Montag, 12.08.2019: Glastonbury Tor

Magik! Magik! Magik! (Jaaa, mit „k“!)

Hier war einst der Heilige Gral aufbewahrt, nachdem Joseph von Arimathäa den Kelch vom letzten Abendmahl mit dem gesammelten Blut, das vom Kreuze Christi getropft war, auf seiner Pilgerreise genau hierher gebracht hatte.

Da oben war mal der Gral und wir müssen rauf auf den Hügel. Also los geht’s!
Wir sind oben! Und spüren … eigentlich… nix?!
Innen auch nix…

Aber dann, gehen wir hinten rum und jetzt…

steht mitten im Turm eine barfüßige, bunt klamottierte junge Dame, breitet die Arme aus, sich um sich selbst drehend auf einem Halbedelstein und atmet heftig, ja hechelt fast. Sie scheint etwa zu spüren.

Dann tragen junge Männer, leicht ausdünstend, schweres Gerät heran:

???

Aber geschwind treten sie zu Werke…

und es wird in der Mitte des Turmes bedeutungsschwer auf zwei Blechscheiben eingeschlagen. Mystik, Magik, Epik!
Die Schuhe hätte er dann schon noch ausziehen können.
Dem Gral wird’s allmählich zu bunt, er dampft schon oben raus…
Eilig wird noch praktisches Zubehör der Neuzeit aus dem Gebüsch herbei geschleppt. Wozu? Wir wissen es nicht und wollen es auch nicht wissen. Denn wir machen uns auf den Weg nach Avalon.
Die Stadt Glastonbury soll einst Avalon gewesen sein, wo König Artus begraben war.

Glastonbury Abbey

Nicht mehr viel übrig, nachdem Heinrich VIII aus Eifersucht auf König Artus die Abbey samt Artus‘ Grab zerstören ließ.

Aber da ich gerne Ruinen fotografiere, muss sich nun halt wieder jeder entscheiden, was er genauer anschauen mag.

Bittesehr:

Durchgang zur Abbey

THE KITCHEN

Chapel
Zeit für Kaffee und Kuchen: Fruit-Cake, Cherry-Cheese-Cake, two Americanos. Und die Kuchengabel hat in England immer noch keiner erfunden !?

Eindrücke aus der Stadt

Mal sehen, wo’s die zu kaufen gibt!
Wer jetzt noch was wissen will, geht zur Wahrsagerin in den 1. Stock.

Wells Cathedral

Weiter geht’s nach Wells.

Durch das Tor gehen wir von der Stadt aus zur Kathedrale.
Erster Eindruck

In den Chorraum dürfen wir leider heute nicht mehr, weil dort eine Messe vorbereitet wird. Aber wir hören den Chor und die Orgel. Beeindruckend!

Gehen wir also die ausgetretenen Stufen zum Chapter House hoch.

Wohin, das sehen wir später noch.

Die Kreuzwegstationen sind auf uralten Holzbrettern angebracht. Schlicht. Schön.

Durch den Kreuzgang verlassen wir die Abbey für heute.
Ihm isch’s wurscht. Er bleibt noch.
Nordeingang

Jetzt noch mal zum Chor. Der hatte nämlich 1363 die älteste Reihenhaussiedlung bewohnt. Der damalige Bischof Ralph of Shrewsbury ließ sie eigens für den Chor anlegen und riegelte auch gleich alle Zugänge ab, damit sich da kein Weibsvolk aus der Stadt rum treiben sollte und die Chorknaben sich ganz auf ihre Stimmen und den Gesang konzentrieren konnten. Versorgt wurde der Chor von den Mönchen.

Hier kommen die Chorsänger aus der Abbey in ihre Häuser.

Die waren halt so schön, ich konnte nicht widerstehen:

Wir schauen noch beim Bishop vorbei. Das geht noch eben.

Durch das rechte Tor müssen wir.
Scheint eine Burg zu bewohnen?
Wir sind schon spät dran und dürfen nicht mehr weiter.
Ein Schwan am Ende eines Eintrages passt doch immer! Dieser hier ist die Werbefigur eines Hotels am Ort.

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