Furth im Wald

Sonntag, 22.09.2019

Neben unserem Wohnmobil erledigen die Enten im Sonnenschein ihre Morgentoilette, um gleich im Weißen Regen nach Köstlichkeiten zu gründeln.

Oma Liese und der Opa besuchen heute die Urahnen der Enkelin auf dem Friedhof in Furth im Wald.

Die Kreuzkirche lädt zum Besichtigen ein.

Diesmal wollen wir die Reihenfolge einhalten: zuerst der Kreuzweg, dann die Kirche.

Chammünster

Die Geschichte der Kirche Mariä Himmelfahrt beginnt Mitte des Achten Jahrhunderts.

Eine Besonderheit auf dem Friedhof befindet sich im Kellergewölbe des Leichenhauses. Im sogenannten Karner werden die Totenschädel und die Gebeine von Toten aus dem Mittelalter aufbewahrt.

Cham

Der Opa möchte die Redemptoristenkirche Maria Hilf mal wieder besuchen, denn dort fanden seine Schulgottesdienste statt.

Die Klosterkirche ist erst etwas mehr als Hundert Jahre alt.

Einen Kreuzweg gibt’s natürlich auch:

Wir schlendern weiter zum Marktplatz.

Der Marktplatz von Cham

Ein Blickfang im Zentrum ist der Brunnen.

Für die Kaffeepause können wir eben noch so die letzten Sonnenstrahlen erhaschen, bevor wir an der Gedenktafel des ehemaligen Luckner-Hauses vorbei zum Biertor gehen.

Ihm zu Ehren wurde die Marseillaise komponiert, die heutige französische Nationalhymne.
Das Biertor

Die Brücke aus dem legendären gleichnamigen Antikriegsfilm von Bernhard Wicki. Inzwischen leider renoviert. Original ist nur noch der mittlere Brückenpfeiler.

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Zurück in Bad Kötzting

Der Pfingstritt – absolut sehenswert! Wir sollten ihn unbedingt mal wieder mit erleben. Lohnt sich!

Bad Kötzting kann man nicht verfehlen, denn Bad Kötzting ist absolut zentral gelegen im Sonnensystem.

Für heute ist eine Wanderung zum Höllensteinsee geplant.

Zunächst folgen wir dem Weißen Regen quer durch die Kurstadt bis wir schließlich an der Seestraße den Flusslauf verlassen, um in den Wald einzutauchen und einige wenige Höhenmeter zu überwinden.

So wird also das erste Stück Weges verlaufen.

Es gibt natürlich wieder jede Menge zu entdecken und ich habe Glück! Kaum sind wir die ersten Schritte gegangen, treffe ich jemanden beim Sonnenbaden an.

Der Schwedenstein zeugt von der unrühmlichen Vergangenheit der Schweden, die uns heutzutage als friedfertiges Volk bekannt sind.

Uns gelingt es leider nicht, dem Instrument klangvolle Töne zu entlocken. Vermutlich hätte ein Kind mehr musikalisches Geschick?

Richtplatz

Am Richtplatz finden wir die steinernen Fundamente ehemaliger Henkerskunst. Auf dem dritten Foto ist frisches Haar von vierbeinigen Zeitgenossen abgebildet. Womöglich ein spätes Opfer? Oder doch nur ausgestriegeltes Fell eines Hundes?

Freilichtbühne

Dem Ludwigsturm vorgelagert finden wir eine respektable Freilichtbühne samt Zuschauerrund.

Ludwigsturm

Wir setzen unsere Wanderung Richtung Wettzell fort.

Eine Lichtung bietet gut Sicht zum Hohen Bogen und zum Kaitersberg.

Im Wald finden wir Ordnungen aller Art:

Sackenried mit seiner kleinen Wallfahrtskirche taucht auf.

Am Ortseingang trocknet der Bauer gerade Pilze für den Wintervorrat.

Leider ist die Kirche verschlossen. Zwar ist zu lesen, wo der Schlüssel hinterlegt ist, aber wir wollen zur Mittagszeit niemanden stören und begnügen uns mit der Außenansicht.

Da wir das Dorf aus der falschen Richtung betreten haben, finden wir nun am Ortsausgang einen Kreuzweg vor, aber eben nicht bei Station eins beginnend, sondern am Ende, also bei Station vierzehn. In dieser Reihenfolge gibt’s den Kreuzweg jetzt auch im Blog.

