Max Beckmann

… ist in München eine Sonderausstellung gewidmet.

In Pasing Parken wir & ab dort Riden wir. Am Hauptbahnhof wechseln wir von der S- zur U-Bahn, mit der wir bis zum Königsplatz fahren.

Schon monumental, was da in unserer Landeshauptstadt so alles rumsteht.

Wir sind am Ziel. Hier werden wir den Werken des weitgereisten Künstlers begegnen.

Ein Lichthof gehört zum „guten Ton“ eines Kunstmuseums.

Selbstbildnis mit Sektglas, Städel Museum, Frankfurt am Main, Gemeinsames Eigentum mit dem Städelschen Museums-Verein e. V., der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Bundesrepublik Deutschland

Selbstbildnis mit Sektglas ist eines von mehreren Selbstbildnissen, die wir betrachten können.

„Departure“ bildet den Mittelpunkt der Ausstellung. Eine Trilogie, in der Beckmann seine Flucht aus Deutschland verarbeitet hat.

Wer dieses Werk gerne sehen möchte, der sollte unbedingt selbst die Ausstellung besuchen! Kein Smartphone-Foto kann den Originalen gerecht werden.

Tanz in Baden Baden, 1923, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München, Stiftung 1974 Günther Franke

Nutzt die Gelegenheit in München, schaut euch eine großartige Zusammenstellung eines der bedeutendsten und zugleich außerordentlich fleißigen Künstlers aus der Mitte des 20. Jahrhunderts an!

Zu dritt sind wir heute unterwegs und haben noch Lust auf Andy Warhol. Den gibt‘s wenige Meter weiter im Museum Brandhorst, wie wir wissen. Was wir nicht wissen: Bei Andy wird zur Zeit geschraubt und gebohrt, es werden Wände verschoben und Werke neu zusammengestellt. Also erklimmen wir das obere Stockwerk, wo Cy Twombly exklusiv residiert. Ein Erlebnis der besonderen Klasse. Wer hier den künstlerischen Zugang einmal gefunden hat, wird sicherlich immer wieder zurückkehren in die riesigen Ausstellungssäle mit ihren in Serie produzierten Farbbeutelkunstwerken, die das Auge einladen zum Verfolgen der zufällig entstandenen Linien. Oma-Liese beobachtet scharfsinnig: Bemerkenswerterweise streben die Farbtropfen auf allen Bildern zielbewusst und unaufhaltsam nach unten. Bei den blauen Rosen genauso wie bei den roten, gelben, orangen. Bei allen 24 Rosenbildern laufen die Tropfen stur nach unten, um auf ihrem Weg mangels ausreichender Flüssigkeit an beliebiger Stelle zu erstarren. Ob es einen Zusammenhang mit der Schwerkraft geben könnte? Auch in den anderen Räumen immer wieder das gleiche Spiel. Egal auf welchen Untergrund, ob Holz, ob Leinwand, die Farbe nimmt ihren Weg nach unten. Ausnahmslos.

Übrigens: Gegenläufig zur Richtung der Farbtropfstraßen schießen die Preise für die Kunstwerke ungebremst in astronomische Höhen.

Gut möglich, dass wir bei nächster Gelegenheit nochmal die Eindrücke aus der ersten Etage vertiefen werden, wenn ab dem 28. Februar die Warhol-Ausstellung im Erdgeschoss wieder eröffnet werden wird.

Wir komponieren jetzt mal Kunst für Arme:

und treten der Realität gegenüber.

Wer würde nicht gerne in aller Öffentlichkeit auf seien Boxsack eindreschen? Vermutlich legt man jegliche Scheu ab, wenn man ein Appartement in derartig prominenter Nachbarschaft bewohnt…

Nochmal an der Pinakothek der Moderne vorbei, wo man auf jeden Fall Max Beckmann einen Besuch abstatten sollte, lassen wir unseren Kunstausflug ausklingen.

Auch eine kleine Kunstsammlung, unsere stolze Sammlung vieler bunter Eintrittskarten auf sorgfältig angeordnetem Schotter, die wir am heutigen Tag ergattern konnten.

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Niki de Saint Phalle

… hätte uns im Herbst schon in Zürich gereizt, hat leider nicht geklappt. Jetzt besteht die Gelegenheit in Frankfurt und wir greifen zu!

