Zum Frühstück bei wärmendem Sonnenschein fallen vom Baum Maikäfer, einer nach dem anderen. Manche sind schon fertig mit der Welt, andere bewegen noch zaghaft die Maikäferkrabbelbeinchen. Oma Liese sammelt einige auf und schießt ein Maikäfer-Beweisfoto – am 10.Juli…
Danach zieht es uns mal wieder in das Wildtier-Freigehege im Nationalpark.
Heute zeigen sich die Wisente auf einer sonnenbeschienenen Lichtung.
Man faulenzt und nimmt dabei ein Sonnenbad.
Man räkelt sich…
…und stemmt sich mühsam hoch.
Vorne auch noch.
Man richtet sich auf, sortiert seinen Beine…
… und jetzt?
Man lässt sich die andere Körperhälfte von der Sonne wärmen.
Beim Uhu ist ebenfalls Mittagsruhe angesagt.
Ein paar leichte Streching-Einheiten vielleicht… mehr für’s Publikum.
Danach?
Ein Nickerchen.
Im Wildschweingehege wird gespeist.
Allerdings am liebsten…
… unbeobachtet.
Die Hirschkuh hält Wache,
während der Herr Gemahl nebst Sohn zu ruhen gedenkt.
Ein Käuzchen riskiert kurz zwei Augen.
Meister Petz scheint als einziger im gesamten Freigehege seinem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.
Er streift nach einem kühlenden Bad durch das Gelände und lässt sich dabei von der Sonne den Pelz trocknen.
Sieht eigentlich noch irgendjemand zu?
Er zieht sich dann mal in den Schatten des Dickichts zurück.
Am Ende des Tages zeigt sich noch ein träumender Elch.
Von Wolf und Luchs war heute leider nichts zu sehen. Vermutlich befanden sie sich irgendwo im Tiefschlaf, an diesem ersten wirklich sonnigen Tag seit einer Woche.
Abends kommt allmählich Wind auf, der sich immer unangenehmer Fahrt aufnimmt. Hoffentlich pustet er uns keine Wolken vor den Sternenhimmel!
Ob das Stativ bei diesem Sturm wackelfrei steht? Wir machen uns auf den Weg und experimentieren einfach mal.
Gar nicht so verkehrt! Einmal das Himmelszelt mit Milchstraße und Flugzeug und einmal ohne störende Flugobjekte.
Die Prognosen sind positiv: Nach einer verregneten Woche soll das Wochenende sonnig werden, eine Neumond-Nacht steht bevor, auf in den Bayerischen Wald!
Wir machen kurz Station in Ludwigsthal, wo eine reizvoll gestaltete Kirche zum Besuch einlädt. Franz Hofstötter malte die neuromanische Herz-Jesu-Kirche von 1896 bis 1901 nach seinen Vorstellungen aus, nachdem der damalige Dorfpfarrer auf ihn aufmerksam geworden war. Hofstötter war in erster Linie Glaskünstler. Seine Vasen werden heute für einige Tausend Euro gehandelt.
Wir müssen zuerst für Erhellung sorgen. Mal sehen, ob sich der Euro lohnt.
Von der Kanzel aus hat der Pfarrer gute Sicht zum Zeitmesser.
Bei der Beschriftung der Sitzplätze hat sich seit damals einiges verändert…
Ja früher…
Am frühen Abend, in Lackenhäuser gelandet, unternehmen wir nach dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang, um zu erkunden, ob’s was neues gibt.
Auf der Kuhweide sonnt sich ein Kälbchen…
Schwarzenberg liegt unverändert…
Eine kleine Kapelle entdecken wir, finden aber leider keinen Weg, der dorthin führt.
So, Zeit, die Fotos von heute für den Blog auszuwählen und dann heißt’s warten auf die Dunkelheit, denn ab 22:00 Uhr soll der Blick zu den Sternen recht gut sein.
Und tatsächlich, 22:00 Uhr: Sterne blinken auf!
Es wird dann 23:00 Uhr, bis Oma-Liese die Blogarbeiten abgeschossen hat und wir uns aufmachen können in die dunkle Nacht.
Immer wieder blitzen Sterne auf, um dann gleich wieder hinter Wolkenschlieren zu verschwinden. Doch dann werden die Sternen-Phasen länger!