Auf halbem Weg liegt ein Sägewerk, an dessen Einfahrt eine einfache Kreuzigungsgruppe versteckt, ja fast verschüttet von Langholz, aufgestellt ist.

Und es gibt wieder Ordnungen…

und ein Bänkchen zum Rasten.

Außer einem Käfer niemand auf der Straße.

Kurz vor dem kleinen Ort Wettzell stehen wir direkt neben der Geodäsie-Anlage, die wir sonst nur aus der Ferne kennen.

So nahe an der Station kann man die Schirme beim Arbeiten belauschen: ruhiges Summen, Rauschen und Tacken sind wahr zu nehmen.

Auf der Suche nach unserem Wanderweg-Zeichen machen wir einmal die Runde durch das Dorf.

Und wieder Ordnungen

Kleiner Umweg, wie sich herausstellt, aber hübscher kleiner Ort, hat sich gelohnt. Der Weg führt direkt an der Rückseite des Observatoriums entlang.

Am Wegesrand liegen zwei etwa gleichgroße Kugeln. Aus beiden ist die Luft raus!

… Ordnungen

???
Vielleicht hat‘s mit „dem Käfer“ zu tun?

Unordnung!

Ein stolzer Fahnenträger:

Ein altes Scheunendach

und daneben etwas abseits vom Weg

Wenn das mal keine Lebendfalle ist zu welchem Zweck auch immer.

Nanu?!

Wohl verlaufen!

Höllensteinsee

Ziel erreicht, nur leider existiert das erwartete Ausflugslokal nicht mehr.

Der Höllensteinsee wurde als Stausee angelegt, auf dessen Staumauer wir das obere Seeende überqueren können.

Blick hinauf in den Schwarzen Regen.

Die Technik

Der Techniker durchkreuzt das Bild

Seitlich an der Staumauer steigen wir treppab zum Ufer hinunter, um entlang des Schwarzen Regens nach Weißenregen zu marschieren.

Hinweisschilder warnen vor Steinschlag. Die Benutzung des Weges erfolgt auf eigene Gefahr. Wir nehmen das Risiko in Kauf.

und wieder Ordnung

Sogar der Biber versucht’s mit Ordnung:

Überraschendes:

Das nächste Stauwehr ist auf Sichtweite. Bis dort hin führt unser Weg noch am Schwarzen Regen entlang, danach biegen wir ab durch den Wald nach Weißenregen.

Weißenregen

Ordnung:

Unordnung:

Ordnung:

Altes:

Modernes Haus mit Schindeln:

Ordnung:

Maria Hilf, die Wallfahrtskirche von Weißenregen:

Wir haben nur 10 Minuten Zeit!

In der Abendsonne genießen wir noch den Ausblick nach Bad Kötzting und zu den umliegenden Gipfeln.

Zum guten Schluss gibt’s noch mal einen Kreuzweg rückwärts:

Noch einmal in den Weißen Regen schauen und die Wasserpflanzen beim ihrem wogenden Tanz beobachten.

Zu Bad Kötzting gehört natürlich auch ein Kurpark:

Weißenregen im Hintergrund

Wir lassen den Tag heute beim Italiener ausklingen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen wird.

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Niederalteich

Sonntag, 15. September

Von Bad Kötzting aus treten wir heute über einen kleinen Umweg die Heimreise an. Die Route führt über den Arber, der an diesem herrlich sonnigen Sonntag von wanderwilligen Ausflüglern völlig überlaufen ist.

Aber unser Ziel ist ja nicht der Arber, sondern Frauenau, das an der Glasstraße gelegen ist. Wir favorisieren eine der dort ansässigen Hütten, wo wir meistens fündig werden und so ist es auch diesmal, denn wir entscheiden uns für eine edle Vase.

Niederalteich liegt direkt an unserer Strecke und wir lassen uns von den beiden Kirchtürmen zu einer kleinen Kaffeepause animieren. Aber zunächst wird die Kirche der Benediktinerabtei besichtigt.

Erster Eindruck

Außenansicht: zwei Türme, zwei Kreuze, zwei Uhren, alles doppelt.

Zweiter Eindruck

Innenansicht: Vollgestopft mit Putti und Gold

Dritter Eindruck

Frauen unerwünscht! Na sauber, schöner Empfang, ich kann eigentlich gleich wieder verschwinden!

Ich bleibe trotzdem!