Heute mal kein Stau auf der A7, weshalb wir früher als erwartet am P&R Parkplatz landen, von wo uns die U-Bahn ganz entspannt mitten ins Zentrum der Stadt chauffiert.

Schon auf dem Bahnsteig ist zu erkennen: „Hier sind wir richtig!“

Nach wenigen Schritten finden wir uns unter dem Glasdach vor der Kunsthalle Schirn ein.

Soooo viele schöne Fotos konnte ich aufnehmen. Leider ist da wieder einmal die Problematik mit dem Urheberrecht. Da Niki de Saint Phalle bis 2002 lebte, darf ich alle meine Bilder bedauerlicherweise nicht veröffentlichen. Schon sehr schade.

Die Ausstellung war unseren kleinen Frankfurt-Ausflug jedenfalls absolut wert. Von Niki de Saint Phalle kannten wir bisher nur die Nanas. Die Ausstellung zeigt aber in beeindruckender Weise ihre Entwicklung von der missbrauchten Tochter über ihren Aufenthalt in der Psychiatrie hin zur selbstbewussten Frau und politischen Künstlerin.

Wir haben Schießbilder kennengelernt. Gipsbilder, bei denen Niki unter der Gipsschicht Farbbeutel eingearbeitet hatte, um später mit einem Gewehr auf sie zu schießen und so blutende Bilder zu erzeugen.

Wir ließen Bilder auf uns Wirken, die aus vielen Spielzeugpuppen zusammengeklebt sind, und wir lernten ein Braut kennen, die auf einem lebensgroßen Pferd reitet, das mit vielfältigem goldbesprühten Spielzeug beklebt ist. Mit der Herstellung vieler solcher Objekte verdiente sich Niki de Saint Phalle das nötige Kleingeld, um sich ihren Traum von einem Tarot-Garten in der Toscana zu verwirklichen.

Ausstellungsbesucher werden die dicken knallbunten Nanas künftig mit einem neu geschärften Blick und tieferem Verständnis betrachten.

Wie gerne würde ich die Fotos zeigen!

Als wir aus der Kunsthalle heraus kommen, ist der Frankfurter Fastnachtsumzug in vollem Gange. Ja, da hätte ich auch ein paar Bilder aber die würden an dieser Stelle nur störend wirken.

Außer Narren ist noch ein Elch unterwegs und am Bahnsteig fällt der Frankfurter Adler zwischen den Bodenplatten auf.

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Dresden

Der Landeshauptstadt Sachsens statten wir heute einen Besuch ab. Wir waren schon mehrmals hier, aber den Blog gab’s damals noch nicht. Da gibt’s also einiges nachzuholen und außerdem muss Oma-Liese nach neun Jahren mal wieder nachschauen, was sich so alles getan hat an den Baustellen Dresdens. Obendrein ist da noch der Striezelmarkt. Ja, kennen wir auch schon und gerade deswegen zieht es uns wieder hierher.

Unter dem Internationalen Congress Center können wir parken und tauchen direkt neben dem Sächsischen Landtag an die Oberfläche. Beides liegt am Elbeufer, wie man an dem ersten Foto, das entsteht, erahnen kann. Das Motiv kann nichts für die widrigen, nasskalten Wetterverhältnisse, ist aber zum Glück zu Fuß bequem zu erreichen.

Katholische Hofkirche

Semperoper

Reichlich viele Busse laden hier ganze Armeen von Touristen ab…

Fürstenzug

Friedrich der Gebissene ist Oma-Lieses Favorit unter all den Fürsten.

Da hat’s doch mal ein Schwabe geschafft: an prominentem Platz auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden verkauft er seine Spezialität in der Vorweihnachtszeit.

Unser Ziel ist aber zunächst der Striezelmarkt. Um 11:30 Uhr sind wir also am Alten Markt. Seltsame Ruhe herrscht dort, die meisten Marktstände haben ihre Rollläden herunter gelassen oder nur halb geöffnet, in vielen Ständen ist innen Licht zu sehen, verkauft wird aber trotzdem nichts??? Vielleicht geht’s erst um 12 so richtig los?

Wir besichtigen erst mal die Kreuzkirche.

Kreuzkirche (Kirche offen steht auf einem Transparent zu lesen, stimmt aber leider nicht.)