Aufregung im Garten: Amsel und Rotschwänzchen schlagen Alarm! Oma-Liese sucht unter Sträuchern nach der Katze, kann sie aber nicht finden??? Der Alarm wird immer heftiger, Rasseln vom Dach, ein Blick nach oben bringt Klarheit:
Auf dem Dach sitzt ein junger Turmfalke.
Er verlässt seinen Posten um auf Nachbars Kamin einen noch höheren Ansitz zu besetzen…
…wo er nicht lange alleine bleibt:
Zu zweit spähen die beiden eine ganze Weile in alle Richtungen und warten geduldig…
…bis sie endlich abgeholt werden,
um eine Flugstunde zu erhalten.
Danach: Fußpflege,
den Nagellack trocknen lassen,
die Federn zurechtrücken.
Ein Taubenpärchen setzt sich unerschrocken auf das selbe Hausdach.
Schließlich ergreift der Amselmann die Initiative und versucht beherzt die beiden jugendlichen Greife vom Dach zu vertreiben. Kindchenschema hin oder her – was zu viel ist, ist zu viel! Seine Geduld ist jedenfalls am Ende, es muss ein Zeichen gesetzt werden: Er zetert,
er macht sich riesengroß,
er deutet mit Flügelschlägen an, was die beiden unerwünschten Jugendlichen als nächstes zu tun hätten…
…und er hat Erfolg.
Platz genug, um sein traditionelles Abendlied anzustimmen.
gegen Abend auf dem Aussichtsturm über das Donauried war die Natur damit beschäftigt, sich für die Nacht zu rüsten.
Ein Graureiher segelte mit gut gefülltem Kropf der Abendsonne entgegen.
Die Kapelle am gegenüberliegenden Rand des Rieds war gut zu erkennen…
der Blick nach Pfaffenhofen war nur von Stromleitungen durchquert.
Ein Kiebitz beobachtete uns beim Beobachten…
Bussard und Krähe teilten sich friedlich ein Stück Wiese,
ein fetter Hase schleifte seinen Bauch über das grüne Gras – das reinste Idyll…
Nur der Falke störte den Abendfrieden. Er war auf Beutefang…
und hatte auch gleich Erfolg.
Leider etwas unscharf, aber weil auf dem Bild gut sichtbar ist, wie sich der Halsumfang mit der Beute im Rachen vergrößert hat, wird auch dieses Foto veröffentlicht.
…und gleich noch einmal:
Diesmal schleppte er noch fettere Beute davon.
Der Bussard hatte noch einen kleinen Revierkampf zu überstehen.
Hat sich dann doch noch zum Schlachtfeld entwickelt, das Donauried. Blindheim eben!
Von Kipfenberg aus wandern wir also heute hoch zum Gipfelkreuz auf dem Michelsberg.
Die Grundmauern der Michaelskirche sind Teil einer einstigen Burganlage.
Und dann das Kreuz. Von rechts…
und von links. Nur nicht von vorne!
Denn da geht’s steil hinunter ins Tal, wo wir übrigens die Nacht auf dem Campingplatz verbracht haben.
Die Burg liegt diesmal unter uns.
Versteckt im Wald finden wir die restlichen Fundamente einer einstigen Burganlage.
Wir wandern auf dem Schmetterlingsweg nach Arnsberg.
Von Schloss Arnsberg aus hat man beste Sicht auf den Abflugplatz der Gleitschirmflieger.
Im Tal unter uns knattert es:
Falls mal jemand übernachten möchte:
Inschrift am alten Zehentstadel in Arnsberg.
Eine Aufforderung!
Köstlich!
KornblumenBrombeerblütenWinziges, mir unbekanntes Insekt mit extrem langen Fühlern.
Zwei Mäuse bei der Waldarbeit.
Nach einigen Höhenmetern auf und ab kommen wir schließlich bei den Gleitschirmfliegern an. Von dort oben blickt man auf ein kleines Kirchlein, das auf dem Areal eines römischen Castells errichtet wurde.
Die Flugkünstler müssen warten, bis die Aufwinde ausreichend sind und dann geht’s los!