Barock halt!

Wer möchte, holt sich den Pilgerstempel.

Wir finden gleich gegenüber ein nettes Gartencafé mit appetitlichen Kuchen und Torten von fleißigen Hausfrauen gebacken. Unter Pflaumen- und Birnbäumen lassen wir das Wochenende ausklingen.

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Bad Kötzting

Samstag, 14.09.2019

Für dieses Wochenende war bestes Wetter angekündigt, also machten wir uns am Freitag gleich mittags in den Bayerischen Wald auf. Bad Kötzting ist unser Ziel, denn dort waren wir im vergangenen Jahr schon mehrmals und wir wissen, was uns erwartet: Waldwanderwege, Ruhe, Natur, wenig Menschen, gutes Essen und eine Schnapsbrennerei, die wir gleich mal aufsuchen. Eine Flasche Bärwurz geht mit und ein feines Tröpfchen Schlehe.

Der Campingplatz hat seine niederbayerischen Eigenheiten, aber mit ein bisschen Nachsicht kann man sich dort wohlfühlen. Wer’s gern zünftig mag und die Schnitzelkarte rauf und runter testen möchte, der kann hier am Platz auch zu Mittag oder zu Abend essen.

Wir haben’s lieber gemütlich und schätzen guten Service, weshalb wir einen kleinen fünfzehnminütigen Spaziergang zum Hotel-Gasthof-Brauerei zu Post unternehmen, wo wir einen Tisch reserviert haben. Zu gehobener gut bürgerlicher Küche genießen wir „Leopold dunkel“ aus der hauseigenen Brauerei.

Der Drogendackel wartet auf seien Einsatz.

Am Samstag steht eine Wanderung auf den Haidstein auf dem Programm. Eine gemütliche Wanderung, 7 km einfach, gleichmäßig leichte Steigung. Die Kennzeichnung des Wanderweges könnte am Ortsausgang deutlicher gestaltet sein aber zum Glück gibt’s ja immer noch Wanderkarten, die einem den richtigen Weg weisen.

Totenbretter stehen am Weg, ein sicheres Zeichen, dass wir uns im Bayerischen Wald befinden. Oft sind recht derbe Sprüche auf diesen irdischen Erinnerungstafeln verstorbener Zeitgenossen zu finden. Diese hier auf dem Foto sind doch recht fromm und redlich abgefasst.

Totenbretter

Kaum haben wir die Stadt verlassen, tauchen wir auch direkt in die ersehnte Ruhe des Waldes ein, wo schon nach wenigen Schritten klar wird: Der Wald hat heute zum Schönheitswettbewerb aufgerufen und alle machen mit!

Der keine Elchpilz versucht sein Glück aber die Konkurrenz ist groß!

Nach etwas mehr als der halben Strecke erreichen wir die Wolframslinde, die schon 1.000 Jahre auf dem Buckel hat. Was die schon so alles gesehen hat…

Wolframslinde, von innen völlig hohl, vom Menschen mit Eisenstreben gestützt treibt sie immer noch junges Holz steil hoch in den Himmel.

Die Wolframslinde verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie schon an diesem Ort stand, als Wolfram von Eschenbach, der den Parzival geschrieben hat, hier am Haidstein weilte. Für uns schließt sich hier in gewisser Weise der Kreis, weil es in dieser Dichtung um den Heiligen Gral geht, dem wir vor wenigen Wochen auf unserer Cornwall-Reise ziemlich nahe gekommen waren. Ebenso erwähnt Eschenbach in seinem Parzival die Burg am Haidstein, den wir ja heute erwandern. Wie klein die Welt doch immer schon war!

Zerhackte Natur zum Kunstwerk aufgestapelt. Ob’s der Täter gemerkt hat, was ihm da gelungen ist?

Auch die Tierwelt nimmt am Wettbewerb teil:

Wer wohnt denn so dicht über dem Boden? Leider ist kein Hinweis darauf zu finden.
Da hat sich eine eitle Schönheit ihren Auftritt für die besten Lichtverhältnisse aufbewahrt!

Kurz vor dem Gipfelkreuz gibt’s für uns jetzt erst mal eine kleine Stärkung.

Rustikal von der Gabel der Servicekraft erlegt präsentieren sich Apfelsteuselkuchen und Obsttorte, um sich ihrem vorgegebenen Schicksal zu fügen.

