Chartres

Ca. 20 Minuten wandern wir vom Campingplatz in die Altstadt von Chartres entlang der l’Eure und sammeln schon mal ein paar Eindrücke.

Ein Taubenschlag?

In Chartres wurde die Rezeptur für dieses einzigartige Blau entwickelt, das die Welt ebenfalls gerne verwendet hätte, das aber weltweit nie so gemischt werden konnte, wie es in Chartres gelungen ist. Ohne Kobalt aus dem Erzgebirge wäre das Blau nie entstanden.

In der Eglise Saint Pierre kam es wohl an den Fenstern zum Einsatz, nachdem das Blau die Fenster der Kathedrale Notre Dame veredelt hatten. Noch heute strahlt das Blau so blau wie kein anderes in den Fenstern, soweit sie nach einigen Bränden in Saint Pierre noch erhalten sind.

Das komplette Gemäuer der Nordseite leidet unter Feuchtigkeit und ist von Moosen und Schimmel geplagt. Die Restauration ist hörbar im Gange.

Oh, was ist passiert?

Orgelschüler spielen sich nacheinander ein. Jüngere und ältere. Schließlich betritt eine Kommision das Kirchenschiff, setzt sich vor den Altarraum mit Blick- und Hörrichtung zur Orgel, um den Klängen zu lauschen und ihr Urteil zu fällen.

Au revoir! Wir ziehen weiter zur Kathedrale.

12:30 Uhr, Sonnenzeit: Wir stehen vor der Mutter aller Kathedralen!

Von der ursprünglichen romanischen Kirche aus dem Jahr 1140 sind der rechte Turm wie auch das Portal übrig. Alles andere ist mit dem Großteil der Stadt 1192 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen. Der Turm ist der höchste noch erhaltene romanische Turm der Welt.

Die Bürger bauten daraufhin in Gemeinschaftsleistung den linken, gotischen Turm und alles andere, so wie es noch heute da steht, in nur 30 Jahren auf.

Vielleicht der Baumeister?

Es gibt noch viele, viele, viiieeeele Fotos aber Oma-Liese macht für heute Schluss. Besseres Internet würde die Sache deutlich erleichtern und der Beitrag könnte heute noch abgeschlossen werden… Deutschland, Italien, Frankreich – alle leiden unter den gleichen Mängeln.

14. Juni, 10:00 Uhr, wieder on Tour, weiter geht‘s:

Achtung, jetzt gibt‘s Gemeißeltes und Glasgemaltes in Massen!

Blogfollower wissen, Bilder in Galerien können zum Vergrößern geöffnet werden 😉

Hm, ich glaube, da fehlt jetzt was… Wie konnte das passieren?

Puuuh! Keine Fenster mehr!

Im Labyrinth soll sich der Teufel verlaufen, sobald er die Kirche betritt. Es besteht aus 273 Steinplatten. Die Anzahl entspricht der der Tage, die ein Mensch benötigt, sich im Mutterleib zu entwickeln. Zufall oder Absicht, das weiß keiner so genau…

Schade, dass wir nicht am Johannistag hier sein können, den dann werden die Stühle entfernt. Aber es gibt zum Glück einen Andenkenshop:

Südportal
Nordportal

Sehr beeindruckend, die Kathedrale von Chartres.

Wir spazieren noch durch die Altstadt und wieder zurück zu unserem Womo.

Museum der schönen Künste

Ja, tatsächlich ein Taubenschlag.

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Vaux le Vicomte und Fontainebleau

Nach den Autobahnerfahrungen der vergangenen Etappe steuert der Opa das Womo diesmal über Landstraßen. Diesmal sind es 130 km, auf denen wir vermutlich die Kornkammer Frankreichs durchqueren. Nur Weizen, Gerste, hin und wieder ein Sonnenblumenfeld oder Raps und Rübe. Hier wächst also das Baguette und ein wenig Zucker für die bunten Macarons. Endlose Hektar gleichartiger Feldfrüchte sind jetzt auch nicht die erhoffte Abwechslung für die Reise. Naja…

Unerwartet macht eine schnurgerade Baumreihe mitten im eintönigen Ackerbau auf sich aufmerksam: Die Allee zum Schlösschen vom Vicomte!

Wir sind auf der Zielgeraden! Der Opa steuert ein schattiges Parkplätzchen an und schon stehen wir vor einer plappernden französischen Mademoiselle, die uns zu erklären versucht, dass reine Gartenbesichtigungen im Sommer nicht möglich seien und wir den vollen Preis zahlen müssten, der auch automatisch das Schlösschen beinhaltet. Wir sind längst überredet und der Opa wirft zahlungsbereit den Fuffi auf den Tresen, was das gut gelaunte Plappermäulchen jedoch nicht davon abbringen kann, ihr einstudiertes Repertoire auszubrabbeln.

Dann dürfen wir in den Garten:

Jetzt wo wir aber schon mal dafür bezahlt haben, inspizieren wir zunächst den Fuhrpark:

Eine reiche Sammlung an Sätteln, Trensen, Halftern und anderem Pferdefoltermaterial ist ausgestellt, das Oma-Liese nicht ablichtet.

