Haarlem

Wir bewegen uns Richtung „Grote Markt“, von wo Musik zu hören ist. Wir schauen also nach: Im Moment gibt ein Vorgruppe ihr Können zum Besten, wir wir später in der Abmoderation erfahren werden. Zum 68. Mal ist nämlich heute der

Mars der Muzikanten

Hier gibt’s eiiiinige Clips. Wem’s zuuuuu viele sind, der schaut sie einfach nicht.

Endlich wird’s aber mal Zeit, die Stadt Haarlem unter die Lupe zu nehmen. Haarlem gelangte im 17. Jhdt. durch den Anbau und den Handel mit Tulpen, welche ursprünglich die Seefahrer aus Asien als Importartikel mitgebracht hatten. Nachdem der Tulpenhype abgeflaut war, gelang den cleveren Handelsleuten mit Hyazinthen erneut ein kleines Wirtschaftswunder.

De Grote of St. Bavokerk ist wegen einer Konzert-Veranstaltung am Abend leider schon geschlossen. Mozart hat hier übrigens auch schon in die Tasten gehauen.

Die Kapellen wetteifern immer noch miteinander und schon zieht uns das Spektakel wieder in seinen Bann…

Glaub ich gerne, dass du da hinein willst…

Wir versorgen uns nochmal mit grundlegenden Kaas-Spezialitäten des Landes.

Wohnhaus und Malerwerkstatt von Frans Hals

Der Fuß des Merkur. Von einem Haarlemer Künstler 1975 nachts heimlich aufgestellt, gehört er jetzt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Keine Kaffeepause? Doch, klar: Koffie und Appeltaat im Naturkostcafé by Lima.

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Den Oever

Erste Tat heute: die schwimmende Brücke von ‚t Zand fotografieren. Die sollte man mit dem Caravan nicht benutzen, warnte uns unser Campinganbieter frühzeitig. Haben wir auch nicht, aber seit zwei Tagen passieren wir das instabile Bauwerk mit wachsender Begeisterung.

In Den Oever angekommen freuen wir uns erst mal über die geballte Fischereischifffahrt.

Krebsfangreuse

Fangkorb für Langusten

Es gibt eine Löfflerkolonie, auf die man hier ein bisschen stolz ist.

Immer mehr Kapitäne setzen die Segel, um die aufkommende Brise zu nutzen.

Vom Beobachtungsturm aus kann man recht gut übers Vogelschutzgebiet blicken.

Das alte Signalfeuer steht zwar noch, ragt aber über den neuen Damm längst nicht mehr hinaus.

Nach Koffie und Appeltaat bei Tante Pietje fahren wir ein paar Kilometer weiter nach

Medemblik

Ein kurzfristig niedergehender Regen macht uns einen Strich durch die Rechnung, im kleinen Küstenort Medemblick den Samstagnachmittag zu verschlendern. Gut, der Regen wird nicht lange anhalten, aber anstatt abzuwarten hat der Opa noch ein weiteres Ziel am Ortsrand in petto. Also auf zum

Dampfmaschinenmuseum

Wir haben Glück, denn heute ist Jubiläumstag im Museum. Deshalb wurde hier richtig eingeheizt und es gibt einiges in Aktion zu bewundern:

In unserer Urlaubsgegend im Norden der Niederlande sind zwar schon die meisten Blumenfelder verblüht und teilweise konnten wir auch schon die Vollernter beobachten, wie sie die Blumenzwiebeln dem sandigen Boden entnehmen aber immer wieder finden wir blühende Felder, die von hier aus ganz Europa erobern.

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Käsemarkt in Alkmaar

Es ist angerichtet. Das Glockenspiel unterhält die wartenden Zuschauer bis das Spektakel endlich beginnt.

Frau Antje betritt die Arena – ein gutes Zeichen!

Mehr Antjes nehmen die Arbeit auf – es spitzt sich zu!