Keine fünf Minuten sind es zum Gipfel des Haidstein, auf dem von der ehemaligen Burg aus dem zwölften Jahrhundert nichts übrig ist. Heute steht hier die kleine Kirche St. Ulrich, die wohl teilweise aus Überbleibseln der Burg erbaut worden ist.

Das Portal ist leider verschlossen aber das Seitenfenster gestattet einen verschwommenen Blick ins Innere des Gotteshauses.

Doch dann, was für ein Glück! Eine sehr kleine Wandergruppe aus der Gegend hat sich eine Vertrauensperson mit Schlüsselgewalt für die Empore mitgebracht. Natürlich ergreifen wir die Gelegenheit…

Der Fels war wohl zu widerstandsfähig und wurde kurzerhand mit eingebaut.

Vom Gipfelkreuz aus haben wir recht gute Sicht auf Cham.

Auf dem Rückweg bietet sich noch der Blick zum Hohen Bogen,

Hoher Bogen mit ehemaliger Abhöranlage aus Zeiten des Kalten Krieges.

und zum Kaitersberg

Kaitersberg, auf dem sich der Räuber Heigl in einer Höhle jahrelang vor den Behörden der Justiz versteckt hielt.
Vorwald

Jetzt geht’s nur noch gemütlich bergab durch den Wald, der sich in der Abendsonne noch einmal von seiner besten Seite zeigt.

Rechts glänzt noch einmal das Gipfelkreuz vom Kaitersberg in der Sonne und links im Hintergrund bringt sich der Osser in Erinnerung.

Wieder zurück in Bad Kötzting gibt’s noch einen Blick hinüber nach Weißenregen.

Wer nun den Wettbewerb gewonnen hat? Ich könnte es nicht entscheiden…

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Celle

Donnerstag, 05.09.2019

Wohnmobil-Stellplatz der Stadt wegen Überfüllung geschlossen. Also versuchen wir unser Glück beim Campingplatz am Stadtrand. Abends ist die Betreiberin telefonisch erreichbar und wir haben freie Platzwahl. Für den Zustand des Platzes, den sie vor zwei Monaten von der Stadt gekauft hat, entschuldigt sie sich schon im Voraus.

Hauptsache, wir haben einen Stromanschluss, denn alles andere befindet sich sowieso an Bord. Nur WLAN wäre jetzt noch wichtig, um Fotos auf den Blog laden zu können. Muss ich eben zu Hause nacharbeiten.

Auch wieder eine sehr besondere Stadt mit ihren Fachwerkhäusern, die man unbedingt gesehen haben sollte. Störend empfinde ich nur die auffallend aggressiven Werbebanner an den Ladenlokalen, die eindeutig eine Abwertung für die Fassaden bedeuten.

Wetterfahnen gibt’s auch wieder: Alte und neue, gerade und krumme. Über die Windrichtung sind sich nicht immer alle einig aber das kennt man ja von den Wettervorhersagen auch.

Neben dem Alten Rathaus steht die Kirche.

Stadtkirche St. Marien

Ich habe schon schönere Kirchen gesehen! Bei diesem Exemplar fragt man sich, ob sie den bayerischen Barockkirchen Konkurrenz machen will.

Das beste scheint mir tatsächlich noch der Kinderaltar zu sein.

Wieder an der frischen Luft finden wir einige Dachreiter: kupferne, goldene, gefiederte – eben alles was dem Wetter trotzt.

Hoppla, da hat jemand getroffen!
Bei dem Namen – ich würde ihm nicht vertrauen!

Celle ist übrigens Teil der deutschen Fachwerkstraße, die ganz sicher auch mal eine sehenswerte Route wäre.

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Lüneburg

Mittwoch, 04.09.2019

Letzter Blick in HH:

2,5 km unter der Elbe durch…

…und dann ab in die Heide!

Zum dritten Mal bin ich in Lüneburg. Als Jugendliche war ich war ich mit Oma und Nana hier und wusste schon damals: diese wunderschöne Stadt werde ich sicher wiedersehen. Mit dem Wohnmobil besuchen wir jetzt schon zum zweiten Mal diese sehenswerte Stadt.

Natürlich habe ich fotografiert und fotografiert und … WAS zeige ich jetzt im Blog? – Ganz einfach: was ich gesehen habe.

Ich muss in kompaktere Einheiten zusammenfassen.

Die Wetterfahnen drängen sich in den Blickpunkt!