Nur ein Paar wunderbar bequemer Stiefelchen für den Postillion scheint erhalten zu sein, während von allen übrigen Dingen eine reichhaltige Auswahl existiert.

Zum Fuhrpark gehört natürlich auch ein Landauer:

Geschafft! Zeit für den Garten:

Der Gärtner, der damals für den Finanzmister unter Louis XIV den Jardin geplant und angelegt hat.
Das Schloss,

… das sich der Finanzminster geleistet hatte und damit bei der Eröffnungsparty den Zorn seines Lois‘ auf sich gezogen hat, woraufhin ihn der gleich mal für den Rest seine Lebens im königlichen Gefängnis einquartierte. Das Schloss war wohl der Stein des Anstoßes, weil es den Neid von Lois erregt hatte und außerdem der Roi beim Einweihungsevent nicht im Mittelpunkt des Geschehens stehen konnte.

Die Bilder sprechen ein deutliche Sprache, Oma-Liese wird sich bemühen, den Anweisungen Folge zu leisten.

Wer hat die drei goldenen Pfeile durch die Windfahne geschossen?

… und was hat es mit dem dicken Ei auf sich?

Alles klar, wir werden das Wasser nicht berühren.

Auf einer Erhebung gegenüber dem Schloss am Ende des Parks steht eine güldene Figur?

Ein kleiner Spaß zur Abwechslung: Der ausgesägte Umriss des Schlösschens in einer Metallplatte.
Die Herausforderung: Umriss und Schloss genau ineinander passend zu fokussieren. Oma-Liese ist mit ihrem Ergebnis recht zufrieden.

Jetzt aber hoch zum goldenen Mann!

Ein Herkules also, der sich da so ungeniert von der Sonne bescheinen lässt.

Einen Schöpfer gibt es also auch,

Und der hat sich auch über die Rückseite seines Idols Gedanken gemacht.

Wohin schielt der eigentlich?

Brücke eines Wirtschaftsweges

Wieder ein dickes Ei. Inzwischen schon das vierte. Das fünfte steht auf Sichtweite.

Bei jedem Ei ein Knipser. Vermutlich für jeden Finger des Rallye-Teilnehmers ein anderes Muster zum Durchstechen…
Ein Kunstwerk aus Aluminium, das vorübergehend die ehemaligen Beete ersetzen darf.
Blick vom Schloss
Rennwagen

Auf die Schlossbesichtigung verzichten wir für heute, denn wir wollen noch nachsehen, wie Napoleon gewohnt hat.

Fontainebleau

Es gibt einen englischen Garten, einen französischen Garten und eine Garten von Julie.

Eintritt wird keiner verlangt, scheint wohl vor allem ein patriotisches Ziel für die Franzosen zu sein. Napoleon hat sich von der großen Treppe aus von seinen Anhängern ins Exil verabschiedet.

Die Gärten geben wenig her fürs Foto. Oma-Liese braucht nicht zu fotografieren, keine Auswahl zu treffen, nichts zu bearbeiten.

Es gibt weiße, schwarze und

goldene Fische.

Wir fahren noch bis zum nächsten Zwischenziel und freuen uns auf einen neuen heißen Tag in Frankreich.

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Nancy und Troyes

In Nancy finden wir direkt vor dem Ehrenmal für die gefallen Soldaten Frankreichs einen Parkplatz, der groß genug ist für unser Womo.

Eingeweiht wurde es seinerzeit von Giscard d‘Estaing. Die Kränze davor scheinen frisch niedergelegt zu sein.

Auf Sichtweite steht Drouot mit einem kleinen dicken Kanönchen auf dem Podest und hält Wache über unser Womo, solange wir die Stadt besichtigen.

Basilique St. Epvre
Ehemaliges Herzogschloss, heute Musée Lorraine

Viel gibt es wohl nicht zu besichtigen in Nancy, aber eine Basilka geht immer, denken wir.

Die Hauptportale sind verschlossen. Wir umrunden das Gotteshaus und finden erstmal keine weitere Tür.

Doch schließlich werden wir fündig: die Pforte zur Sakristei steht offen, ein wohlbelaibter Priester mittleren Alters steht in vollem Ornat Zigaretten rauchend an der frischen Luft.

Wir schöpfen Hoffnung und entdecken auch gleich ein weiteres Portal, das ebenfalls geöffnet scheint. Hinter der ersten Tür ein wenig gastfreundlicher Empfang:

und eindeutige Informationen:

und dann noch ein Schild und klare Barrieren für Christen wie uns:

Oma Liese tut was sie kann, um von den zwei Quadratmetern Kirchenboden aus, die uns zur Verfügung stehen, noch ein paar Eindrücke einzufangen. Neugotisch, 100 Jahre alt, trotzdem kein Grund, sich für seine Kirche derart zu schämen, dass man besser niemanden hineinschauen lässt. Der Geistliche, inzwischen in Zivil, rauscht geschwind an uns vorbei, damit auch ja keine Fragen nach Ausnahmen für Besichtigungen aufkommen können. Was hat der Mann wohl zu verbergen? Hat er irgendwo im Gotteshaus eine Schmuddelecke? Ist er vielleicht gar ein Messi? Oder sind ihm lediglich die angehäuften Kirchenschätze peinlich?