Noch ein Viertelstündchen…

Eine Moderatorin begrüßt die Gäste und die Honoratioren der Stadt und des Käses.

Ein ziiiiiemlich ausführlicher Clip vom fesselnden Kaas-Ereignis:

Wir sind gesättigt vom Käsetragen, Käsewiegen und vom Käsehandel.

Alkmaar hat vielleicht auch noch andere Spezialitäten als nur köstlichen Käse, von dem wir uns selbstverständlich Kostproben fürs Wochenende mitgenommen haben.

In den Grachten der Handelsstadt des Käses werden die Laibe umhergefahren. Immer die selben auf immer dem selben Kahn mit immer dem selben Kaasschipper der immer dieselbe lustlose Miene zur Schau trägt. Der reine Showakt für Touris wird uns also untergejubelt – speziell für Selfieshooter und Blogposter 😉

Da ist er wieder.

30.000 kg Kaas haben die Besitzer gewechselt und werden jetzt übers Land reisen.

Oben das Rathaus, unten

die Rote Sint-Laurenskerk.

Bevor wir die Kirche erreichen, freuen wir uns noch über das Spiel einer Drehorgel – gut, zugegeben alles ganz magisch mit einem Motörchen betrieben – aber irgendetwas wird sich da im Inneren schon drehen, hoffe ich jedenfalls.

Oh, allerlei weltliches Treiben verblüfft unsere Augen.

Die evangelische Kirche dient heute als Startplatz für ein Fietsrennen. Es gibt einen Stand mit Erfrischungsgetränken, eine Massagekapelle, Toiletten, Infostände und was eben alles zu einem Fahrradrennen dazugehört. So muss Kirche sein! Nah dran am Leben, besser noch: Ein Teil vom Leben.

Zaanze-Schans

Vier alte Windmühlen, die noch heute in Betrieb sind stehen dicht nebeneinander am Ufer. Heute kann eine von ihnen besichtigt werden.

Farbpigmente wei Maler sie benötigen werden hier bis heute hergestellt. Übrigens waren wir gestern im Haus des Farbenfabrikanten zu Gast. Sein Haus, das heute im Museumsdorf seinen Platz gefunden hat, sticht unter den anderen Anwesen durch seine Größe und luxuriöse Ausstattung heraus.

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Enkhuizen, Zuiderzeemuseum

Als wir auf dem Parkplatz ankommen, ist von einem Museumsdorf keine Spur zu sehen. Erst als wir am Check-In mit unserer gestern erstandenen Museumskaard passieren, begreifen wir, dass wir mit einer Fähre zum eigentlichen Museumsbereich übersetzen werden.

10 Minuten später kommt es in Sicht: Ein Museumsdorf, das mit viel Liebe zum Detail wiederaufgebaut worden ist. Darsteller einzelner Berufsgruppen erwecken das Museum zum Leben und laden zum Eintauchen in längst vergangene Zeiten ein.

Die Fotos sollen ab nun für sich sprechen:

Wenn im Sommer die Kühe auf der Weide grasten, wurde die Wohnung kurzerhand in den kühlen Stall verlegt.

Baumarkt anno dazumal …

Ein Durcheinander ohne Gleichen, in dem sich der Inhaber sicherlich perfekt auskannte. Wer hier ein besonders ausgefallenes Schräubchen oderwasauchimmerchen kaufen wollte, dem konnte der Fachverkäufer garantiert zur vollsten Zufriedenheit zu Diensten sein.

Die Holländer und ihre Fahrräder…

Vier Stunden verbrachten wir hier in längst vergangenen Zeiten an der holländischen Küste. Frisch geräucherten Hering konnten wir probieren, bei Kaffee und Appeltaart schöpften wir zur Halbzeit neue Kräfte und eine kleine Kugel mittelalten Edamer nehmen wir für die kommenden drei bis vier Abendessen mit in unser fahrendes Zuhause.