Einmal um die Kirche herumgelaufen und keinen Eingang gefunden. Alle Portale verschlossen. Nur der Turm soll wohl geöffnet haben. Die Warteschlange bei dem miesen Wetter ist uns zu lang. Inzwischen ist es 12:00 Uhr, bestimmt ist auf dem Striezelmarkt jetzt Betrieb (laut www. ist er immer ab 10:00 Uhr geöffnet). Falsch, nix los! Kaum Menschen, kein Verkauf. Was ist denn da los? Vor einem Jahr wurde der Markt zwei Tage vor der Eröffnung wegen Covid 19 abgesagt, heuer findet er statt und dann befinden sich die Marktstände im Bummelstreik? Am Samstag vor dem dritten Advent?

Die Altmarktgalerie ist nahe, da kann man zwischenzeitlich sicher einen Notregenschirm gegen die Nässe von oben erwerben. Alle Eingänge mit rotem Flatterband abgesperrt!. Vor dem Haupteingang schwerbewaffnete Polizei! Wir verlassen das Terrain! Jetzt aber sofort!

Die Internetrecherche bringt zu Tage: ein bewaffneter Geiselnehmer hat sich im Gebäude verschanzt, nachdem er am frühen Morgen schon mutmaßlich einen Menschen erschossen hatte und danach in die Räumlichkeiten eines lokalen Radiosenders einzudringen versucht hatte.

Wir werden die Frauenkirche besichtigen und unterwegs noch auf einem der vielen kleineren Märkte eine Bratwurst verspeisen.

Frauenkirche

…auch geschlossen, öffnet wieder um 13:00 Uhr. Wir versuchen Eintrittskarten für das Grüne Gewölbe zu erstehen. Vergeblich, alles ausgebucht heute. 13:00 Uhr, nur noch ein viertel Stündchen. Dann kehren wir zur Frauenkirche zurück und erblicken eine unendlich lange Warteschlange. Vatikanische Verhältnisse! Allerdings bei schlechtem Wetter. Vielleicht später…

Also dann zur Elbe, die Treppe hoch zur Brühlschen Terrasse.

Gottfried Semper auf der Brühlschen Terrasse

Nur schnell einige Eckpunkte fotografieren, dann die Kamera wieder wegpacken, damit die zunehmend nasseren Schneeflocken keinen Schaden anrichten können. Nicht das ideale Wetter für den Blog. Dresden wird im nächsten Jahr nochmal besucht werden müssen.

Semperoper

Finanzministerium

In einem kleinen Ladengeschäft mit allerlei verlockenden Lederwaren verkündet gerade der Ladenbesitzer, die Geiselnahme sei beendet. So, jetzt nochmal der Striezelmarkt!

Der Striezelmarkt, rechts die Altmarkt-Galerie

Wir drehen so einige Runden durch den Markt, und finden so dies und das und anderes dann wieder nicht. Jetzt ist jedenfalls ordentlich Betrieb – heute ist halb Polen auf dem Striezelmarkt unterwegs – und als wir uns nur noch von den Massen mittreiben lassen können, beschließen wir, den Rückzug anzutreten.

Die Fürsten lassen wir nochmal an uns vorbeiziehen…

Friedrich August der Gerechte

Also dann Dresden, bis zum Frühjahr 2023!

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Nochmal Erfurt!

Kaufmannskirche

Schönes Fachwerkhaus

Kleine Alte Waage

Ein schönes altes Gebäude reiht sich an das andere…

Michaeliskirche und Laasphe -Kapelle

Mikwe

Krämerbrücke

Alte Synagoge

Fotografieren strengstens verboten! In der Alten Synagoge ist nämlich ein sehr besonderer Schatz ausgestellt.

Wer sich für den Schatz interessiert kann ihn hier bewundern und bekommt gleich noch wertvolle Informationen dazu

Zitadelle Petersberg

Garnisonswache

Arrestzelle Nr. 1

Barfüßerkirche

Wir sind zu spät dran. Die Kirche hat schon geschlossen aber durch die Fitterstäbe am Seitenportal können wir einen Eindruck erhaschen.

Erfurt lohnt sich!

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Gotha

Direkt vor dem Schloss können wir parken, genau an der Stelle, wo wir vor Jahren schon einmal bei einem kleinen Wendemanöver beschlossen haben, bei Gelegenheit auch mal Gotha einen Besuch abstatten zu müssen. Heute ist die Gelegenheit günstig. Wir sind da.