Der Fluchtplan weist uns den kürzesten Weg hinaus aus dem Gotteshaus.

Den Place Stanislas steuern wir an und streifen dabei noch schnell Général de Gaulle.

Der gepflegte Park führt direkt zum Place Stanislas, der sich wiederum Weltkulturerbe nennen darf.

Falls jemand dieses traurige Hundchen gesehen hat …

Notre Dame, die Kathedrale von Nancy wäre wohl noch sehenswert und kommt auch schon gleich ins Bild.

Wieder stehen wir von einem verschlossenen Hauptportal, umrunden abermals. Die Straße neben der Kathedrale scheint dem Geruch nach zu urteilen das Pissoire von Nancy zu sein, bei der Hitze (34°C) nur schwer zu ertragen.

Zu unseren Füßen liegt ins Pflaster eingelassen ein Stadtplan von 1611. Der hilft uns jetzt auch nicht weiter auf der Suche nach dem Einlass in die Kirche.

Ganz klein und kaum zu entdecken stoßen wir auf den Hinweis, dass diese Kathedrale ihre Pforten erst um 15:00 Uhr für Besucher öffen wird. In den gut 90 Minuten werden wir aber längst unterwegs nach Troyes sein. Eine Kathedrale weniger, schaaade!

Président Carnot wird hier geehrt

Zurück beim Womo machen wir uns auf die Reise nach Troyes.

Den Bericht und die Fotos dazu gibt‘s aber erst morgen, denn Oma-Liese möchte jetzt noch den schönen Abend auf unserm Stellplatz am See genießen.

Troyes

Für 20 € verbrachten wir eine herrlich ruhige Nacht ein wenig außerhalb der Stadt an einem ehemaligen Kiesweiher. Wer mag, kann Ruder- oder Tretboot fahren, den Motorbootführerschein machen, angeln oder im See schwimmen, in einem Parcours mit Maxi-Kettcars um die Wette fahren, Minigolf spielen, sich über ein mittelgroßes Klettergerüst hangeln, den Spielplatz für die ganz Kleinen erkunden oder einfach im Pool Abkühlung suchen.

Jetzt aber zurück zum späten Nachmittag in Troyes: Wir erreichen die mittelalterliche Stadt nach zweistündiger Fahrt über langweilige Autobahnen. Außer Weideland fürs Milchvieh, irgendwo muss der köstliche Käse ja herkommen, war nicht viel sehenswertes zu entdecken. Auf der Straße nur wenig Verkehr, nicht mal ein Stau zur Abwechslung, rechts und links nur sehr vereinzelt kleine Ortschaften.

Um nicht wieder vor verschlossenen Türen zu stehen, beeilen wir uns zunächst, den Fußweg von knapp 20 Minuten direkt zur Kathedrale ohne große Fotografiererei zu nehmen.

Nur zweimal muss Oma-Liese kurz den Auslöser betätigen:

Fachwerkhäuser – wer weiß, ob es nochmal die Gelegenheit geben würde und

… ein offen stehendes Fenster, in dem kupferne Kesselchen auf Feuerstellen geheimnisvollen Inhalt vor sich hin brodeln lassen. Was hier wohl veredelt wird?

Noch ein paar verwinkelte Gassen und schon ragt die Kathedrale vor uns auf.

Die bescheidene Schatzkammer beherbergt eine kleine Anzahl Reliquien:

Außerhalb, neben der Schatzkammer befindet sich in einer Seitenkapelle ein goldener Altar mit einer kleinen Ausstellung prächtiger Messgewänder. Leider können wir keine zugehörige Beschriftung finden.

Rosette hinter der Orgel
Apsis

Zahlreiche Risse durch ziehen leider das alte Gemäuer. Ob die sich allerdings auf Dauer mit kleinen Pflasterchen zusammenhalten lassen?

Inzwischen ist klar: Fachwerk ist in Troyes reichlich erhalten. Ein wahrer Schatz, jedenfalls, wenn man nicht selbst für die Erhaltung aufzukommen hat.

St. Urbain
Sogar die Kanaldeckel bestehen aus Holz.

In der Katzengasse stützen sich die Giebel der gegenüberstehenden Häuser beinahe gegenseitig ab:

Troyes ist eine Reise wert!

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Lunéville – das Versailles von Lothringen

130 Kilometer Richtung Westen von Straßburg aus liegt Lunéville. Wiedermal ein dem Schloss von Versailles nachempfundenes Anwesen lockt in den Reiseführern vor allem mit seinem Park. Mal sehen.

Wer ist der Reiter mit dem etwas zu groß geratenen Mützchen auf dem Haupte? Aha, Lasalle! Unbestritten, an Dynamik fehlt es dem Reiterstandbild nicht:

nicht von vorne,

und schon gar nicht von hinten.

Der Park spiegelt Weitläufigkeit vor, ist aber in Wahrheit doch sehr begrenzt, was wir an den PKWs ablesen können, die gut erkennbar für das menschliche Auge im Hintergrund zumindest in einer Richtung vorbeirollen.