Schachbrettfalter
Fast sind wir wieder im Tal und haben es nicht mehr weit zum Womo. Sechs Stunden waren wir unterwegs, jetzt geht’s nach Hause.
Im Ort viel zu viele Tafeln mit lateinischen Inschriften. Wer die lesen mag, muss selbst hinfahren!
Bei bestem Wochenendwetter unternehmen wir mal wieder mit dem WoMo ein kleine Reise ins nahegelegene Altmühltal.
Erstes Ziel: Römercastell Pfünz, das am Limes gelegen ist. Ausgrabungen brachten Grundmauern zum Vorschein und wiederhergestellte Gebäudeteile erlauben einen Eindruck von der Anlage zu erlangen.
Die Brücke unten an der Altmühl werden wir später noch genauer in Augenschein nehmen.
Ein Kreuz am gegenüberliegenden Hang. Könnte ein Kunstwerk aus Warnbaken sein?
Inzwischen befinden wir uns unten im Tal unterwegs zur Brücke.
Ein Koloss aus Stein, das da mit seinen kräftigen Fundamenten in der Altmühl steht.
Ein mittelalterliches Bauwerk, diese Brücke. Den Römern wäre das so nicht passiert.
Unser nächstes Ziel liegt im Landkreis Kehlheim: Schloss Rosenburg.
Auf der Rosenburg werden wir bei einer Vogelflugvorführung zusehen.
Zunächst kehrt er uns den Rücken zu, der Weißkopfseeadler.
Doch dann gibt er eine Kostprobe seiner stimmlichen Fähigkeiten zum Besten. Er beherrscht ein Repertoire von fortissimo-Schreien bis hin zu fast schon zärtlichem andante-Gezwitscher.
Und, wie war’s? Noch mehr gefällig? Er setzt sein Programm auch während der Vorstellung eifrig fort, jetzt, wo endlich mal wieder Publikum anwesend ist.
Vor der Veranstaltung weist der leitende Falkner ausdrücklich darauf hin, dass alle Tiere auf dem Rosenschloss aus eigener Nachzucht stammen und dass die Haltung der Vögel dort in erster Linie der Arten-Erhaltung dient. Jungvögel werden ausgewildert, damit sie sich in freier Natur dort wieder ansiedeln, wo ihr eigentlicher Lebensraum ist.
Die Flugshow soll die Zuschauer für das Artensterben sensibilisieren.
Den Beginn der Vorstellung leitet der Uhu ein. Zunächst wird er abgetragen, um dann einen Eindruck seines stillen Gleitfluges zu vermitteln.
Der Lanner-Falke hatte inzwischen auch seinen Auftritt und verlässt die Arena durch die Tür in der Burgmauer.
Die nächsten Minuten gehören dem Kaiseradler.
Jetzt endlich kommt der Weißkopfseeadler zum Zuge, um zu beweisen, dass er durchaus in der Lage ist, einen Fisch aus dem Wasser zu schlagen.
Dazu nimmt er imposant Anlauf, um zunächst die Beute zu lokalisieren…
… nach einer Zwischenlandung beim Falkner gegenüber setzt er jetzt zum Beuteflug an und bremst kurz vor dem Wasserbecken ab, landet auf der Wiese, um zuerst mit dem einen und dann mit dem anderen Fuß ins Wasser zu platschen, die Beute immer fest im Blick.
Zu Fuß geht’s auch wieder raus aus den Untiefen und dann muss er erst mal ein kleines Päuschen einlegen.
Danach sind die Schwarzmilane an der Reihe, die den Rest der Vorstellung ihre Kreise ziehen werden.
Der Schwarzmilan schnappt die Beute im Flug mit seinen Fängen, um sie sich dann – ebenfalls im Flug in den Schnabel zu stopfen.
Die Geier geben sich die Ehre. Die spazieren und fliegen durch das Rund und lassen sich von herumsitzenden Publikum nicht irritieren: die werden ihre Köpfe schon rechtzeitig einziehen!
Als der Mönchsgeier zu Fuß das Areal verlässt, ist die Vorstellung beendet und wir dürfen alle Tiere noch in ihren Volieren aus der Nähe auf uns wirken lassen.