Halb ums Schloss herumgelaufen stoßen wir auf Ernst den Frommen, der in die Stadt hinunter blickt.

Die Brunnenanlagen sind leider schon winterfest verhüllt. Auf halber Höhe des Weges befindet sich eine etwas erhöhte Galerie, wo es allerlei zu entdecken gibt:

Nicht zuletzt scheint dies ein politisch bedeutsames Fleckchen Erde zu sein:

… und immer schon war es der 9. November!

Gotha leistet sich zu Oma-Lieses Fotoglück Kanaldeckel mit Wiedererkennungswert!

Weitläufiger Platz, kaum Menschen?!

Ratskeller

Gleich noch ein auffälliges Stück mit Geschichte.

Da ist leider kein Hineinkommen, auch nicht im südlichen Seiteneingang.

Luise Dorothea von Sachsen-Gotha eilt leicht bekleidet mit einem Buch in der Hand durch die Stadt.

Noch einer!

Schloss Friedenstein

Nachdem wir uns eine Überblick über die Stadt verschafft haben, ist es Zeit, ins Schlösschen zu spähen.

Ernst der Fromme hat wohl mit den Bauarbeiten begonnen, aber vorherrschend scheint im Schloss doch Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg zu sein.

Alles ein bisschen schwer, dunkel, protzig, überladen. Vielleicht wenn die Räume höher wären…

Die Decke hängt zur Mitte hin schwer durch. Wenn die mal nicht gerade jetzt herunter kommt!

Das Familiensilber ist seitlich im Festsaal ausgestellt. Gegenüber hat man das Chinesische Porzellan drapiert.

Im Schloss wird fleißig saniert, sodass wir nicht alle Räume besichtigen können. Da sind wir nicht böse drum, denn wir haben auch so schon genug gesehen.

Einige Stücke aus der Sammlung des Hausherrn:

Bernstein

Im Untergeschoss befindet sich ein Museum mit bedeutsamen Gebrauchsgegenständen aus der jüngeren Vergangenheit:

Ekhof-Theater

Das Theater dürfen wir unbeaufsichtigt betreten. Anschließend gibt uns ein sehr freundlicher Sicherheits-Angestellter noch einige Informationen zum Theatermuseum. Wir fühlen uns umsorgt wie zuletzt in England.

Die Bühnentechnik ist das Besondere: Eine Schnellverwandlungsmaschinerie, bei der sechs unterschiedliche Bühnenbilder zum Einsatz kommen können, die von Hand mechanisch eingezogen werden müssen. Ferner gibt es eine Windmaschine, eine Donnermaschine und seit kurzem im Einsatz – der Regenmacher, der momentan noch Probleme macht: Die Erbsen oder Bohnen werden durch mehrfache Benutzung zu Mehl vermahlen, das dann wiederum die Technik beeinträchtigt! Unser freundlicher Führer leidet sichtlich mit. Eine Tipp gibt er uns noch mit auf den Weg: Falls wir bei Gelegenheit eine der Aufführungen im Sommer besuchen wollten, sollten wir leichte Kleidung tragen, um nicht durch die aufsteigenden Hitze einen Schwächeanfall zu erleiden. Wie er weiter ausführt, sei dieses Problem weniger bei den Damen gegeben, die ja ohnehin normalerweise einfach in ihr kleines Schwarzes schlüpften, sondern vielmehr sollen wohl die Herren betroffen sein, wenn sie korrekt gekleidet im Anzug erschienen. Falls wir also wieder einmal des Weges kommen, werden wir uns der Worte des besorgten Mannes erinnern und uns nur leicht bekleidet zur Aufführung begeben wie schon dereinst die aufgeklärte Luise Dorothea von Sachsen-Gotha mit dem Buche.

Was auffällig ist: Außer uns kein einziger Besucher im gesamten riesengroßen Schloss inklusive Theater!

In der Stadt haben wir uns schon vor Stunden ein kleines Café am Buttermarkt ausgespäht, das wir jetzt aufsuchen werden.

Museum mit einer Ausstellung von Sammelobjekten des Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg

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Kyffhäuser

Ein knappes Stündchen Fahrt mit dem PKW und schon sind wir auf dem Kyffhäuser. Oma-Liese wird heute lernen, was es mit dem seltsamen Namen auf sich hat. Ein Berg? Ein Denkmal? Nationalstolz? Bald weiß Oma-Liese mehr.