Dennoch besitzt die Anlage Erholungswert, da kaum eine Menschenseele anzutreffen ist. Zugegeben, eine Grundschulklasse stellt sich im Augenblick unseres Erscheinens der Herausforderung eines Gruppenfotos, was aber derart ruhig und diszipliniert vonstatten geht, dass man sich vor der französischen Lehrkraft nur verneigen kann. Oma-Liese und der Opa erinnern sich an die Schulklassen heute Vormittag im Straßburger Münster, wo die Ruhe in der Erwartung des Uhrenschlages schon genauso auffällig war. Auch danach war im Gotteshaus von ausgelassener Stimmung bei den Kindern nichts wahrzunehmen.

Was machen die Franzosen nur richtig?…

Im Park haben rostige Tiere ihr Areal,

… genauso wie die üblichen Park-Statuetten in weiß.

Beim Blick zurück zum Schlösschen gibt der Wind gerade das Aussehen der Flagge preis:

Außerdem zeigt sich das Häuschen bei der Gelegenheit auch ganz passabel:

Ein Flügel fehlt halt noch…

Wer sich da so anschmachten lässt? Wissen wir nicht. Können wir auch nicht herausfinden.

Ein Theater finden wir noch beim Stadtrundgang

… und eine Kirche: Saint Jacques.

Gegenüber der Kirche: Verfall, wie auch sonst in der gesamten Stadt.

Im hinteren Bereich keine Orgel, sondern

… eine Loge für die Herrschaft, den Herzog von Lothringen, der im Übrigen in seinem Herrschersitz bei einem Brand sein Leben lassen musste.

Kaum eine Menschenseele in der Stadt unterwegs, fast kein Straßenverkehr (außer wenn wir gerade eine Straße überqueren wollen. Denn dann sind immer gleich 5er-Kolonnen unterwegs, die wir passieren lassen müssen. Danach wieder nur wir.) Verlassene Häuser, verlassene Ladengeschäfte, kein Bäcker, kein Metzger, kein Frisör, nur die Schilder aus vergangenen Tagen. Sogar Tattoo-Studios stehen leer. Eine Ausnahme bildet der Notar: Er scheint ein relativ großes Büro zu betreiben und ein Schönheitssalon für die lieben Haustiere scheint auch nach wie vor ganz gut zu florieren.

Saint Nicolas de Port

Im kleinen Vorort von Nancy soll eine besondere Kirche die Sehenswürdigkeit sein. Das Kirchenschiff ist mit einer Höhe von 32 Metern im Inneren das höchste in Frankreich. Wir schauen mal nach.

Der Rathauschef verfügt über eine moderne Sprechanlage für den Fall, er hätte mal Wichtiges zu verkünden. Cyberattacken hat er jedenfalls nicht zu befürchten.

Bleibt nur zu hoffen, dass Familie Storch im Falle des Falles nicht vom Dach gepustet wird.

Die Kirchturmspitzen kommen in Sicht. Schmale Gassen, liebevoll geschmückt verkürzen uns den Weg.

Jeanne d’Arc spielt im Ort wohl eine Rolle.

Kaum Platz für eine ordentliche Prozession scheint man hier übrig gelassen zu haben, so eingepfercht wie St. Nicolas an dieser Stelle erbaut worden war.

Wieder die Freiheitskämpferin.

Auffällig ist die Rechtskurve, die das Gotteshaus macht. Im Foto gar nicht wirklich so gut zu erkennen.

Teilweise noch gut erhaltenen Fenster mit ganz viel Blau und der französischen Lilie.

Die Ablasskasse steht unverschlossen da. Allerdings hat wohl schon mal jemand versucht, sie mit Gewalt wegzutragen, wie man den Rissen im Gestein ansehen kann.

Der Rettungsplan zeigt die Krümmung der Basilika perfekt.

Wer hat sich wohl in der Säule verewigt? Ein Handwerker oder gar ein übermütiger Jugendlicher? Gab’s die denn vor 300 Jahren auch schon?

Erfreuliche Leichtigkeit vermitteln die Seitenaltäre.

St. Nicolas bietet zwei Gebete zur Auswahl an.

Jeanne d’Arc hat sich hier wohl auch schon Unterstützung gesucht.

Für einen Euro soll sich an dieser Tür irgendetwas abspielen. Der Opa kramt im Portemonnaie und wird fündig. Oma-Liese hält die Linse dicht an die Glasscheibe (leider mit Finger- und Stirnfett besudelt) und tatsächlich: der kleine Sichtschutz hebt sich.

Zum Vorschein kommt der Kirchenschatz. Unter anderem ist in dem kleinen Kämmerchen die Reliquie von St. Nicolas ausgestellt.

In der (zum Glück mit zwei Fingern) gen Himmel zeigenden Hand befindet sich das Reliquiar.

Links ist das rechte Ohr vom Opa zu erkennen und im nächsten Bild unten…

Kaum sind die Bilder im Kasten, setzt ein kleiner Mechanismus die Jalousie in Gang und der Blick ist wieder versperrt.

Wir umkreisen die Kirche, wobei der Bogen nochmals sehr deutlich zu erkennen ist. Auf den Fotos kommt die Besonderheit leider nicht zur Geltung.

Das ist also das neue Ersatzkreuz auf dem Turm.

