Nach einem ausgiebigen Frühstück suchen wir die Küste Englands nach bekanntem ab.
Irgendwann zwischendurch wird dann zum Mittagessen aufgerufen, dann wieder das Meer…
Unser Flugbegleiter.
Mickey Mouse steuert auf Großbritannien zu.
Im Hafen können wir das Schiff reibungslos verlassen, es folgt eine halbe Stunde Grenzabfertigung und dann 10,5 Stunden auf französichen, belgischen und deutschen Autobahnen. Keine Staus, kein Regen, nur zwei Radarfallen.
Insgesamt 4300 Kilometer auf Straßen, Sträßchen, Wegen zwischen Hecken, Schafen und Rindern, auf rechts und linksdrehenden Kreisverkehren bzw. Roundabaouts haben uns bleibende Eindrücke von einem ganz wunderbaren Land mit seinen liebenswerten Menschen beschert.
Bis zur Abfahrt der Fähre ist heute noch reichlich Zeit, die Sonne meint’s auch gut mit uns, also nutzen wir die Chance, nochmals nach den Seals Ausschau zu halten.
Die Seals entspannen sich bereits und wir können dank Teleobjektiv ganz nah dabei sein.
Zwischendurch wandern wir noch ein kleines Stückchen an der Küste entlang weiter zum Leuchtturm.
Die Sonne sorgt für Stimmung.
Zurück bei den Seals 🙂
Bride’s Head liegt am Ende von Bride’s Well.
Alligator Rock
Wicklow
Bestimmt ein Kunstprojekt
Ehemaliger Knast „Wicklow Goal“, berüchtigt für seine äußerst harten Haftbedingungen.
Hafenmole mit Leuchtturm
Festungsruine „Black Castle“
Wieder das Gefängnis, wir parken gleich gegenüber und müssen jetzt los.
Die Überfahrt
Inzwischen sind wir auf der Fähre und haben von unserer Kabine aus guten Blick auf abendliches Treiben in der Hafeneinfahrt.
Da steht unser Gespann sicher vertäut. Direkt neben uns parkt noch ein Urlauber aus unserem winzigen Landkreis. Übrigens hatten wir den selben schon gleich nach unserer Ankunft in Wexford auf dem Campingplatz kurz entdeckt. Außerdem überholte uns vor einem halben Stündchen noch ein Fahrzeug aus DLG – was für ein Zufall, sieht man sonst kaum einmal auf deutschen Autobahnen mehr als 150 Kilometer von der Landkreisgrenze entfernt.
Aus dem Sonnenuntergang wird heute nix und mit Videos hochladen klappt’s wohl auch erst wieder auf dem Festland.
Wie bei jedem Baumwipfelpfad Made in Bayerwald kann man viel lernen auf dem Weg nach oben.
Ob irgendwer in Irland weiß, dass EAK „Erlebnis-Akademie-Kötzting“ heißt, und noch dazu, wie man es ausspricht?
Avondalehouse
Bumblebee sammelt für ihr eigenes Gebräu.
Da braut sich was zusammen über dem Pint!
Die Herrschaft von Avondale brachte Mitte des 18. Jahrhunderts frischen Wind in die Landschaft, indem sie Eukalyptus aus Downunder Australia anpflanzte, damit rund 150 Jahre später bei entsprechender Baumhöhe die Bierexperten aus Bayern mit den Pintprofis aus Irland eine Kooperationsbasis finden konnten.
Sprudelt spritzig in den Schlund hinunter, egal ob von ganz oben…
oder auch erst weiter unten.
Eucalyptustree
Blick aus dem Pint nach oben.
Prost!
… Übrigens, haben wir heute unser Lager nach Redcross verlegt. Großer Platz mit großzügigen Full Serviced Pitches, getrennten Areas für Families und Adults Only und vielerlei Freizeitangeboten für jeden Geschmack.
Der Giant’s Causeway entstand nach vulkanischer Aktivität. Ein Strom von Basaltlava kühlte sehr langsam ab. Dabei kam es zu den (meist) sechseckigen Spannungsrissen. Der Legende nach wurde der Damm von einem irischen Riesen gebaut, der seinen schottischen Konkurrenten besuchen und besiegen wollte. Die Gesteinsschicht reicht tatsächlich bis Schottland und ist dort als Fingal’s Cave zu sehen.
Ein weiteres „Glass of Thrones“. Ob das mit der Serie zu tun hat? Können wir nicht mitreden. Titel: „House Targaryen, Odyssey“
Die „Titanic-Experience“ steht genau an der Stelle, an der das Schiff 1911 vom Stapel gelaufen ist.
