Brückenhäuser

Später am Abend wird die Stadt ein wenig erkundet. Hier sind die Brückenhäuser auf der Nahebrücke erwähnenswert, die im Jahre 1480 aus Raumnot entstanden sind.

Unterwegs treffen wir am Nahe-Ufer auf ein unternehmungslustiges Grüppchen Jugendlicher…
…Die Stimmung ist ausgelassen, es wird geschubst und gepöbelt. Ärger bahnt sich an…
Er hat eigene Pläne!

Endlich erreichen wir die Brückenhäuser.

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Montag, 29.07.2019: Die Überfahrt

Nach überstandener Grenzkontrolle – die Franzosen winken uns durch, während die Briten in einer Hochsicherheitszone auf französischem Gebiet das WOMO recht sorgfältig kontrollieren, reihen wir uns in die Warteschlange ein. Schließlich sind wir auf der Fähre und setzen bei strahlendem Sonnenschein auf die Insel über.

Die Kreidefelsen strahlen im Sonnenschein! Klar, wir sind im Hafen von Dover!
Backbord ist das Hafenbecken zu erkennen.
Ab jetzt gilt Linksverkehr!

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30.07.2019: Brighton

Gestern Abend kamen wir im berühmten Seebad Brighton an, wo wir einen sehr schönen Stellplatz vorfanden.

Heute konnten wir uns das Seebad mal genauer anschauen. Fazit: hat wohl auch schon mal bessere Zeiten gesehen! Schmutzig und schlecht in Schuss.

Hier sammelt jemand leidenschaftlich alte Nähmaschinen
Die Fahrzeuge sind mitunter etwas extravagant.
1815 – 1822 ließ sich King George IV eine ehemals klassizistische Villa in dieses prächtige, viel zu protzige „Royal Pavillon“ umbauen. 1850 verkaufte Queen Victoria nach ihrem einzigen Besuch (die eingebaute Toilette zeugt davon) verärgert über den Pomp und den schlechten Geschmack die Hütte für 50.000 £ an den Staat. Der kann jetzt zusehen, wie er den Kasten erhält.

Fish and Chips werden einem an jeder Ecke nach geworfen.

Hier schmeckt‘s jedenfalls gut. Die Gemüsebeilage war zwar etwas spartanisch aber für das Geld o. k.

Im Laufe des Tages zog ordentlich Sturm auf, so dass die See richtig schön in Bewegung kam

Die berühmte Brighton-Pier

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Mittwoch, 31.07.2019: Arundel-Castle

Hier haust der Herzog von Norfolk, königlicher Zeremonienmeister (also Hochzeitsplaner und Eventmanager).
Hier wird man uns später Kaffee reichen.
Und ein angemessenes Stückchen Gebäck dazu servieren.
Dort nimmt der Knappe seine Wegzehrung ein.
Ergebnisse mutiger Jagdszenen
Diese elegante Schönheit namens Isaac Perriere verströmt einen betörenden Duft.

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Mittwoch, 31.07.2019: Portsmouth

Nur drei wunderschöne, historische Gebäude sind am Hafen weit und breit leider die einzigen Zeugen der uralten Geschichte dieser Hafenstadt.
Natürlich liegt aber zum Glück hier die „Victory“ mit ihren 104 Kanonen im Militärhafen. Sie war das Flaggschiff von Lord Nelson, der mit ihr am 21. Oktober 1805 in der Schlacht von Trafalgar Napoleon Bonaparte und seine französisch Flotte besiegen konnte. In dieser Schlacht starb Lord Nelson für sein Land den Heldentod.
…Und zwar genau hier!
… Irgendwo draußen auf dem Meer.

Kanonen, Kanonen, Kanonen und immer wieder Kanonen… ein Kriegsschiff und ausschließlich ein Kriegsschiff.