Der zerrupfte Haufen Reisig auf einem Reiter scheint das Werk eines verzweifelten Junggesellen zu sein, der selbst nicht so recht zufrieden mit deiner Arbeit zu sein scheint.

Das kleine Städtchen ist schnell abgelaufen und so kommt Oma-Liese noch zu einem Foto mit der Kirche und derer puren Mächtigkeit, die der Baumeister seinem Werk einst zugedacht hatte.

Auch hier wieder Leerstände und Verfall. Die Blumenpracht an den Brücken zur Stadt erscheinen wie Makulatur in einem unaufhaltsamen Prozess des Untergangs einstiger lebendiger Stadtkultur.

Sogar die Störche wirken etwas verwahrlost, was aber auch den hochsommerlichen Temperaturen von stolzen 33°C gezollt sein mag.

Am späten Nachmittag in Nancy angekommen freuen wir uns über einen gepflegten Campingplatz, wo wir unser Lager mit viiiieeeel Abstand zu den anderen Campern aufschlagen können.

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Straßburg

Oma-Liese trifft um 7:00 morgens Reisevorbereitungen: Frühstücksobst für die nächsten Tage muss geschnitten werden, Tomaten, etliche Basilikumsträucher und so manches andere für zehn mal Abendessen wird im Womo platziert und dann fällt auch noch dies und das für eine angenehme Rückkehr im Eigenheim an. Damit alles leichter von der Hand geht, gibt‘s „Die 27ste Stadt“ von Jonathan Franzen auf die Ohren. Der Opa hat noch bis 11:00 Uhr im Büro zu tun, hat aber das Womo in der Früh schon startklar bereitgestellt (Wasser getankt, Kühlbox angeschlossen, WC eingerastet, Campingmöbel eingepackt…)

Um 11:45 Uhr, Omas Digitalequipment befindet sich nun auch an Bord, geht‘s schließlich ab nach Frankreich! Der Stau Richtung Stuttgart wird elegant umfahren, die Baustelle bei Pforzheim ist inzwischen auch schon Geschichte.

Eine kleine Kolonne NSU Prinzen, allesamt aus Niederbayern, sind heute ebenfalls auf großer Fahrt.

Das Navi prophezeit, wir könnten in 52 Minuten Straßburg erreichen. VORFREUDE!

16:45 Uhr: Die Straßenbahn hat uns zügig vom Campingplatz in die Stadtmitte Straßburgs chauffiert.

Place de Kleber

… ist der erste Platz, der uns unter die Füße gerät. Kleber war wohl ein Straßburger General von Bedeutung. Mir erscheint er nicht bedeutend genug, ihn abzulichten und schon gar nicht gegen die Sonne. Also muss seine Rückansicht mitten auf dem Platz für den Blog ausreichend sein.

Der weltweit operierende Fast Food-Riese hat sich in einem recht ansehnlichen Jugendstilgebäude niedergelassen, während das Haus links daneben unter seinen Arkaden fünf Obdachlosen Platz für ihre Matratzen bietet.
Handelskammer
Die Kathedrale

Wir sind spät dran und müssen uns sputen, um noch das Innere der Kathedrale bewundern zu können. Eine knappe Stunde haben wir noch bis zur Schließung zur Verfügung, also erst mal hinein in das Gotteshaus mit dem einstmals höchsten Kirchturm.

Eile ist geboten, denn ein freundlicher Kirchenmann ist frühzeitig damit befasst, Barrieren aufzubauen, um uns besichtigungswütigen Touris den bevorstehenden Dienstschluss im Gotteshaus nahezubringen. Ausgerechnet die astronomische Uhr und den berühmten Engelspfeiler muss der Wächter über den Feierabend als erstes unzugänglich machen.

Apsis
Bezwingt wohl gerade einen Löwen?
Die Kanzel ist gut getarnt. Sandstein in Sandstein.

Die Abendsonne setzt die wundervolle Rosette über dem Münsterportal ins rechte Licht:

Kapelle, den Betenden vorbehalten

Einer freundlichen Frauenstimme obliegt die Aufgabe, die Touristen via Lautsprecher pünktlich aus dem ansonsten von Männern dominierten Gotteshaus hinaus zu komplimentieren.

Oma-Liese hat jetzt reichlich Gelegenheit, allerlei typische Szenen aus dem Alltag eines guten Christenmenschen zu studieren.

Nach all den kunstvoll aufbereiteten Rohheiten aus dem Christentum nehmen wir gerne das Angebot naiv-fröhlichbunter Straßenmalerei zu Füßen des Münsters als Kontrast dankbar an.

Rechtes Seitenportal
Linkes Seitenportal

“I did it my way“ gibt er zum Besten.

Der Weg um die Kathedrale herum hält noch einige Motive bereit.

Jetzt lassen wir uns einfach noch ein wenig durch die Straßen und Gassen Straßburgs treiben. Oma-Liese findet reichlich fotowürdiges in dieser alten Stadt:

Hier liegen sie, die köstlichen Munsterlaibe…

Bedauernswert, dass ausgerechnet zwei so leckere Speisen hier offenbar nicht den kulinarischen Zeitgeist treffen.

Hauswandkunst steht offenbar hoch im Kurs.