Am Ende der Ausstellung eine beeindruckende Installation über technischen Größenwahn und nicht erfüllte Hoffnungen und Träume.
Ein Zubringerschiff für die Titanic. Das letzte noch erhaltene Schiff der ehemaligen „White Star Line“.
Titanictauglicher Kopfschmuck
Zwischen den Lichtmasten wurde die Titanic zwischen 1909 und 1911 in der damaligen Werft erbaut.
The Iron Throne
Positionslicht
Eine Fähre manövriert an der Pier.
Die HMS Caroline, ein Navy Schiff, genauso alt wie die Titanic.
Das Thompson-Dock, größtes Trockendock der Welt. Hier erhielt die Titanic nach dem Stapellauf den letzten Schliff innen und außen.
Lannister Familiy
Die Titanic und ihr Schwesterschiff Oceanic 1911 gemeinsam in der Werft.
Hier endete seinerzeit der Bug der Titanic.
White Walkers
Belfast Buoys (kein Schreibfehler!).
Eine Soundinstallation. Scheppert so vor sich hin.
Nochmal ein Blick auf die Skyline.
Samson und Goliath. Zwei riesige Kräne, die es geschafft haben, zu einem der Wahrzeichen der Stadt zu werden. Hoch oben an den seitlichen Wangen hat die Firma Krupp ihr Logo verewigt.
Umzug nach Nordirland ins Vereinigte Königreich. Hier wird in Meilen gemessen und mit Pfund bezahlt.
Die Reise ist auf teilweise engen Strecken etwas anstrengend, aber wir kommen gut an auf einem sauberen, gut geführten Platz gleich neben dem „Dundonald International Ice Bowl“.
Sobald alles aufgebaut ist, wird es Zeit für eine kleine Wanderung zum Parlament, das 20 Minuten Fußweg entfernt liegt.
Stormont Estate
Hinter uns ist das Gelände von einem schmiedeeisernen Tor (taugt nicht als Motiv – zu viele parkende Autos davor) abgeriegelt.
Edward Carson. Politiker und Kommilitone von Oscar Wilde am Trinity College in Dublin. Als Mitglied der britischen Regierung schaffte er es 1917/18, den Konflikt mit Irland vorübergehend zu befrieden.
Auf Achill Island haben wir Glück, auf dem Minaun Heights gerade in diesen 22 Minuten nicht in der Wolke zu stecken – anderenfalls hätten wir auf die Rückfahrt gesetzt.
Heinrich Böll
Heinrich Böll erwarb dieses Cottage am Rande des Dorfes Dugort Ende der 50er Jahre, nachdem er die Jahre zuvor schon ein paar Mal mit seiner Familie Urlaub hier gemacht hatte. Bis zur Verleihung des Literaturnobelpreises verbrachte er hier jeweils einige Monate des Jahres, um in Ruhe schreiben zu können. Danach hatte er kaum noch Zeit. Heute gehört das Haus der Heinrich-Böll-Stiftung, die Stipendiaten hier wohnen lässt.
Zwei ältere irische Herrschaften haben sich auch vor dem Schild versammelt. Sie enttarnen uns schnell als Deutsche und erklären, dass sie „by accident“ hier gelandet seien. Sie nutzen die Gelegenheit, um ein bisschen mehr über den Schriftsteller zu erfahren.
Slievemore, ein ganzes Dorf, das während der großen Hungersnot um 1850 herum von seinen Bewohnern verlassen wurde.
SchafeSchafeSchafeSchafeSchafe
… da muss ich doch mal kurz ein paar Schritte vom Weg abweichen, um e i n Tier festzuhalten, das gemütlich an der Kante eines verlassenen Häuschens in der Nachmittagssonne sein Fütterchen wiederkäut, allerdings dabei gerne den Atlantik im Visier hält, statt sich einfach mir zuzuwenden.
Gut, um die paar Schafsböhnchen aller Altersklassen und Verfallszustände ist leicht herumzubalanzieren – verflixt, eine unsichtbare Pfütze im wasserspeichernden Torf sorgt für spontane Kühlung am rechten Fuß – kein Problem, ein zweites Paar Schuhe wartet im Auto auf seinen Einsatz.
Als wisse er genau Bescheid steht völlig unerwartet würdevoll der unumstrittene Waise der Herde in voller Pracht vor mir. Großzügig lässt er mich passieren, dennoch neugierig auf meine Absichten.
Da liegt das Objekt meiner Fotopläne im großzügigen Wollmantel eingehüllt. Hoffentlich komme ich auf dem Rückweg nocheinmal unbeschadet am Häuptling mit der geschneckelten Behornung vorbei.