Über die Mauer späht der Schmutzgeier, der wohl jetzt gerade sein Flugprogramm absolviert.
Der Lannerfalke nimmt sich noch etwas Zeit, um an seinen Platz zurückzukehren.
Der Weißkopfseeadler plaudert immer noch…
Wir fahren weiter nach Kipfenberg, wo unterhalb der Burg unser Campingplatz direkt an der Altmühl gelegen ist.
Das Gipfelkreuz wird morgen unser erstes Ziel sein.
Heute spazieren wir noch durch den Park, der vor Jahren als Gelände der Gartenschau Altmühltal entstanden ist.
Hier ist die Natur mehr oder weniger sich selbst überlassen.
Im Ortskern stoßen wir auf einen Gedenkstein.
Die Burg beherrscht den Blick von überall…
Geißböcke sind uns schon einige begegnet: aus Stein gesägt, aus Metall getrieben, als Maibaumspitze. Bei diesem Exemplar ist eine Tafel installiert, die für schauerliche Klarheit sorgt.
Dann nochmal ein Blick zum Gipfelkreuz des Michelsberg: steiler Anstieg aber nicht besonders hoch. Das dürfte morgen schon zu machen sein.
Ob sie nun tatsächlich die 6. Kapelle ist – da will ich mich nicht festlegen. Jedenfalls ist es unsere letzte.
Wir reisen natürlich wieder per Fahrrad nach Kesselostheim, wo sie zu finden sein soll. Da wir die Tour auf ebener Strecke angehen wollen, fahren wir zunächst an der Donau entlang abwärts bis Gremheim und dann über die Schwaighöfe – Ruppenschwaige – Stoffelhansenschwaige -Ludwigschwaige -Bäldleschwaige – bis Erlingshofen. Wir sind früh dran am Tag und somit haben wir die Weggstrecke, zumindest bis zu Bäldleschwaige, fast für uns allein. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören im Donauried. Absolute Ruhe.
Bis zur Stoffelhansenschwaige herrscht Fotoflaute. Nichts, was nicht schon in früheren Beiträgen zu finden wäre.
Stoffelhansenschwaige, FeldkreuzVermutlich ein Schafstelzenmännchen
Nachdem die Donau schließlich bei Erlingshofen überquert ist, wird es anstrengender: allmählich geht’s bergauf und wir müssen bei Gegenwind ganz schön in die Pedale treten. Nach 34 Kilometern , kurz hinter Oppertshofen erreichen wir die Kapelle, für die der Architekt ein erhabenes Fleckchen Erde ausgewählt hat. Das bedeutet auf den letzten Metern nochmals einen recht ordentlichen Anstieg für uns Bio-Biker ohne E-Antrieb.
Der Weg führt uns durch Kesselostheim hindurch. Dann geht’s hinauf zum architektonischen Kunstwerk.
Oben angekommen genießen wir zunächst den Ausblick und lassen anderen Wanderern und Radwanderern den Vortritt in der Kapelle.
Wallfahrtskirche BuggenhofenBissingen, idyllisch anzusehenBissingen, die ganze Wahrheit.Der Milchstrom fließt zur Molkerei nach Bissigen.
Und jetzt zur Kapelle:
Beim Eintreten der erste Blick: ein Kreuz auf dem Boden.
Unweigerlich wird das Auge nach oben gezogen:
Sitzgelegenheit gegenüber dem Eingang
Beeindruckend.
Wir radeln den Hügel hinunter und dann weiter über Bissingen nach Hause zurück.
Von Bissingen geht’s wieder bergauf und nochmal bergab nach Gaishardt
Dann hoch nach Oberliezheim…
Wegkapelle bei OberliezheimUnterliezheim
Oma-Liese wird für die bergauf-bergab-Mühsal entlohnt und kommt mit 55 km/h den Hügel abwärts voll auf ihre Kosten.
Am Eichbergerhof tischen fleißige Landwirte mit schwerem Gerät die Festtafel für hungrige Mäuler auf.
Die Gäste lassen nicht auf sich warten:
Der Rotmilan schwebt ein,
ein Bussard lässt sich aus höheren Luftschichten herab,
der Falke flattert ungeduldig kreuz und quer über die abgemähte Wiese.
