Minaun Heights
Auf Achill Island haben wir Glück, auf dem Minaun Heights gerade in diesen 22 Minuten nicht in der Wolke zu stecken – anderenfalls hätten wir auf die Rückfahrt gesetzt.



Heinrich Böll

Heinrich Böll erwarb dieses Cottage am Rande des Dorfes Dugort Ende der 50er Jahre, nachdem er die Jahre zuvor schon ein paar Mal mit seiner Familie Urlaub hier gemacht hatte. Bis zur Verleihung des Literaturnobelpreises verbrachte er hier jeweils einige Monate des Jahres, um in Ruhe schreiben zu können. Danach hatte er kaum noch Zeit. Heute gehört das Haus der Heinrich-Böll-Stiftung, die Stipendiaten hier wohnen lässt.

Zwei ältere irische Herrschaften haben sich auch vor dem Schild versammelt. Sie enttarnen uns schnell als Deutsche und erklären, dass sie „by accident“ hier gelandet seien. Sie nutzen die Gelegenheit, um ein bisschen mehr über den Schriftsteller zu erfahren.




Slievemore, ein ganzes Dorf, das während der großen Hungersnot um 1850 herum von seinen Bewohnern verlassen wurde.










SchafeSchafeSchafeSchafeSchafe
… da muss ich doch mal kurz ein paar Schritte vom Weg abweichen, um e i n Tier festzuhalten, das gemütlich an der Kante eines verlassenen Häuschens in der Nachmittagssonne sein Fütterchen wiederkäut, allerdings dabei gerne den Atlantik im Visier hält, statt sich einfach mir zuzuwenden.
Gut, um die paar Schafsböhnchen aller Altersklassen und Verfallszustände ist leicht herumzubalanzieren – verflixt, eine unsichtbare Pfütze im wasserspeichernden Torf sorgt für spontane Kühlung am rechten Fuß – kein Problem, ein zweites Paar Schuhe wartet im Auto auf seinen Einsatz.
Als wisse er genau Bescheid steht völlig unerwartet würdevoll der unumstrittene Waise der Herde in voller Pracht vor mir. Großzügig lässt er mich passieren, dennoch neugierig auf meine Absichten.


Da liegt das Objekt meiner Fotopläne im großzügigen Wollmantel eingehüllt. Hoffentlich komme ich auf dem Rückweg nocheinmal unbeschadet am Häuptling mit der geschneckelten Behornung vorbei.

Ja, klappt, er hat sich meiner sinnlosen Absichten versichert und dreht ab – puuuh!



Hier nehmen alle Fußgänger den selben Weg: trockenen Fußes zwischen den Pfützen hindurch – wir lernen von den Schafen.





Wer hier in Irland auf sich hält, ist bunt tätowiert 😉 Im vergangenen Jahr durften wir einen Einblick in die Bedeutung der Markierungen gewinnen: Es hat etwas mit der Trächtigkeit der Tiere zu tun. In welchem Monat gedeckt wurde, ob das Tier trächtig ist und wann es eventuell nocheinmal gedeckt wurde.












Am Ende wartet der Friedhof:

Altes Graveyard

Neuer Cemetry
Purteen – winziger Fischerhafen



… Warten auf den Atlantik. Die beiden lachen herzhaft, Spaß ist in Irland immer mit an Bord!

Bewacht ihr Futter mit kritischem Blick.



Wow, richtig große Haie wurden hier schon aus dem Meer gezogen!







Der Sandstrand lockt im Sonnenschein.

Klar ist Er auch hier an der Küste vor Ort.

Ein Boot voller Wale- und Sealwatchers kehrt zurück.







Wieder ein herrlicher Tag voller bleibender Erinnerungen!
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