Der Himmel reißt auf und die kleine Wanderung hoch zum monströsen Denkmal kann beginnen.

Kaiser Wilhelm macht sich auch gerade auf den Weg…

Mit fröhlichen Wanderliedern geht’s doch einfach beschwingter!

Das muss die Unterburg sein. Macht einen massiven Eindruck, allerdings schon bedenklich nach außen ausgebeult.

Wir singen fröhlich weiter…

Dürfte der Turm der Unterburg gewesen sein.

Ziemlich verschachtelt, ziemlich viele Räume!

Vor der Kapelle hat man Infotafeln für uns aufgestellt:

Einen Wanderstempel gibt’s auch:

Novalis war hier! Er hat die Aussicht genossen. Wir tun’s ihm gleich.

War Goethe eigentlich auch hier?

Nicht viel übrig von der Mittelburg.

Ach was, keine Grübeleien über alte Zeiten. Besser wieder ein Liedchen anstimmen!

Gleich haben wir das Kaiser Wilhelm Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser erreicht.

Barbarossa macht einen entspannteren Eindruck als Kaiser Wilhelm. Vielleicht liegt’s am Liedgut.

Gewitter droht momentan keines, also hinauf zur Krone!

Um uns den Aufstieg zu verkürzen, hat man uns auf einem Zwischengeschoss allerhand wissenswertes über Nationaldenkmäler und Nationalstolz zusammengetragen. Oma-Liese hält mal alles im Bild fest. Wer weiß, an einem kalten Winterabend im trauten Heim…

Wir wollen jetzt da hoch!

Kein Gewitter heute aber ganz schön stürmische Winde pusten uns kräftig durch!

Als wir unser Auto abgestellt haben, war da noch kein Bus weit und breit. Da müssen ja ganze Hundertschaften auf dem Weg nach hier oben unterwegs sein!

Oberburg mit Barbarossaturm

Unterburg

Der Abstieg fällt leicht 😉

Die Halle unten dient als Kriegerdenkmal und sie wird als Hochzeitsörtlichkeit angepriesen.

Danke Bruno!

Das Kriegerdenkmal vom Barbarossaturm aus gesehen. Warum genau hab ich jetzt kein weiters Foto vom Barbarossaturm?

Egal, im Turm lauern Infotafeln:

Wir steigen in die nächste Etage hinunter

… und finden:

Verlies

Jetzt taucht doch noch ein Foto vom Barbarossaturm auf, der im Übrigen nur noch knapp halb so hoch ist wie ursprünglich.

„Sei fotogen!“ fordert sein Frauchen ihn auf, als Oma-Liese der Besitzerin einen Deal abringt: Die Oma fotografiert die Kleingruppe vor dem Denkmal nur gegen ein Foto vom strammen Hündchen.

Wir sind wieder an der Burgmauer der Unterburg angekommen.

Keine Spur von den Bustouris. Wahrscheinlich nur eine Kaffeefahrt ins Gasthaus. Als wir abfahren, steigen die Massen auch gerade wieder in die Busflotte.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen

In Bad Frankenhausen finden wir ein unfreundliches und ein freundliches Café. Unsere Wahl fällt auf zweiteres.

Ganz schön schief!

An der Rettung wird gearbeitet.

Oben auf dem Berg steht das Panorma Museum über den Bauernkrieg. 900 Meter zu Fuß den Berg hinauf – das sollten wir heute noch schaffen.

Schönes Clubheim für einen Motorradclub!

Schon wieder ein bisschen schiefer…

Das Panorama Museum kommt in Sicht.

Thomas Münzer hat hier gegen den Willen von Martin Luther die Bauern in den Krieg und damit in den sicheren Tod geschickt.

Im Museum darf nicht fotografiert werden. Ist aber nicht weiter schlimm, denn schön ist es nicht, was da 1985 in knallbunten Farben an Kriegseindrücken an die Wand gemalt worden ist.

Wieder in der kleinen Stadt angekommen, reicht das Licht noch gerade für ein paar letzte Eindrücke.

Ach so: Nationalstolz? Oma-Liese kann auch weiterhin ohne.