Schiffsglocke unter Deck mit prächtigem Glockenstrang
Lord Nelsons persönliche Reisetruhe
Die vier Kabinen Lord Nelsons.
Im obersten Deck hatte Kapitän Thomas Masterman Hardy seine Unterkunft.
Hier wurde auf allerallerallerkleinstem Raum für 820 Mann Besatzung Essen zubereitet.
Beim Anblick dieses Schlafraumes erfährt man einen Eindruck vom Übermüdungszuszand der Mannschaft, die hier Schlaf finden sollte.
Krankenstation
Allerlei medizinische Pülverchen und Tinkturen.
Ein Deck tiefer ist der „OP“ zu bewundern, wo der Schiffs-Chirurg Amputationen vornahm.
Die Lichtverhältnisse sind dort dermaßen miserabel, dass mit meinem Objektiv kein sinnvolles Foto mehr zu schießen war.
Zimmermann und Schmied waren übrigens auf dem selben Deck untergebracht – sämtliche Handwerker unter sich, also.
Mit einem Kondensator konnte aus Salzwasser Trinkwasser gewonnen werden.
In diesem Wal befindet sich die „Mary Rose“, das Lieblingsschiff Heinrich des VIII, das beim Versuch, am 19.Juli 1555 eine geplante Invasion der Franzosen zurückzuschlagen, vernichtend getroffen wurde. Vor den Augen Heinrichs sank es binnen weniger Minuten. Von 400 Besatzungsmitgliedern überlebten 35.
Ein moderner Flugzeugträger liegt zu Reparaturarbeiten auf Sichtweite im Dock.
Wer kennt sie nicht, die weltberühmte Szene, die übrigens mehr als überlebensgroß auch hier im Hafen zu bewundern ist: Am Ende des 2. Weltkrieges bemerkte ein Matrose, dass er von der New York Times fotografiert wird und schnappt sich irgendein beliebiges, gerade verfügbares Mädchen und küsst es aus Freude darüber, dass der Krieg beendet war.
20 m vom Strand entfernt steht unser WOMO heute Nacht.

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Donnerstag, 01.08.2019: Winchester

In der Great Hall wird die Tafel der Ritter der Tafelrunde, die der Legende nach einst in Burg Camelot zusammen kamen, aufbewahrt.
Heinrich VIII ließ die Tafel bemalen und sich dabei selbst als König Artus darstellen.
Winchester Cathedral können wir wegen eines bevorstehenden Empfanges leider nicht besichtigen.
Town Hall

Amesbury

Unterwegs zu unserem nächsten größeren Ziel machen wir noch Kaffeepause in Amesbury, wo wir eine Kirche mit gespenstischem Friedhof vorfinden. Da das Dach dringend restauriert werden muss, ist eine Besichtigung nicht möglich. Schade, denn von außen lässt sich erahnen, dass die Kirchenfenster einen genaueren Blick wert sein könnten.

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Donnerstag, 01.08.2019: Stonehenge

Beim letzten Englandaufenthalt schreckten uns der Eintrittspreis und die Menschenmassen von einem Besuch ab.

Diesmal lassen wir unsere Bedenken beiseite und besichtigen die uralte Kultstätte.

Wir lassen uns nicht vom Shuttlebus die 2,5 km hinkarren, sondern nutzen die Gelegenheit, die Landschaft zu Fuß zu erobern. Schließlich führt der Weg ebenfalls teilweise über Gebiet, das mit zur Kultstätte gehört.

Für die Pflege eines weiteren Wiesenabschnittes sind Schäfchen zuständig.
Den Rest übernimmt der Mensch.
Mir fällt die Entscheidung schwer, also gibt’s halt noch so ein Foto.
Die Anderen scheinen schon alle da zu sein.
Imposant, beeindruckend, 3.000 Jahre v. Chr. erschaffen, unvorstellbar.

Unten am Infocenter wurde eine kleine Siedlung aus der Zeit genau an historischer Stelle nachgebaut.

An einem originalgetreuen Steinblock kann man Maße und Masse, das Gewicht sowie die Trägheit der Originalsteine nachempfinden. 99 Männer sind notwendig, um den Block zu bewegen, 500 Männer sind notwendig, um ihn tatsächlich fortzubewegen und an seinen Zielort zu schaffen.

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