriger Zwangspause Carnival und der wurde ausgiebig gefeiert!

Von Mitte Juni bis Mitte Juli war die frühere Abbey und heutige Schlösschen aus privaten Gründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Vielleicht wegen Dreharbeiten, die hier für diverse Verfilmungen immer mal wieder stattfinden oder es könnte auch sein, dass William und Kate auf dem Anwesen ein paar ruhige Tage verbracht haben.

Empfangen wird man hier von zwei Pfauen.

Rocket House

St. Nectans, Kirche von Stoke

Die Rückansicht der Abbey. Das Foto muss eingetütet werden, bevor die gesamte Grünfläche mit PKWs zugeparkt ist.

Sheep

Summerhouse

Gazebo

Schnecken

Blackpool Mill, dient auch oft als Filmkulisse für Schmachtfetzen.

Kann für einen romantischen Urlaub gemietet werden!

Ein Wasserfall ist auch in der Nähe,

die Geologie ist beachtlich,

und liegt in einem grünen Tal, 100 m von der Klippe entfernt. Mieten!

Wir wandern Klippen hinauf und hinunter in der prallen Sonne…

bis wir endlich auch noch den angekündigten Leuchtturm erspähen können.

Beinahe wünscht die Oma-Liese einer rastenden Familie: “Have an nice picnic!“, als sie gerade noch gurgeln hört: “Hasch des guat zu gmacht?“. Es war gar kein picnic, es war ein Veschbr. Also nochr: “An Guada!“

Mit bloßem Auge hält die Oma das ferne Gipfelkreuz auf dem Felsen im Meer für einen Wegweiser für den Public Footpath, stattdessen stellt sich heraus, dass der Kormoran seine Flügel trocknen muss. Irrungen und Wirrungen…

Die Wolken sowie die bereits gekauften Eintrittskarten für die Abbey und den Garten rufen zu etwas erhöhtem Tempo auf.

Da drüben am Rande der kuscheligen, grünen Decke, die sich über die Landschaft schmiegt, hat die Oma gerade noch die Sonnenblume abgelichtet.

Wären da nicht diese nervigen Camper, könnte das ein Motiv sein. Nein, das ist nicht unser Campingplatz, unserer ist gut versteckt 😉

Im Innenhof der Abbey gibt‘s natürlich:

Pfauenskulptur im Häuschen.

Wir sind um 04:30 p.m. die letzten Besucher, die eingelassen werden. Wie nicht anders zu erwarten war, darf im Inneren des Herrensitzes mal wieder nicht fotografiert werden.

Ziemlich vollgestellt, die Hütte mit einer Ansammlung von Porzellan, Skulpturen, Gemälden, Zeitungsaussschnitten…

Was will der Pfau uns sagen?

Verstanden. Wir sollen uns verziehen, er ist jetzt bettreif.

Wir müssen uns beeilen, die Shrubbery zu durchirren, denn der Obst und Gemüsegarten schließt auch bald!

Jetzt endlich die Vorderansicht der Abbey:

Im Gemüsegarten eine winzig kleine Sonnenuhr.

Das Haus gehört nicht zum Anwesen, sticht aber dennoch ins Auge.

Schöner Ort, an dem wir zwei Nächte verbringen.

Er hat heute noch etwas vor, so zielstrebig, wie er vor uns her marschiert.

Morgen gibt‘s Regen.

 26 Besucher

Tintagel

der erste Weg führt uns heute früh zu den Donkeys. Es gibt nämlich hier in Salcombe Regis eine Auffangstation für Eselchen mit schwieriger Vergangenheit.

Noch nicht viel los auf der Eselstation, aber der Parkplatzgröße nach zu urteilen, geht’s hier heute noch so richtig ab…

Tintagel wartet!
2019 waren wir schon einmal hier. Leider konnten wir damals die Burg nicht besuchen, weil die Brücke noch nicht fertig war und der alte Weg damals nicht mehr zugänglich war. Wir waren einfach drei Tage zu früh. Heute versuchen wir es erneut.