Die Störche schreiten erhaben zum Festmahl.
Wir legen die restliche Strecke mit viel E-Bike-Gegenverkehr zurück und haben am Ende 59,95 Kilometer und 330 Höhenmeter hinter uns gebracht.
Die Huber-Kapelle steht bei Emersacker und dort radeln wir heute hin.
Auf den ersten 15 Kilometern gibt’s heute leider keine Motive für die Kamera. Einzig eine reizvolle Kleeblüte leuchtet hinter dem Ackerrain in der Sonne.
Und dann wieder wenig Fotogenes bis bei Bocksberg mehrere Störche mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt sind.
Feldkreuz von 1897 in Emersacker
Wir müssen zunächst eine Weile suchen, denn der Weg zur Kapelle ist diesmal nicht so gut ausgeschildert, wie wir es von den anderen gewohnt sind.
Doch dann steht sie plötzlich vor uns, die Huber-Kapelle.
Eine Kapelle schöner und sehenswerter als die andere. Jede etwas sehr besonderes, einzigartiges.
Weiter geht’s Richtung Welden und von da aus zurück in die Heimat.
Blumen, gefertigt aus einem alten HeuschwaderBussardHeiligenfigur an der Brücke bei ZusamaltheimBei Ellerbach liegt vor einem landwirtschaftlichen Anwesen mahnend ein Castor, der wohl aus vergangenen Demo-Zeiten stammen mag: Was lange währt…
Kurz hinter Holzheim lässt sich ein Rotmilan von der Sonne wärmen.
… und hält dabei Ausschau nach Beute.
Wieder zurück in Dillingen bietet sich heute mal die Gelegenheit, den Storch auf dem Hofbrauhaus abzulichten.
56 Kilometer haben wir heute zurückgelegt und immerhin 374 Höhenmeter überwunden.
Viel Zeit haben wir heute nicht zur Verfügung aber für einen kleine Ausflug reicht’s allemal. Also rauf auf die Fahrräder, denn gestern trafen wir eine etwas größere Gruppe Störche an, die heute mit ein bisschen Glück fotografiert werden wird.
Zuerst treffen wir auf ein Rostgänsepärchen, das inzwischen Nachwuchs bekommen hat.
Suchbild: zwei Elterntiere, drei Junge.
Hundert Meter weiter sichten wir schon die Störche beinahe am „verabredeten“ Treffpunkt. Als Oma-Liese ihr Fahrrad abstellt, findet sie Spuren von gerupftem Federvieh:
Wer da wohl Lust auf Gänsebraten hatte?
Oma-Liese muss eine kleine Wegstrecke abseits vom Radweg zu Fuß an der Kuhweide entlang schleichen, um den Störchen etwas näher zu kommen.
Die Kühe zeigen sich verwundert:
Und dann eindeutige Fußabdrücke vom Storch:
13 Störche sind es, die hier am reich gedeckten Tisch ungestört ihren Hunger stillen können. Der Regen der letzten Wochen hat für weichen Boden gesorgt…
… was Oma-Liese bei der Jagd nach einem guten Foto auch zu spüren bekommen hat.
Querfeldein radeln wir weiter über Fristingen, Kicklingen und Steinheim zurück nach Hause und treffen noch auf einige Fundstücke für die Kamera:
Idyll auf dem SeeSchreitende VögelBruchpilotBienenvölker am WaldrandFlurkapelle bei FristingenZiegen auf der Zuschauertribüne im SteinheimHeute wieder mal kein Spielbetrieb…
Keine rosige Wetterprognose für heute. Hilft nix, die Sonne lockt, wir folgen. Kapelle 5 wartet.
Wir nehmen aus erwähnten Gründen den direkten Weg über Steinheim, Kicklingen und vorbei an Binswangen, um Kapelle 5 bei der Ludwigschwaige unserer Sammlung hinzuzufügen.
Die ersten Fotos entstehen heute bei der Kapelle von Oberthürheim, die schon einen eigenen Platz im Blog innehat.
Eine kurze Wegstrecke weiter hat sich ein unbekannter Künstler einen eigenen Skulpturenweg geschaffen, wo er auf knapp 500 Metern eine selbst erschaffene Figur an die nächste gereiht hat. Eine Leidenschaft eben.