… Allerdings in dem Bewusstsein, wie bei aller Beschaulichkeit aus heutiger Sicht die Menschen damals auf kleinstem Raum – den sie unter guten Bedingungen vielleicht sogar ihr Eigen nennen konnten – mit zahlreichen Kindern und den Großeltern mit dem Allernötigsten in einfachsten Verhältnissen ihr Leben zu organisieren hatten. Wären die Menschen zu allen Zeiten mit ihren Lebensumständen zufrieden gewesen, gäbe es bis heute noch kein …

22:24 Uhr mitteleuropäische Sommerzeit in Nordholland, die Dämmerung setzt gerade ein.

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Amsterdam – Rembrandt im Rijks Museum und Grachten

Konzerthaus

Stedelijk Museum und Van Gogh Museum

Rijksmuseum

Die geballte Kunst kompakt auf einem Areal. Wir starten heute mit Rembrandt. Im Rijksmuseum.

Eine Sammlung mit allem was man mit Stolz zeigen mag. Augsburg ist auch vertreten.

Rembrandts Nachtwache wird vor den Augen der Besucher restauriert. Davon hat man schon gehört oder gelesen und darf nicht enttäuscht sein, wie unspektakulär die Restauratorin hinter Panzerglas konzentriert an dem Gemälde von Weltruhm ihrem Handwerk nachgeht.

Zum Rembrandtschen Schatz im Rijksmuseum zählen durchaus noch einige Werke, die der Kunstfreund gerne betrachtet.

Johannes Vermeer ist das zweite Schwergewicht unter den flämischen Malern hier im Museum.

… Und dann doch wieder Rembrandt…

So, genug Kunst bewundert. Es wird Zeit, im Sonnenschein die alte Stadt zu bewundern.

Grachten und Häuser und Häuser und Grachten…

Westerkerk mit dem langen Jan

Wir haben den Bahnhof erreicht. Zeit zur Abfahrt zum P&R-Parkplatz.

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Den Helder

Regen in der Nacht, tagsüber Wind, das war die Vorhersage.

Das mit dem Regen hat sich bewahrheitet, mit etwas Glück sollte die Sache mit dem Wind auch noch klar gehen. Also müsste sich an so einem Tag eigentlich am Meer aus fotografischer Sicht einiges abspielen.

Wir fahren etwas nördlicher nach Den Helder.

Ein Blick über die Düne und schon werden wir belohnt:

Oh, da geht was!

Noch etwas nördlicher markiert ein Surfer sein Revier:

De lange Jaap hält Wache.

Den Helder zieht sich über einige Landschaftskilometer hin, dennoch finden wir uns zur Kaffeezeit im Zentrum ein. Hier ist es jedoch eine weitere Herausforderung, in der Vorsaison ein Café auszumachen. Aber wer lange genug sucht, kann auch in Den Helder seinen Kaffee genießen.

Danach ein kleiner Hafenrundgang, teils auch über Museumsgelände.

Seeschwalbe, schimpfend.

Kormoran, schwimmend.

U-Boot, Erfindung aus Dillingen an der Donau. Stolz, aufkommend.

Danach ist noch Zeit, beim Kaas-Händler vorbeizuschauen.

Das Abendessen, ein Hochgenuss im eigenen Heim.

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Callantsoog

Angekommen auf unserem Platz in den Niederlanden, an der Nordsee, gleich hinter der Düne. Die Sonne hat einen Schleier, es ist windig – Nordsee. Im kleinen Ort Callantsoog ist man auf Touristen eingestellt und wir finden auch gleich das ersehnte Café. Die üblichen Kaffeespezialitäten stehen auf der Karte und es gibt für uns heute Appeltaat. So gestärkt freuen wir uns auf einen Spaziergang am Strand.

Meerwasser, fleißige Seemänner, faule Möwen, wenig Menschen, und wir. Erholung ganz nach unserem Geschmack.