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Weimar

Im Sommer 1990 waren wir schon einmal hier in Weimar, hier in Goethes Wohnhaus. Damals kostete der Eintritt pro Person 1,50 DM. Wir waren die einzigen Besucher und kamen so zu einer exklusiven Privatführung.

Heute kostet der Eintritt pro Person 13 €, Audioguides können zusätzlich gebucht werden und Oma-Liese muss geduldig warten, bis keine Menschen mehr vor der Linse herumspringen.

Das Treppenhaus soll nach Goethes Plänen erbaut worden sein.

Christiane von Goethe, Ehefrau

Handschriften

Winzige Küche

Majolika Sammlung

Johann Friedrich II., Lucas Cranach d. J.

Arbeitszimmer

Die Bücher sind derzeit alle zu konservatorischen Zwecken ausgelagert.

Auf diesem Stuhl verstarb Goethe.

Zwei Gärtnerinnen sind momentan damit beschäftigt, den Garten auf den Winter vorzubereiten.

Durch den Innenhof verlassen wir das Wohnhaus und treten auf den Frauenplan mit dem Goethebrunnen.

Auf dem Marktplatz testen wir die Thüringer Rostbratwurst. Kenner verzichten auf den Senf, wir nicht.

In der Bastille saß einst Johann Sebastian Bach vier Wochen ein. Sein Vergehen: Doppelbesoldung.

Modernes Infogebäude

Schlossmuseum

Marstall

Stadtkirche St. Peter und Paul

Cranach Altar

Johann Gottfried von Herder

Bauhausmuseum

Goethe und Schiller vor dem Nationaltheater, das von Goethe als Hoftheater gegründet worden war.

An Schillers Haus werden wir abgewiesen: Gleich 16:00 Uhr, im Haus gibt es keine Beleuchtung, schlechte Lichtverhältnisse, man kann nichts mehr sehen.

Macht nix! Wir haben genug gesehen für heute.

Christoph Martin Wieland

Unter dem Grün haben wir unser Automobil versteckt.

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Drei Gleichen

Die heutige Wanderung beginnen wir in der kleinen, malerischen Ortschaft Mühlberg hinauf zur Mühlburg, eine der Burgen der Drei Gleichen.

Noch so ein warmer Herbsttag, der Reformationstag am 31. Oktober 2022, in der vorwiegend evangelisch geprägten Gegend der höchste Feiertag im Jahr.

Gut sichtbar ist der Aufbau von Fachwerk an dieser renovierungsbedürftigen Gebäudewand.

Hoppala!

Reformationstagstauben

Die notwendigen Höhenmeter überwinden wir zügig, um in einen wahren Schilderwald zu geraten. Ab hier fasse ich Infotafeln in Blocks zusammen. Wen’s interessiert, kann’s ja jederzeit öffnen.

Infos zu den Grenzsteinen des Kurfürstentums Mainz sind oben auf der ersten Tafel zu finden 😉

Die Mühlburg ist die älteste der drei Burgen und sogar die älteste Thüringens.

Burg Gleichen mit deutlich erkennbarer Steppe am Hang

Gotha ist deutlich erkennbar.

Wir betreten das Burginnere.

Nochmal Burg Gleichen

Der ursprüngliche Eingang zum Turm überfallsicher in luftiger Höhe.

Die dritte im Bunde: Die Wachsenburg

Am 31. Mai 1231 hatte ein Kugelblitz gleichzeitig in alle drei Burgen eingeschlagen, woraufhin sie alle drei lichterloh brannten. Dieses Ereignis brachte ihnen die Bezeichnung „Die Drei Gleichen“ ein.

Die Grundmauern der Radegundekapelle

Mühlberg

Über die hölzerne Wendeltreppe verlassen wir den Turm wieder.

Nochmal Infos:

Radegundkapelle

Unsere herbstliche Wanderung setzen wir auf dem Kamm der Schlossleite fort.

Bei aller gründlichen Beschilderung hat wohl irgendjemand vergessen, den Wanderweg erkennbar auszuweisen, denn Oma-Liese und der Opa sind plötzlich auf einem seeehr steil abschüssigen Mountainbike-Trail unterwegs.

Der Admiral ist fast auf allen unserer Ausflugziele zu finden.

Endlich wieder ein Weg für Normalwandernde!