Inzwischen sind wir im Gerberviertel angelangt:

Wir sind wieder zurück am Münsterplatz. Allmählich mache wir uns auf den Weg zur Straßenbahn, damit Oma-Liese Fotos sichten und den Beitrag heute noch hochladen kann.

Warum versteckt sie sich denn jetzt? Es wäre sonst ein schönes Motiv gewesen, schade.

Das letzte Foto für heute holt uns zurück in die Realität, die auch schon bei unserem letzten Frankreichbesuch aktuell war. Schwerbewaffnete Soldaten oder Polizisten gehören zum Alltag in diesem Land, das von terroristischen Anschlägen gebeutelt ist.

10. Juni 2022

Nochmal zurück zum Münster!

Schon früher als unsere üblichen Urlaubstage beginnt der heutige Tag. Viel früher! Zum einen war der Plan gestern schnell gefasst, etwas zeitiger aufzustehen, um nochmal zum Münster zurückzukehren, damit wir die astronomische Uhr noch genauer inspizieren können, zum anderen sind wir der Autohupe zum Opfer gefallen, die als Weckruf für die fußballbegeisterte Jugendgruppe gedacht war, die gestern Abend noch ziemlich lange und reichlich ausgelassen was zu feiern hatte.

Also sind wir bei den ersten Münsterbesuchern heute morgen. Und schon gibt’s ein kleines Extra für den Opa obendrauf oder besser gesagt obenrunter…

Homme de fer

Die Straßenbahn fährt uns wieder zur Haltestelle „Place de l’homme de fer“ und wir marschieren wie gestern unseren Weg zur Kathedrale bis:

Uups! Das muss wohl der Marylin-Effekt sein!

Dann der Engelspfeiler und die astronomischen Uhr:

Wer derart zufrieden von der Balustrade herab auf den Engelspfeiler blickt, kann im Grunde ja wohl nur der Baumeister selbst sein.

Die Astronomische Uhr ist die einzige auf der Welt, die ein Zahnrad besitzt, welches eine Anzeige des „Eierns“ der Erdkugel ermöglicht. Das Rädchen steht nämlich genau wie unsere Erde mit ihrer Achse nach all dem Taumeln auf ihrer Bahn nach einem gewissen Zeitraum wieder in der selben Ausgangsposition. Oma-Liese hegt leichte Zweifel, da der Beweis für die Richtigkeit noch aussteht, denn das ganze Manöver der Präzession soll 28.000 Jahre dauern.

Nachdem nun alles genauestes fototechnisch dokumentiert ist, sind es nur noch ein paar Minuten, bis die Uhr zur halben Stunde schlagen soll. Wir warten, inzwischen gemeinsam mit mehreren Schulklassen und andern Zeitbegeisterten, bis das Spektakel beginnt:

Was war jetzt genau? Das kleine weiße Engelchen hat dem Tod auf seine Glocken geschlagen und ist einmal von rechts nach links an ihm vorbeigezogen. Der Schlawiner.

Wer das Spektakel gerne ansehen möchte, kann das Video anklicken:

Wo wir schon mal hier sind: noch ein letzter Blick hinauf zur Schwalbennestorgel

… und natürlich zur prachtvollen Fensterrose.

Die Warnung kann ja gar nicht für uns gedacht sein! Wir sind ja inzwischen mit neuen Personalausweisen und Geldkarten ausgestattet und der etwas größere Schreck ist jetzt auch überwunden, zum Glück! Wo das passiert ist? In Rom in der Metro zum Colloseum oder im Bahnhof an der antiken Spiel- und Kampfstätte. Die Polizeibeamten waren bei unserer Anzeige jedenfalls nicht sehr überrascht.

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San Gimignano

Auf der Rückreise war uns das Manhattan des Mittelalters einen Abstecher wert.

Die letzte Nacht verbringen wir wieder am Kalterer See. Mangelhafte Internetverbindung hindert mich leider mal wieder am Hochladen der Fotos.

Zurück in der Heimat kann der letzte Beitrag des Urlaubs vervollständigt werden.

San Gimignano. Schon beim ersten Anblick erklärt sich der Vergleich mit Manhattan auf Anhieb.

Um das Jahr 1300 existierten rund 70 Wohntürme im kleinen Städtchen in der Toscana. Die vornehmen Geschlechter des Ortes wetteiferten gegeneinander, was die Höhe ihrer Wohntürme betraf. Dieser Streit und auch die Pest setzten der Blüte der Stadt ein Ende, woraufhin man sich mit Florenz zusammen geschlossen hat. Die Florentiner hatten aber nicht wirklich Interesse an der kleinen Ortschaft, was den Verfall von San Gimignano bedeuteten sollte. Erst in der heutigen vom Tourismus geprägten Zeit blüht das Städtchen gerade deswegen wieder auf, weil man hier eine Stadt aus dem 14. Jahrhundert vorfindet, so wie sie damals zurückgeblieben war.

Noch zwei solcher Folter-Museen finden wir im kleinen Ort.

Torre, Torre, Torre. Überall stehen sie herum.

Hübsch anzuschauen, das Städtchen. Der Tourismus blüht. Man kann shoppen, schlemmen, Selfies schießen, den Aussichtspunkt aufsuchen und wieder abziehen.