Oma-Liese versucht verzweifelt, am Blog zu arbeiten. Hier in Hartland haben wir kein vernünftiges Netz und die Oma ist auf das Handy angewiesen. Kein guter Überblick 🙁

Heute gibt‘s nur noch die Fotos, getextet wird bei besserem Empfang 😉

Was für eine Ansammlung an Grundmauern von Burgen aus vielen Jahrhunderten! Inzwischen wird vermutet, dass das erste Gebäude zwischen dem 5. und 8. Jhdt. erbaut worden sein soll. Im 12. Jhdt. kam die Artus-Legende auf, die den Ort als Artus Geburtsort beschreibt, was wiederum den Duke von Cornwall bewogen hatte, eine neue Burg an diesem Platz zu errichten. Ab 1400 wurde die Anlage als Gefängnis genutzt, im 17. Jhdt. wurde die Burg dann endgültig aufgeben.

Artus natürlich

Die Scones zerbröseln hier genau so beim Durchschneiden und Bestreichen mit Clotted Cream, wie man das von perfekten Cornwall-Scones eben erwarten darf!

 22 Besucher

Lyme Regis

… der Ort an der Jurassic Coast, in dem die 12 jährige Mary Anning im Jahr 1811 das komplette Skelett eines Sauriers entdeckt hat.

170 Kilometer legen wir heute zurück, um den Dauerstau auf der M 27, den der Opa seit zwei Tagen auf seinem Smartphone mit Argwohn beobachtet, zu umfahren. Das Nomansland und Deadman’s Hill durchqueren wir, an freilaufenden Pferden und Rindern schleichen wir in der Heidelandschaft vorbei, kürzlich in Flammen gestandene Wacholderbüsche passieren wir, bis wir nach 2,5 Stunden in Lyme Regis ankommen.

Golden Cup und Thomcombe Bacon heißen die beiden Erhebungen in der Bildmitte.

Von unserem Parkplatz aus ist es nicht weit zu den 114 (ziemlich hohen) Stufen hinunter zum Fußweg oberhalb des Meeres, der uns nach ca. 1 km an den Strand von Lyme Regis führen wird.

Mary Anning. 1811!

Zunächst mal durch den Ort bummeln, Eindrücke sammeln.

Oma-Liese kann sich nicht entscheiden und hat vier Variationen anzubieten:

Das zweite Foto vielleicht?

Jane Austen was here. In welcher Stadt eigentlich nicht?

Einen guten Überblick haben wir von hier oben aus.

Wer da im Park am Hang weiter oben neben dem Müllcontainer steht? Wissen wir nicht. Werden wir vermutlich heute auch nicht mehr ergründen.

Uns zieht’s in die bunte Mole:

„The Cobb“ heißt die Mole und da ist irgendetwas im Gange…

Unterwegs noch ein paar Schnappschüsse:

… noch so ein Müllcontainerwächter.

Sieht aus wie eine Ruderregatta!

Erstaunlich lang, so ein Ruder.

Ein Rennen findet heute noch statt: Das Senior-Mixed. Wir stehen ganz vorne auf der Mole direkt an der Startlinie. Wo auch sonst?

Wer dieses Rennen gewonnen hat? Wissen wir nicht. Wir haben auf jeden Fall Eindrücke gewonnen.

Das war also die Veranstaltung draußen auf dem Meer, die übrigens im Rahmen von „Carnival“ stattfindet. Eine ganze Woche lang stehen hier am Ort wohl verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm.

Rapunzel?

In diese Richtung spaziert die Mary in ihrem Denkmal. Da irgendwo muss also der Saurierfundort sein.

Wir erklimmen unsere Klippe jetzt auf den 114 Stufen bei 34°C. Wie heiß soll es eigentlich hier noch werden?

 23 Besucher

Queen Mary 2

Morgens um 02:30 a.m. brechen wir zu einem zwanzigminütigen Nachtmarsch auf. Ziel: Das Ufer zum „Southampton Water“ am Cricket-Ground.

Wir erwarten eine alte Bekannte. Laut Schiffsradar befindet sie sich momentan im Ärmelkanal vor der „Isle of Wight“. Über die Ankunftszeit im Hafen von Southampton finden wir unterschiedliche Angaben. Dass sie unseren Aussichtspunkt passieren muss, steht fest. Um also den Moment nicht zu verpassen, scheint es angeraten, einen reichlich bemessenen Zeitpuffer einzuplanen.

Erst gestern am späten Abend wurde uns bewusst, dass der Vollmond ebenfalls sein Stelldichein geben würde. Der Himmel ist sternenklar, Sternschnuppen huschen vorbei. Herz, was willst du mehr!