Johanniskirche

Menschen im Viertel

Eine nachahmenswerte Initiative, über die wir auf dem Weg zur Nikolaikirche stolpern.

Nikolaikirche

Kirchen in Deutschlands Norden werden gerne genutzt, um Botschaften auf zeitgemäße Art zu übermitteln.

Rathaus

Michaeliskirche

Lüneburg! Wenn man dem Auge was gönnen möchte.

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Elbphilharmonie

Dienstag, 03.09.2019

Erst mal gibt’s nichts besonderes. Faulenzen, Stadtbummel und Vorfreude.

Heute mal kein Fischbrötchen, sondern Essen im EKH (Eingefleischte wissen Bescheid).

Pannfisch, ein Tipp vom Schwiegersohn. Tatsächlich ein Genuss!
Außerdem weiß ich jetzt auch, warum mein Papa Soßen immer gerne Tunke nannte.
Blick von der Plaza aus
Elbe vom Balkon, Ebene 16 (Die Bühne befindet sich auf Ebene 12)

Wir freuen uns auf den Hamburger Pianosommer. Joja Wendt, Sebastian Knauer, Axel Zwingenberger und Martin Tingvall werden den Abend am Flügel vergolden.

Joja Wendt ist der Initiator des Hamburger Pianosommers.
Axel Zwingenberger, lebende Boogie Woogie Legende, „Wo er spielt, richten sich die Moleküle neu aus.“ (Zitat Joja Wendt)
Unglaublich, was die großen Vier dem Publikum in der Elphi bieten!
Die kürzesten drei Stunden, die wir je in einem Konzert genossen haben!
Danke für den sehr besonderen Abend!
Ein Erlebnis, von dem wir noch lange zehren werden.
Bis bald, Elphi!
Unser letzter Blick im Hafen. Tschüü!

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Moin Hamburg

Montag, 02.09.2019:

Hamburg ist ein Dorf.

Dieser Tag verläuft völlig anders als gedacht. Unseren ursprünglichen Plan, Tierpark Hagenbeck zu besuchen geben wir schnell auf, denn das Wetter spielt uns einen Streich. Da bleibt keine Wahl: wir müssen umdisponieren. Aber was tun bei dem Schietwetter?

Fahren wir mit der S-Bahn zunächst mal in die Stadt und schauen was passiert.

Steht tatsächlich Udo vor einer Galerie mit scheinbar gelangweiltem Gesichtsausdruck unter seinem Hut. Ich plappere so vor mich hin und nehme an, er hört es nicht: “Hey Udo, kannst einfach Oma Liese zu mir sagen!“

Er muss es wohl doch gehört haben!!!

„Hey cool“ nuschelt er „komm doch rein. Ich zeige grad‘ n paar neue Bilder. Hab nette Leute eingeladen, komm rein, stell sie dir vor.“

Wie vom Donner gerührt gehe ich einfach mit. Er noch: „Den Opa kannst du auch mitbringen.“ und grinst unter seinem Hut.

Wie ferngesteuert betreten wir hinter unserem Gastgeber die Galerie.

Was der wohl für Gäste hat?

Ich glaub‘ ich spinne!!! Das ist doch…

Adele

Dass er/sie hier ist, was fast klar:

Es wird noch besser.

Herbert will was zum Besten geben. Das wird ein Kleines Livekonzert!
Wer ist eigentlich nicht hier?
Die kann sich nicht mal passende Schuhe leisten.

Also mehr geht jetzt aber nicht!

Mich wundert nix mehr: Wo Kunst ist, darf KL nicht fehlen!

Doch noch dicke Freunde geworden. Udo hat ihm ja sogar schon einen Song gewidmet.

Zeit, dass wir hier wegkommen! Zu viele Promis für unseren Geschmack.

Mist, keine Autogramme abgegriffen.

Jetzt gibt‘s erst mal Mittagessen.

Eines für Opa und eines für Oma. Heute Kräutermatjes.

Und die Elphi so?

Speicherstadt

Es folgt ein kleiner Rundgang durch die Speicherstadt.

Der Teppichhändler verfügt über ein adäquates Ruhesesselchen.
Im Hintergrund ist das Chilehaus zu sehen. Da gehen wir jetzt hin.

Chilehaus – Weltkulturerbe

Die Tür steht auf, schauen wir mal rein!