Wir sind wieder raus aus der Stadt. Jetzt noch 25 Minuten Fußmarsch zum Womo-Parkplatz und dann geht’s Richtung Heimat.

Hier schließt sich der Kreis. Eines der ersten Bilder in Italien zeigt auch eine kleine grüne Eidechse.

Knappe 3.000 Kilometer reicher ist der Kilometerzähler unseres Womos, unzählige Eindrücke können wir verbuchen.

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Orvieto

… alles andere folgt.

Wir stehen wieder in Siena. Diesmal ist hier kein Verlass auf die Internetverbindung. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Zumindest da sind wir uns in Europa einig!

Zwei Tage später, wieder zuhause. Beste, konstante Internetbedingungen 🙂

Nun aber zurück nach Orvieto!

Funicolare befördert uns steil hinauf zur Stadt. Faszinierend ist der Wasserballast-Antrieb, der die Waggons auf Schienen mit Seilen zieht, bzw. hinablässt. Dazu sind zwei Waggons unterwegs: der eine wird hinaufgezogen, während der andere gleichzeitig bergab gelassen wird. Genau auf halbem Weg treffen sich beide Bahnen.

Wir steigen also ein und lassen uns von der ruhigenmotorlosen Fahrt überzeugen.

Oben erwartet uns zunächst eine Burganlage oder das, was davon übrig ist.

Wer hat den Geißbock verschmiert?

Im Städtchen findet ein kleiner Markt statt. Es wird allerhand Kunsthandwerk feil geboten und viele Läden haben auch ihre Türen geöffnet. Ganz wie zuhause 😉

Eine reizvolles, mittelalterliches Städtchen liegt da oben auf dem Hügel in Umbrien.

Was aber den Ort vor allem auszeichnet ist der Dom.

Zu erreichen ist er nur durch schmale Gässchen, um sich plötzlich in voller Pracht und Größe in die Höhe zu erheben.

Kleine lehrreiche Geschichte am Rande:

Es ist Sonntag, wir planen, mit einer etwas anderen Bergbahn zu fahren und einen Dom zu besichtigen. Da brauchen wir nicht viel Geld einstecken. Die Wetter-App erzählt zwar irgendetwas von Sturm und Regen aber als wir das Womo im Tal abstellen herrschen warme Temperaturen und es ist windstill und sonnig. Wir brauchen also keine Jacke anzuziehen, ein T-Shirt ist genau das richtige Kleidungsstück.

Aber ist da ja überraschenderweise dieser Markt. Und die Läden haben geöffnet. Und Oma-Liese und der Opa auch finden durchaus kaufenswerte Objekte.

Klar lässt sich da der Opa nochmal mit der Bahn nach unten gleiten, um für Liquidität zu sorgen und er lässt dich auch wieder nach oben ziehen. Alles in allem nimmt das eine Zeitspanne von ca. 45 Minuten in Anspruch. Die Oma-Liese kann ja schon mal zum Dom spazieren, um dort ihrem Fotowahn zu frönen. Tut sie auch. Bisschen Kleingeld hat sie ja dabei, für eine Opferkerze oder so. Oder für die Toilette.

Oma-Liese fotografiert mal wieder alle Details, die sie jemals in 50 Jahren in ihrem Blog wieder finden möchte.

Dann kommt plötzlich Wind auf. Ordentlich kräftig. Die Sonne ist weg. Oma-Liese friert. Die Wetter-App hat zugeschlagen. Der Dom kann helfen. Oh! Eintritt wird verlangt. Nur von Touristen und nur von April bis irgendwann Ende Sommer. Haben wir das je in Italien erlebt? Nie! Nicht einmal im Petersdom! Typisch katholische Kirche!

Oma-Liese versteckt sich in den schmalen Gässchen und beschäftigt sich mit Schaufensterbeobachtungen, sie fotografiert so dies und das, als endlich der Opa in Sicht kommt. Und er hat der Oma auch ein Jäckchen mitgebracht und außerdem einen Regenschirm im Rucksack.

Sturm wie Regen treiben uns schleunigst in dem Dom.

Ein geräumiges Taufbecken fällt auf und die überdimensionierten Apostel, die uns schon des Öfteren in den vergangenen zwei Wochen in Italien in Auge stachen.

Die Seitenfenster bestehen im Wechsel entweder ganz oder von unten bis ca. zur Mitte aus dünn geschnittenem Marmor. Der obere Teil ist wie üblich Glaskunst.

Das besondere am Dom ist eine der Kapellen, weil sich dort Michelangelo Anregungen oder Bestätigungen für die Bemalung der Sixtinischen Kapelle geholt haben soll.

Was genau mag sich der große Meister da wohl zum Vorbild genommen und eingehend studiert haben?

Vielleicht wollte Michelangelo einen Beweis dafür, dass man ein Deckengewölbe bemalen kann…

oder…

und…

Ich bin mir sicher, er war den nackten Tatsachen auf der Spur!

Heilige Jungfrau Maria!

Oder hat er sich etwa mit den äußerst friedvollen Szenen der Kirchenmalerei beschäftigt?