Jetzt erst mal ein Probefoto, um die Kulisse und die Kameraeinstellungen zu prüfen:

Passt. Der Mond muss unscharf bleiben, denn Schiffe verkehren ja für gewöhnlich auf Gewässern, also bleibt der Fokus auf dem gleißenden Mondlicht.

Es raschelt hinter unserem Bänkchen:

The Hedgehock! Für unsere Mission habe ich jetzt leider keinen Blitz dabei, aber das Igelchen ist sicher auch ganz froh, nicht geblendet zu werden.

Bald taucht ein junger Mann auf seinem E-Trike auf und setzt sich auf die E-R- Jubelee-Sitzgruppe von 2012. Und zwar mitten auf die Tischplatte, um sich seiner Nikotinsucht zu widmen. Ein gutes Stündchen leistet er uns still Gesellschaft. Auf die QM2 wartet er jedenfalls nicht. Noch bevor diese in der Hafeneinfahrt erscheint, rollt er wieder in die dunkle Nacht.

Ein kleineres Frachtschiff durchquert meine Kulisse: Probefoto.

Noch eine Stunde später: könnte ein U-Boot sein.

Dann endlich manövriert sich die Queen im Zickzackkurs auf der Fahrrinne, in unser Blickfeld. Inzwischen weiß der Opa, dass sich vor der „Isle of Wight“ gleich vier Kreuzfahrtschiffe versammelt haben: Außer unserer Queen, die „Bolette“, die „Enchanted Princess“ und die “Island Princess“.

Die Dämmerung setzt deutlich ein, ein Stativ ist inzwischen nicht mehr nötig. Das geht jetzt aus der Hand.

Der Opa hält die Positionen der Queen und unsere (Fähnchen) fest. Die Zeitangabe stimmt nicht.

Mit 20 Knoten gleitet die morgendliche Parade an uns vorbei, angeführt von der „Queen Mary 2“.

Ob der Plan mit dem Mond noch in Erfüllung gehen wird? Sternschnuppen für optimistische Wünsche waren tatsächlich reichlich unterwegs.

Es wird heller und heller, Frau Luna stand die ganze Nacht nicht besonders hoch aber jetzt nimmt sie deutlich Kurs auf den Horizont. Außerdem sind 20 Knoten nicht gerade tauglich für ein Wettrennen mit einem Erdtrabanten, der schon ein paar Jahre länger sicher seinen Kurs hält als unsere QM2.

Langsam wird‘s knapp!

Auf die Queen ist Verlass! Ein majestätisches Manöver souverän in königlicher Würde absolviert.

Noch ein paar Zugaben:

Den vierten Kreuzer warten wir nicht mehr ab. Opa und Oma müssen jetzt Schlaf nachholen.

Das letzte Foto gebührt der Queen, die um 06:15 a.m. im Hafen von Southampton sicher andocken wird.

Am Nachmittag sehen wir uns noch die Ruine einer Abbey hier vor Ort an, um dann die QM2 an ihrem Liegeplatz in Southampton zu besuchen. So nahe wie in Hamburg werden wir ihr nicht kommen können, aber für ein paar Fotos reicht‘s bestimmt. Die Bolette wird vor ihr liegen, aber auch vor ihr ablegen, sodass die Queen nochmal zu sehen sein wird.

Die Fotos davon gibt‘s aber erst morgen, denn heute will die Oma den Abend ohne Digitalkram genießen und morgen auf der Weiterfahrt wird dann wieder Gelegenheit sein für Blogarbeiten.

Am frühen Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Hafen von Southampton. Die Bushaltestelle erreichen wir über einen kleinen Abstecher zur Ruine “Netley Abbey“.

Danach: Warten auf den Bus.

Am Ende der kleinen Fahrt noch beim Busfahrer bedanken und über ein Stück alter Stadtmauer – mal oben, mal unten – zum Hafen spazieren.

Nur einzelne wenige Bauwerke der Hafenstadt haben die Bombenangriffe der Deutschen im Zweiten Weltkrieg überstanden.

Im Vordergrund liegt die Bolette, dahinter die QM2.

Fähre zur Isle of Wight

Dicke, schwarze Rauchwolke. Keine Aufregung unter den Städtern, keine Feuerwehr zu hören: Offenbar eine alltägliche Rauchsäule.

Auf das Ablegemanöver der Queen haben wir es abgesehen.

Erst muss die Bolette (Omas Sprech: „Bulette“, die Briten sprechen vornehmer: „Boletti“) weg, damit die Queen genügend Platz zum Ablegen hat.