St. Michaelis – Michel

Unterwegs zum Michel spazieren wir nochmal am Jungfernstieg vorbei und es lohnt sich auch gleich.

Erst mal auf den Turm!

Ausblick genießen!

Außenalster
Stage-Theater am Hafen
Morgen endlich gibt’s ein Wiedersehen!
Steinwerder
Stadion am Millerntor, St. Pauli

…und jetzt in die Kirche.

Krypta

Alter Elbtunnel

Planten un Blomen

Abends nach Einbruch der Dunkelheit gönnen wir uns noch was fürs Auge – wir lassen uns von den Wasserspielen im Park „Planten un Blomen“ verzaubern.

Im Sommer spielen hier allabendlich zwei ausgebildete Musiker zu Originalaufnahmen bekannter Musikstücke eine Wasserorgel und eine Musikorgel.

Zur Zeit wird Jazz gespielt, keine Sorge – die Stücke sind so ausgewählt, dass sie ein breites Publikum ansprechen. Luis Armstrong macht den Auftakt, Count Basie und andere Ohrwurmspezialisten folgen. Alle zwei Wochen wechselt das Programm, das jeweils ca. 30 Minuten dauert und kostenlos ist. Profizuschauer rücken mit Picknickdecken an, um auf der Rasenfläche das Spektakel mit 600 Scheinwerfern und 99 Wasserdüsen verfolgen zu können.

Schön war‘s mal wieder. Lohnt sich immer, wenn man mal in HH sein sollte.

Ein langer, perfekter Hamburg-Tag, der völlig anders geplant war. Das Beste aber war, ja das Allerallerbeste war, dass wir unsere Enkelin nach einer langen Woche endlich wieder sehen und erleben konnten, denn mit ihr zusammen mit ihren Eltern lernten wir im Panoptikum eine illustre Gesellschaft kennen.

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Hamburg

Sonntag, 01.09.2019:

Am Campingplatz hat man für uns am Sonntag das kleine Empfangskomitee abgestellt.

Nachdem es mir über Umwege schließlich gelungen ist, die Fotos von gestern hochzuladen (Internet ist nicht gleich Internet! Das gilt für Deutschlands hohen Norden genauso wie für Bayerns Provinz!) muss zur späten Mittagszeit erst mal ein ordentliches Fischbrötchen her – und zwar eines von Brücke 10 an den Landungsbrücken – das sind die besten!

Knusprig-zartes Brötchen, ehrlicher Matjes, Zwiebelringe, kein grüner Schnickschnack. Lecker.

Wir sind bereit für einen kleinen Kontrollgang durch Hamburg.

St. Pauli, Hafenstraße, eines von den zwölf Häusern, die in den Achtziger Jahren für Schlagzeilen sorgten, weil sie von Hausbesetzern gegen Abriss verteidigt worden waren. Heute stehen nur noch drei dieser Häuser. Und das Statement ist dramatisch aktuell. In jedem Jahrzehnt aufs Neue.

Ich muss jetzt mal nach hinten sehen, ob sie noch da ist. Die Elphi. Ist sie nicht einfach perfekt!?

Fischmarkt
Minerva, Sandstein, Beschützerin der Städte.

Örtchen, Porzellan, nötig für Männchen und Weibchen:

St. Trinitatis

Ein Abstecher nach Altona, Jüdischer Friedhof, Bewerber UNESCO-Weltkulturerbe. Einer der größten und ältesten seiner Art weltweit.

Der Herbst hat seinen Fuß schon deutlich hineingestellt:

Erschreckend aber leider absolut verständlich, dass wir den jüdischen Friedhof nicht einfach ungeniert und selbstverständlich betreten können wie jeden christlichen Gottesacker! Nein, keine große Kontrolle, aber wir müssen am modernen Eingangstor klingeln und werden kurz mit ein paar freundlichen Hinweisen in Empfang genommen und wahrscheinlich auch von geschulten Augen eingeschätzt, bevor wir dann völlig frei das Gelände erkunden dürfen. Es sind noch zwei weitere Paare an den Grabstätten interessiert.

Ein paar hundert Meter zu U-Bahn.

Welche Station mag das wohl sein???
Alles klar.

Wo tauchen wir wieder auf?

Hamburger Rathaus

Ein kleiner Rundgang um die Innenalster:

Kurzer Abstecher zur Außenalster…

Hier wohnt seit über zwanzig Jahren unser Udo Lindenberg. Hier entstehen seine Ohrwürmer und hier malt er seine Likörelle.