Da sind sie alle drei zu sehen, Die Drei Gleichen.

Sein Herrchen kauft sich eine Thüringer Rostbratwurst und Er ist durchaus sehr zuversichtlich, auch eine abzubekommen.

Sankt Lukas

Eine Dorfkirche!

Nein, dies ist nicht der Grabstein von Lehrer Lämpel. Ein anderer Name steht in den Grabstein eingemeißelt, aber bestimmt erkennt die Familie bei ihrem lieben Verstorbenen gewisse Parallelen zu dem berühmten Bilderbuchpädagogen.

Rathaus und Ratskeller

Auf dem Rückweg nach Erfurt sind wir auf der Suche nach Thüringischer Küche und wagen mal eine kleine Gesetztesübertretung, indem wir nur ganz kurz den Parkplatz eines Gasthofes benutzen, um die Speisekarte des Restaurants studieren zu können. Schade, es gibt keine Speisekarte, dafür aber zwei unübersehbare Exemplare dieser einladenden Informationstafel als Abrundung für meine heutige Schildersammlung:

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Erfurt

Willy Brandt war 1970 zu ersten Gesprächen mit dem Zug angereist und im damaligen Hotel gegenüber dem Bahnhof abgestiegen. Die Bürger der DDR hatten sich vor dem Gebäude versammelt und so lange ihr Anliegen skandiert, bis der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nach einigem diplomatischen Hin und Her dann doch endlich ans Fenster im rechten Erker getreten ist.

Der Schriftzug lautete damals „Erfurter Hof“, heute stellt die Inschrift das Willy Brandt-Denkmal der Stadt Erfurt dar. (Das historische Ereignis kann man online im Bundesdesarchiv als Filmdokument ansehen.)

Reglerkirche

…leider außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen.

Wenn’s warm genug ist, tropfen hier ganz bestimmt Honig und Bienenwachs aus acht Metern Höhe herab 😉

Sankt Lorenz

Orgelklänge und Gesang schallen ins Freie. Wir warten den Gottesdienst noch ab…

Lorenz trägt als Symbol den Rost mit sich, auf dem er verbrannt worden war.

Der ursprüngliche Kreuzweg war aus Stein gemeißelt, wie an einem einzigen erhaltenen Beispiel zu erkennen ist. Oma-Liese stellt das leider verunglückte Foto davon nicht in den Blog.

Ein mit Schuhen behängter Baum steht im Kirchhof.

Käpt’n Blaubär schippert mit Hein Blöd über die Gera.

Krämerbrücke

Die Brückenhäuser der Krämerbrücke

Fischmarkt

Dom St. Marien

So so!

Lorenz und sein Rost.

Wer hat nur den Lautsprecher da abgestellt?

Wolfram, 1160 n. Chr. erschaffen, ist die älteste bekannt freistehenden Bronzefigur.

Ein wuchtiger Altar!

Liebevoll gefertigt erscheinen die zahlreichen Schnitzereien im Chorgestühl.

Bekannte, leider wenig friedvolle Schlüsselszene aus dem Alten Testament. Da versteht man die Herkunft der Bezeichnung „gottesfürchtig“.

Taufbecken mit einem himmelhohen Baldachin.

Gloriosa, die 12 Tonnen schwere Glocke kann heute leider nicht besichtigt werden, montags findet keine Führung statt und außerdem sind Führungen nur bis Ende Oktober möglich. Dreifaches Pech für uns! Da müssen wir wohl mal wiederkommen, denn Gloriosa wurde in Nördlingen restauriert und da Heimat bekanntlich verbindet, bleibt uns gar nichts anderes übrig.

St. Severi

…ist eine sehr große gotische Hallenkirche, die sich im Bauwettkampf um die Größe irgendwann dem Dom geschlagen geben musste.

Dom, Westportal.

Im Westen, unterhalb von St. Severi und dem Mariendom

… haben sich fleißige Hände die Mühe gemacht, die heimische Vogelwelt in Strick- und Häkelmaschen abzubilden und Bäume damit geschmückt.

Am schmalsten Haus der Stadt hängen immerhin fünf Briefkästen.

30. Oktober 2022 in Erfurt bei 24°C. Für haben wir genügend Eindrücke gewonnen. Eine prächtige Stadt mit Geschichte in Deutschland, die man im Westen viel zu wenig kennt.

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