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Baldeneysee 2025

… ein Mekka für Wassersportler.

Am gegenüberliegenden Ufer findet die Deutsche Meisterschaft im Kanu-Polo statt.

Noch etwas Zeit, bis zur Ankunft des historischen Zuges, die wir für ein Kaffepäuschen am See nutzen werden.

Inzwischen steht sie dampfend im Bahnhof, die alte Lok mit den Waggons, in denen vor Jahrzehnten die Kumpel zur Zeche transportiert worden waren.

Alles bereit zur Abfahrt!

Wir treten auch den Rückweg an. Mal sehen, was sich am See inzwischen entwickelt hat.

Da gibt es jetzt auch schwarze Schwäne.

Der Surfer profitiert vom stärkeren Wind und das Turnier hat auch Fahrt aufgenommen.

TOOOR!!!

Jubel!

… und weiter geht’s beim Kanupolo.

Die Gänseeltern holen ihren Nachwuchs aus der Ufer-Kita ab.

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Essen

Schon vor 12:00 Uhr sollen wir in Essen-Werden ankommen, da nebenan am Ufer der Ruhr ein Rockfestival steigen soll. Alle Zufahrtswege zum Campingplatz sollen abgesperrt werden, wer zu spät kommt, bleibt draußen. Also springen wir morgens um 01:30 Uhr aus den Federn, damit wir spätestens um 03:00 Uhr starten können. Alles klappt planmäßig, nur der angekündigte Regen verspätet sich – zum Glück!

Schon gegen 10:00 Uhr bauen wir unser kleines Eigenheim auf, allerdings zaubert genau jetzt ein Regenschauer zahlreiche Pfützen aufs Gelände.

In der nächsten Regenpause sind wir für einen kleinen Fußmarsch ins Zentrum von Werden bereit, um immerhin nach beinahe zwei Jahren mal wieder nach dem Rechten zu sehen.

Wetterglück, also marschieren wir an der Ruhr entlang nach Kettwig – abwechselnd von Wolkenbrüchen und Sonnenstrahlen bestens unterhalten.

Vorsicht, Opa! Verbrennungsgefahr! Der Riesenbärenklau eignet sich nicht für einen Wiesenblumenstrauß.

Ein kleiner Yachthafen

Das Fahrgestell ist ausgefahren. Bereit zur Landung auf dem Flughafen.

Übt für den Bundesadler-Wettbewerb.

Gar nicht mal so schlecht,

wären da nur nicht diese unansehnlichen Watschelfüße.

Reichlich Betriebsamkeit auf der Ruhr.

Eine alte Eisenbahnbrücke überspannt den Fluss.

Eine Ruderschule fährt durchs Bild:

Was für eine beeindruckende Konstruktion aus Krupp-Stahl.

Am Boden Vandalismuskunst aus Buntglas.

Schleuse

Wir suchen in Kettwig ein Café und werden direkt am Brückenkopf fündig.

Im „Lavendel im Brückencafé“ warten wir eine erneuten Regenguss ab.

Es folgt ein Rundgang durch eine sehr beschauliche Altstadt.

Ein Brunnen, dargestellt durch einen Webstuhl mit Kettfäden aus Wasser erinnert an die Tuchmachertradition des Städtchens.

Der nächste Wolkenbruch, wir suchen Unterstand in der Marktkirche:

Oben von der Empore aus kann man die Verse studieren.

Mit dem Schienenersatzverkehr lassen wir und zurück nach Werden transportieren, denn um 18:00 Uhr ist nach guter alter Tradition ein Tisch bei „Da Mario“ reserviert, wo sich die Oma die Taglierini mit Trüffeln aus dem Parmesanlaib servieren lässt.

Die Nacht verbringen wir heute auf dem best bewachtesten Campingplatz in ganz Europa – in Hörweite des Rockfestivals.

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