Zurück in die echte Welt…

In der Freien und Hansestadt Hamburg liegt an einem Sonntagnachmittag in nahezu jedem Eingang unserer so geliebten Einkaufstempel für Kunden mit kleinem Geldbeutel bis hin zu richtig fetten Portemonnaies ein Obdachloser mit seinem überschaubarem Hab und Gut und stört eigentlich niemand außer vielleicht die perfekte Optik.

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Bad Segeberg

Samstag, 31.08.2019

Das Wohnmobil hat einen ebenen Platz zeigt die Wasserwaage an, wir schließen den Strom an, fixieren den Sonnenschutz und schon geht’s ab in die Stadt bzw. zunächst in die Natur, denn es gibt Fledermäuse zu beobachten.

Aus verständlichen Gründen gibt’s dazu leider keine Fotos aber den Besuch war’s ganz sicher wert.

Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Jungs beim Spielen die riesige Höhle im Kalkfelsen mit ihren fliegenden Bewohnern. Nach und nach wurde sie daraufhin erforscht und der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Heute betreibt der NABU dort eine Beobachtungsstation und ein Infozentrum, das nicht nur für Kinder spannende Einblicke in die Lebenswelt der Fledermäuse gestattet.

Das absolute Highlight ist natürlich die Höhlenführung, wo wir die Tierchen bei der Inspektion der Höhle beobachten durften. Der August ist nämlichen die Zeit, in der die Elterntiere ihrem Nachwuchs das Winterquartier vorstellen, damit sich jede Fledermaus schon mal mit den Flugwegen vertraut machen kann, um im Winter mit möglichst geringem Energieverlust an den jetzt schon ausgespähten Schlafplatz in der dem eigenen Geschmack entsprechenden Lieblingsfelsspalte zu finden. Dazu kommen Fledermäuse sieben verschiedener Arten in das mit 30.000 Tieren größte bekannte Winterlager aus einem Umkreis von 200 Kilometern.

Ein Besuch im Noctalis ist absolut empfehlenswert!

Von Oktober bis März ist die Höhle geschlossen.

Zentrum von Bad Segeberg

Auf der Suche nach was Essbarem in der Innenstadt lassen wir uns zunächst mal von Trommelklängen zu einer Bühne ziehen.

Wuchtiger Klang

In der Fußgängerzone herrschen Markt- und Gauklerlaune. Wir haben Hunger und probieren Handbrot.

Handbrot: im Holzofen gebackene Hefeteigtaschen gefüllt mit reichlich Käse und Schinken, dazu Sauerrahm-Joghurtcreme. Vier Euro, heiß, köstlich!

Eine Kirche gibt’s auch: Mariä Himmelfahrt. Wird zur Zeit renoviert. Wir dürfen trotzdem rein.

Vor der Kirche findet buntes Gauklerprogramm für Kinder statt. Wir schlendern langsam zum WOMO und genießen die Sonne, dann am Abend haben wir ja noch was vor!

Karl-May-Spiele

Natürlich halten wir uns nicht wegen der Animation in der Fußgängerzone hier am Ort auf, sondern die Karl-May-Spiele sind es, die uns hier her gezogen haben.

„Unter Geiern – der Sohn des Bärenjägers“ steht auf dem Programm der Freilichtbühne am Kalkberg.

11.000 Zuschauer haben eine Stunde Zeit, ihren Platz zu finden, sich mit Cowboyhüten, Gewehren und Proviant zu versorgen.
Der Westernburger schmeckt, wie ein Burger eben schmeckt. Aber war ja klar, denn er muss ja allen 11.000 Zuschauern schmecken und den 11.000 aus der Nachmittagsvorstellung auch. Vor einer Woche hat der Burger vielleicht auch schon den Dreihundertausendsten Zuschauer satt gemacht.

Mit einsetzender Dunkelheit beginnt auch schon die Vorstellung.

Das Gute siegt am Ende! Wir sind erleichtert. Zwei Todesopfer sind zu beklagen. Action war reichlich geboten. Tolle Bühne, spektakuläre Effekte. Hinfahren, anschauen. Nächstes Jahr gibt’s „Der Ölprinz“. Winnetou wird wieder von Alexander Klaws verkörpert werden. Diese Saison hat er’s super gemacht. „Weiter so“ schreibt pädagogisch geschultes Personal drunter.

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