Dauerregen und Wasserkraft

Entgegen allen Vorhersagen kaum Aussicht auf eine regenfreie Wanderung, also beschließen wir, dass heute der richtige Tag für einen Besuch an Jochensteinkraftwerk und -schleuse sein könnte.

Und weil auf der kurzen Fahrt dorthin die Regenwolken immer dichter und grauer werden und immer noch nasser vom Himmel fallen, beschließt Oma-Liese: „Die Kamera bleibt heute im Womo!“ Die Entscheidung fällt der Oma nicht leicht und es ist tatsächlich seit Bestehen des Blogs das erste Mal auf Reisen, aber soviel Nass von oben kann nicht gut sein für das optische Gerät.

Wir trotzen dem Regen und wandern über das Kraftwerk am Jochenstein hinüber auf die österreichische Seite der Donau und am Ufer entlang bis Engelhartszell und wieder zurück. Zugegeben keine lange Strecke aber lang genug für Oma-Lieses Enkelmäuschen. Zwei Stunden sind im Nu abgelaufen, bei den ganzen Pfützen, die durchplatscht werden müssen.

Wieder zurück an der Schleuse fährt gerade eine Frachtschiff in die Schleuse ein und wir beobachten die Prozedur genau.

Als wir am Womo sind, setzt der Regen aus und – was für ein Glück – ein Passagierschiff kommt die Donau herunter gefahren. Also rein in trocken Klamotten und wieder hinauf zur Schleuse! Diesmal mit Kamera 🙂

Ein Frachtschiff lässt sich heben und parallel wird das Passagierschiff abgesenkt.

Oma-Liese macht sich auf den Weg, noch einige Fotos zu knipsen, wo sie doch jetzt die Kamera schon mal in Händen hält…

Die Familie entdeckt hinter sich gerade einen schwebenden LKW…
…und gleich darauf Oma-Liese in Österreich.
Der LKW wurde inzwischen wieder abgesetzt und das Passagierschiff ist, wie an der Fensterreihe gut zu erkennen, einige cm tiefer abgesenkt worden.

Oma-Liese befindet sich also mittlerweile wieder auf dem Übergang über Kraftwerk und Schleuse, wo sich zum Passagierschiff noch ein Windrad-auf-Reisen gesellt hat.

Drei coole Jungs treffen im zweiten Scheusenkanal ein…

… und paddeln mutig Richtung Schleusentor vor,

… bis sie per Lautsprecherdurchsage gewarnt werden, noch weiter nach vorne zu paddeln, da die Strömung bei Öffnung des Schleusentors dort gefährlich stark sein wird.

Also stellen sie erstmal ihre Weinflasche, mit der sie sich vermutlich vorher noch Mut angetrunken haben, auf der Schleusenmauer ab und verharren dort, bis zur Weiterfahrt.

Jetzt heißt’s: „Gut festhalten!“, denn die großen Schiffe vertäuen sich immer gründlich an den Pollern im Kanal, wobei sich die Länge der Taue dem sich ständig verändernden Höhenunterschied anpassen. Da wird der Arm wohl um einiges länger sein als vor der Einfahrt in die Schleuse…

Das Windrad ist unterwegs nach Österreich oder sonst wohin und wir verlassen das Schauspiel auch wieder, denn für die Kinder wird’s allmählich spät.

Bei mir klappt’s nicht mit dem Wuselcode aber vielleicht kann irgendjemand die Informationen entschlüsseln?

Noch schnell den Haken festhalten, an dem vorhin ein LKW durch die Lüfte schwebte.

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