Nichts wie weg! Wo ist der Ausgang?

Altar des Domes
Eselchen an der Kanzel

Darunter geht’s erfahrungsgemäß hinaus!

Wer die Apostel genauer kennen lernen möchte: (Anklicken zum Vergrößern)

Und aus welcher Zeit stammen sie?

Der Regen hat die anderen Touris fast weggespült und wir können endlich ein wenig Geld in Umlauf bringen.

Dann genießen wir noch die Rückfahrt mit der Bahn. Den Brunnen, mit dem die Anlage betrieben wird, können wir leider nicht mehr besichtigen. Die Warteschlange ist einfach zu lang für unseren Geschmack.

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Nur 93 Fotos

Santa Maria Maggiore

– die erste der Jungfrau Maria geweihte Kirche.

Battistero

Benedicto XIII scheint unzufrieden und übellaunig oder hat ein Magenleiden…

Wer macht denn da ein Selfie?

!!!

Augustus

Traian
Caesars Wohnhaus
und gleichzeitig die Stelle, an der er von Brutus ermordet wurde.

Carcer Tullianum

Petrus war in diesem Gefängnis, das schon seit 600 v. Chr. bestand, vor seiner Kreuzigung gefangen gehalten worden.

Zweit Treppen steigen wir hinunter in die Dunkelheit, bis wir die Zelle erreichen.

Hier unten ist es kalt und ohne die elektrische Beleuchtung stockdunkel. Die Treppe gab es damals nicht. Die Gefangenen wurden durch das Loch in der Decke in das Verlies geworfen. Heute finden Münzen und Scheine ihren Weg auf den Grund.

Ein Stockwerk weiter oben sind an den Wänden Reste von Fresken zu sehen

Petrus Kopf soll an dieser Stelle gegen die Mauer gestoßen worden sein. Der Abdruck seines Gesichts soll heute noch zu erkennen sein.

Modell des Gefängnisses

Buchführung

Capitol – Regierungszentrum damals, heute Rathaus

Piazza del Campidoglio, gestaltet von Michelangelo
Marc Aurel, ca. 160 n.Chr., stand vorher vermutlich auf dem Lateranhügel
Monumento Vittorio Emanuele II, Altar des Vaterlandes

Traian-Säule

Ursprünglich stand Traian auf der Säule bis im Mittelalter Papst Sixtus der soundsovielte den Kaiser einschmelzen und zu Petrus umgießen ließ.

Zeit für ein Päuschen!

Wir wissen inzwischen, wo es da beste Gelato in ganz Rom gibt.

Zeit für einen Ratespaß!

Wo sind wir?

Noch ein Tipp:

Wir quälen uns durch samstagsvolle Gassen…

und stehen plötzlich vor dem

Pantheon

Das Pantheon hat doch tatsächlich ein Loch in der Kuppel!

Hier liegt Vittorio Emanuele, der 1. König von Italien begraben. Ihm gelang es, das Land wieder zu einigen.

Grabmal von Umberto I., 2. König Italiens
Raffael liegt rechts neben Umberto I.

Wir ziehen weiter zum zweitschönsten Brunnen, Fontana dei Quattro Fiumi auf der Piazza Navone. Geschaffen hat den Brunnen Bernini, Michelangelo hatte seine Finger bei der Gestaltung des Platzes im Spiel. Vorher war dort ein Stadion für Wagenrennen, das bereits Caesar hatte bauen lassen.

Für einen Neptunbrunnen ist immer Platz, auch wenn im Zentrum schon ein anderes Wasserspiel steht.

Letzte Station für uns in Rom:

Engelsburg

Nur von außen schauen. Nicht mehr hineingehen. Wir haben genug gesehen.

Der Petersdom liegt nicht sooo weit entfernt, musste doch der Pontifex Maximus im Notfall den Fluchtweg zur Engelsburg nehmen.

Rätselauflösung:

Am alleraller schönsten Brunnen in Rom gibt’s also das beste Eis in ganz Rom, ja in ganz Italien und Europa und auf dem ganzen Erdkreis!

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Regentag = Kirchentag in Rom

Lateran

An der Porta Asinaria tauchen wir aus der Unterwelt auf und beginnen den Regentag mit der Laterankirche.

Vor der Laterankirche sind die Bühnen- und Zeltbauer noch mit Abbau der österlichen Gottesdienstaufbauten beschäftigt.

Laterankirche
Scala Santa
Porta Sancta

Der wunderschöne Steinboden sticht sofort ins Auge. Er erstreckt sich durch das gesamte Kirchenschiff.

Die Apostel stehen links und rechts an den Seiten des Mittelschiffs.

Der Kreuzgang ist besonders schön!

Altar von Maria Magdalena
Portal der Laterankirche

Scala Santa

Sancta Sanctorum, Papstkapelle:

1500 Jahre alte Tür
Heilige Treppe

Über diese Treppe soll Jesus in Jerusalem zu seiner Verhandlung gegangen sein.

Unterwegs zur Battistero…

Battistero
Obelisc

Neros Wohnsitz

Forum Romanum

San Pietro in Vincoli

Die Ketten, mit denen Petrus vor seiner Kreuzigung gefesselt war.
Michelangelos Moses

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