Ja, klappt, er hat sich meiner sinnlosen Absichten versichert und dreht ab – puuuh!
Hier nehmen alle Fußgänger den selben Weg: trockenen Fußes zwischen den Pfützen hindurch – wir lernen von den Schafen.
Wer hier in Irland auf sich hält, ist bunt tätowiert 😉 Im vergangenen Jahr durften wir einen Einblick in die Bedeutung der Markierungen gewinnen: Es hat etwas mit der Trächtigkeit der Tiere zu tun. In welchem Monat gedeckt wurde, ob das Tier trächtig ist und wann es eventuell nocheinmal gedeckt wurde.
Am Ende wartet der Friedhof:
Altes Graveyard
Neuer Cemetry
Purteen – winziger Fischerhafen
… Warten auf den Atlantik. Die beiden lachen herzhaft, Spaß ist in Irland immer mit an Bord!
Bewacht ihr Futter mit kritischem Blick.
Wow, richtig große Haie wurden hier schon aus dem Meer gezogen!
Der Sandstrand lockt im Sonnenschein.
Klar ist Er auch hier an der Küste vor Ort.
Ein Boot voller Wale- und Sealwatchers kehrt zurück.
Wieder ein herrlicher Tag voller bleibender Erinnerungen!
Besuch im National Country Museum an unserem momentanen Wohnort.
Passiflora
Turlough Round Tower
Ballintubber Abbey
1210 gegründet vom letzten irischen König, zerstört von Cromwell, aber nie aufgegeben. 800 Jahre durchgehend in Benutzung, auch ohne Dach. Seit 1966 wird sie schrittweise wieder aufgebaut. Eine beliebte Hochzeitskirche bei Prominenten, u.a. Pierce Brosnan und Michael Patrick Kelly.
Zustand vor dem Wiederaufbau.
Ein immer offener Unterschlupf für Wandersleute, eine alte gälische Tradition.
Moore Hall
Niedergebrannt während des irischen Bürgerkriegs in den 1920ern und nicht wieder aufgebaut.
Dragonfly
Der Walled Garden des Hauses
Hinter der Gruft ein versteckter Friedhof für Kinder, die während der Hungersnot um 1850 gestorben sind.
Der erste Weg des Tages führt uns zu der ältesten Siedlung der Menschheitsgeschichte, den 5000 Jahre alten Ceide Fields an der westlichen Nordküste Irlands.
The Stags of Broadhaven
Von einem Lehrer und Bauern 1931 beim Torfstechen zufällig entdeckt.
Dokumentationszentrum
Blick über einen Teil der Ceide Fields.
Direkt gegenüber der Fields liegt ein Aussichtspunkt an der Steilküste. Nehmen wir gerne mit.
Das nächste Ziel des Tages im Visier.
Möwe klammert sich mit Mühe fest.
Ein einsames Schiffchen navigiert über den Atlantik die Küste entlang.
Beim Starren in die Ferne werden unsere Blicke magisch ganz nahe herangezoooomt.
Tatsächlich! Was für ein Glück! Direkt unter unseren Augen tummelt sich ein Schweinswal!
Vorsicht, kleines Schiffchen, ein Wal ist in der Nähe!
Noch einer!
und mit etwas Geduld …
immer wieder eines der wunderbaren Tiere beim gemächlichen Tauchgang durch die Küstengewässer.
Das Schiffchen war ganz nahe dran – welches bewundernswertes Glück.
Wir fahren auf dem Landweg ein paar Kilometer nach Norden zum
Dún Briste
Das Downpatrick Head Blowhole. Heute bei wenig Wind leider kein Blow, nur Hole.
Patrick, allgegenwärtig.
Gleicht einem leckeren Stück Torte.
Das Möwenbaby trägt an der rauhen Felswand zum Glück sein flauschiges Bettchen direkt am Leib.
Wir gehen an diesem nördlichen Flecken einzigartiger Natur über weiche Moospolster.
Immer das selbe Motiv – und doch immer anders. Ich kann mich einfach nicht sattsehen.
Jetzt ein Blow, aber ohne Hole.
Moyne Friary
Kurzer Fahrtweg, neues Ziel, kein Parkplatz – wie erwartet – Auto auf enger Straße an eine Mauer geschmiegt, wird schon gut gehen.
Gefunden! Da ist er ja, The Bull!
… und The Friary.
Lang- und Seitenschiff.
Klosterküche.
Alles ruhig bei The Bull…
Dormitorium im Obergeschoss.
Refektorium.
Chor.
Sonnenfinsternis war auch noch. Da wäre jetzt ein passender Filter hilfreich gewesen, aber die veränderte Lichtstimmung hat die Kamera doch recht passabel eingefangen.