Kaum 300 Meter weiter östlich streifen wir den offiziellen Skulpturenweg:
Kiebitze machen uns mit ihren Rufen aufmerksam auf die Beschilderung am Rande ihres Reviers.
Dann zwei Kastanien, die mit ihren beschatteten Bänken zur Rast einladen. Das Arrangement trägt sogar einen Namen:
Franz-Josef-Platz – warum auch immer…
Wieder ein Skulptur, diesmal mit politischem Hintergrund:
Ja, tatsächlich war einst hier im Donauried die Teststrecke für eine Magnetschwebebahn geplant. Dieses Vorhaben konnte aber ebenso wie schon vorher der vorgesehene Bombenabwurfübungsplatz für Kampfjets, der aufgebrachten, engagierten Bevölkerung seit dank, abgewehrt werden.
Ein schattiges Plätzchen für ein Feldkreuz.
Hinter einer Kurve taucht Pfaffenhofen auf. Vorn dort sind die Schwaighöfe und damit die Kapelle nicht mehr weit.
Direkt am Ortseingang nochmal eine Skulptur.
Auf dem Kirchendach von Pfaffenhofen residiert ein Storchenpaar.
Hinter uns Pfaffenhofen, vor uns Donauwörth.
Bald kommen die Schwaigen ins Blickfeld: Hier die Stoffelhansenschwaige. Sie sollte vor wenigen Jahrzehnten einem weiteren Atomkraftwerk in unserer Gegend weichen. Der Supergau in Tschernobyl war damals der Auslöser, die Pläne dafür auf Eis zu legen.
Bei der Ludwigschwaige liegt die gesuchte Kapelle:
Die Besucher vor uns führen etwas im Schilde, das ist zu spüren. Es fällt ihr nicht leicht aber Oma-Liese beherrscht sich…
Wir nehmen erst mal die Info-Schilder in Augenschein.
Also doch. Als Oma-Liese von hinten um die Kapelle kommt fällt er, der magische Satz, der von Berufs wegen alarmierend in Oma-Lieses Ohren dröhnt: „Sie kommt!“ Aha! Dachte ich mir’s doch. Es gibt kein Halten mehr. Oma-Lieses Neugierde ist endgültig geweckt. „Ja, sie kommt“ erwidere ich schon leicht gereitzt. Und dann der nächste Satz in g’scherdem Oberbayerisch: „Mia samma vo da Fieama:“ Warum diese Rechtfertigung ohne jegliche Anschuldigung??? „Das kann ja Jeder behaupten.“ Mit einem Fahrrad-Universaltool ist er im Moment dabei, an den Schrauben der Türangel herumzuwerkeln. „Die is glei wieda drin“ gibt er zur Beschwichtigung an „Mia interessiern ma und bloß fia die Technig.“ Es hilft ihm nichts. Oma-Liese erinnert ihn daran, was mit Schrauben im Laufe der Zeit passiert, wenn sie regelmäßig von oberbayerischen Heimwerkern aus ihrem Gewinde heraus und wieder hineingedreht werden.
Da stehen sie nun herum, die Ertappten.
Und kurz darauf stört niemand mehr das Bild.
Sehr besonders. Die Fahrt hat sich für uns gelohnt!
Auf dem Rückweg noch ein kleiner Schwenker abseits des Radweges.
Hoch über uns sitzt ein leidenschaftlicher Sänger, der mit seiner Melodienvielfalt verblüfft.
Kapelle bei Gremheim
Weg- und Flurkreuze hätte es auch auf dieser Tour wieder reichlich gegeben aber ich beschränke mich diesmal auf ein einziges unweit der Donaubrücke bei Gremheim.
Blick donauaufwärts von der heutigen Betonbrücke über die Donau.
Und wie sah sie vor nicht allzu langer Zeit noch aus?
Warum das alte Holzbauwerk einem Betonmonster weichen musste? Liegt doch auf der Hand: die alte Brücke hätte die für das geplante AKW notwendigen Baufahrzeuge nicht tragen können.
Von hier aus haben wir noch 16 Kilometer zurückzulegen. Am Ende unserer Tour sind es dann 58 Kilometer insgesamt.