Ist recht zügig von statten gegangen.

Da fährt sie hin, die Bulette.

Das junge Gefügel muss weichen, wenn ein Erwachsener angeflogen kommt.

Was macht die Queen?

sie stößt dunklen Rauch aus, die Motoren werden hochgefahren. und dann dauert‘s erst mal…

Die Hafengebäude erstrahlen in der Abendsonne.

Die QM2 liegt leider genau im Westen.

Warten… In 10 Minuten soll sie planmäßig ablegen.

Von Osten her machen sich drei Lotsenboote auf den Weg.

Es tut sich was! Die Taue werden eingeholt.

Dann wieder lange nichts.

Mit einem dreifachen, kraftvoll dröhnenden Hupen verabschiedet sie sich von Southampton.

Sie bewegt sich!

Allerdings in die falsche Richtung!

In die Mitte des Beckens muss sie wohl zunächst manövrieren, damit beim Wenden mit Bug und Heck genau ein Kreis beschrieben wird.

Dann verharrt sie minutenlang auf der Stelle.

Die beiden warten auch…

Das Manöver ist beinahe vollbracht, als wir leider den Hafen verlassen müssen, um den Bus noch zu erwischen. Jetzt kommt das wunderbare Schiff auch ohne uns zurecht und kann aus dem Hafen ausfahren.

Die Uhr sollte sich mal ein Fachmann vornehmen. Es ist bereits 07:30 p.m.

Gerade, als die Oma-Liese den Anker an der Bushaltestelle ins Bild sortiert, ertönt noch einmal das Signalhorn der Queen Mary.

Jetzt nimmt sie ein Stück weit denselben Weg, den die Titanic damals auch schon gefahren ist, leider nur ein einziges Mal.

Die Queen Mary 2 macht noch einmal Zwischenstation in Rotterdam, danach in Amsterdam, bevor sie am Freitag in Hamburg zum Hafenfest ihren Auftritt gibt, indem sie vor der Elbphilharmonie drehend ihren tiefen Hupton ertönen lassen wird, womit das Fest eröffnet sein wird.

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Lacock Abbey – Die Kammer des Schreckens

Um 1250 wurde die Abbey als Nonnenkloster erbaut.

Um 1500 erwarb die Familie Talbot das Anwesen. Der Fotograf William Henry Fox Talbot erfand im August 1835 das Fotonegativ, weshalb in der Abbey ein kleines Fotomuseum existiert.

Damit die Oma-Liese fit bleibt, hat man ihr verschiede Aufgaben am Wegesrand installiert.

Das Dörfchen gehört ebenfalls zum „National Trust“. Es liegt gar nicht weit entfernt, da können Opa und Oma-Liese bei 33°C nun auch noch hinüber spazieren.

The Red Lion

Das komplette Dorf zugeparkt mit PKWs. Die Oma-Liese, der Opa und ihre Kamera sind enttäuscht von dem Anblick, sodass sie beschließen, umzukehren und zum nächten Ziel weiterzufahren.

Stourhead Garden

… ist der Urvater aller Englischer Gärten. Wir prüfen:

Grotte

The Cottage

Tempel

Noch ein Tempel

Gut, hier gewesen zu sein! Sogar bei hochsommerlichen Temperaturen findet man in dem weitläufigen Gelände schattige Wege. Von Einwohnern der Umgebung wird der Park offenbar gerne als Picknick- und Erholungsoase genutzt.

Schon 3:30 p.m. – Zeit, für

Danach reisen wir nach Southampton weiter.

Der Campingplatz liegt etwas außerhalb. Heute spazieren wir nur noch zur Hafeneinfahrt. Vielleicht gibt‘s ja noch was zu sehen.

Der abendliche Fußmarsch lohnt sich auch schon. Ein Sonnenuntergang lädt zum Foto ein.

Auf dem Rückweg finden wir noch ein Passiflora…

und:

Foxes!

Die drei neugierigen Tiere versperren uns den Zugang zur Fußgängerbrücke über die Bahngleise. Drei Jungtiere, nehme ich mal an. Sie lassen sich von der Oma nach dem kurzen shooting bereitwillig vertreiben. Beim Vorbeigehen am Gebüsch hören wir sie noch rascheln.

Kaum will die Oma mit der Blog-Arbeit beginnen, erhebt sich hinter der Hecke das letzte Motiv für heute:

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