Prag

Gegen Mittag steuern wir einen P&R-Parkplatz an, um von dort mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof zu fahren. Ab hier sind wir zu Fuß unterwegs in Tschechiens Hauptstadt. Wir sind gespannt, wie sich die Metropole entwickelt hat, seit wir zum ersten Mal im August 1989 und dann nochmals im Januar 2007 die prächtige Stadt besucht haben. Schon zwischen den beiden Pragerlebnissen lagen Welten, doch heute dürfte der Unterschied vermutlich noch wesentlich größer ausfallen.

Der erste Weg führt uns zum

Wenzelsplatz

Ein Gedenkstein erinnert an zwei Männer, die sich in sehr jungen Jahren aus Protest gegen die russische Besatzung an dieser Stelle mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt hatten. Oma-Liese war damals noch ein Kind, hat aber die Meldungen über den Tod der beiden noch sehr gut in Erinnerung. Panzer waren damals gegen den Westen an der Grenze der damaligen ČSSR positioniert und die Lage war sehr ernst zu nehmen und für mich als Kind mehr als beängstigend.

Reiterdenkmal des Hl. Vaclav (Wenzel), Herzog von Böhmen

Wenzelsplatz in seiner ganzen Pracht und Größe

Es wird renoviert und restauriert und das seit über 30 Jahren.

Wir stehen etwa an der selben Stelle wie damals am 22. August 1989, als hier die Revolutionäre auf dem Balkon erschienen und nach langem Kampf endlich die Regierung übernehmen konnten.

Wir hatten damals an diesem Tag keine Ahnung, was wir da erleben würden. Zufällig waren wir auf dem Wenzelsplatz, den wir bis dahin nur aus Berichten zur politischen Lage kannten, als sich plötzlich mehr und mehr Menschen vor dem Gebäude einfanden, das uns aus aktuellen Fernsehbildern bekannt war. Beide wussten wir augenblicklich, genau hier an dieser Stelle mit bester Sicht auf das möglicherweise bevorstehend Geschehen verharren zu wollen. Ein unspektakuläres Auto fuhr vor, Václav Havel stieg aus und verschwand in der Tür des Hauses. Ein Raunen ging durch die Menge. Immer mehr Menschen versammelten sich. Gespanntes Warten. Dann erschienen sie auf dem Balkon: Václav Havel, Jelena Bonner, Alexander Dubček.

Wir durften Zeugen sein, wie der spätere demokratisch gewählte Präsident Václav Havel eine aufrüttelnde Rede an seine Landsleute hielt. Verstanden haben wir nicht viel, das Wort „Schlendrian“ fiel uns auf und wir durften vermuten, dass es um Aufbruch, Demokratie, Zusammenhalt und Neuanfang ging.

Zu den Vorbereitungen unserer aktuellen Prag-Reise gehörte es auch, die Fotos von damals zu digitalisieren, um eine Gegenüberstellung zu ermöglichen:

Die Tschechen, die Polen, die Ostdeutschen und noch viele Menschen aus den ehemaligen Ostblockstaaten haben es bewiesen: Gewaltfreie Demonstrationen, Beharrlichkeit, wenn es sein muss sogar das Opfer des eigenen Lebens führen schließlich doch zu Demokratie und Frieden und sollten nicht zuletzt Beispiel wie Hoffnung gebend sein für die Menschen in den aktuellen Krisen- und Kriegsgebieten der Welt.

Astronomische Uhr

Immer zur vollen Stunde findet am Rathaus ein kleines Schauspiel statt, wenn die Figuren der astronomischen Uhr zum Leben erweckt werden.

https://youtu.be/iYYE52SJsjM

Der geniale Konstrukteur und Erbauer dieser einzigartigen Uhr, Magister Hanuš, wurde nach erfolgter Fertigstellung seines Werkes geblendet, damit er nicht noch irgendwo anders auf diesem Planeten eine weitere Ausgabe seiner Schöpfung erschaffen können sollte. – Verständlich. Genauso verständlich, dass der Meister kurz vor seinem Tod auf den Turm gestiegen war, um die Uhr außer Gang zu setzen. Erst 100 Jahre später konnte die Maschinerie nach zwanzigjähriger Arbeit eines Meisters seines Faches wieder in Gang gesetzt werden.

Karlsbrücke

Die Karlsbrücke ist selbstverständlich ein Muss für jeden Prag-Besucher. Wir nähern uns der Brücke über die Moldau, nachdem wir weine weitere persönliche Erinnerungsstätte aufgesucht haben: Einen kleines Verkaufsfenster, aus dem wir damals köstlich duftende, frische Waffeln erstanden haben. Den Duft gibt’s immer noch aber in dem Fenster steht heute ein Geldautomat und der vanillige Wohlgeruch wird gegenüber von Trdelnik, einem Hohlgebäck in Rollenform verbreitet.

Sonntägliches Treiben auf der Karlsbrücke

Blick zum Hradschin mit dem Wenzelsdom

Allerlei Bootsverkehr auf der Moldau und dann bekannte Klänge…

Tatsächlich! Sie sind es wirklich! Die Brücken-Band, die uns schon 1989 mit ihren Jazzklängen in Bann geschlagen hat. Oma-Liese dokumentiert und der Opa kauft eine CD.

https://youtu.be/87RFX_on2oU

Dann die Stelle, an der der Hl. Nepomuk in die Moldau gestürzt worden war, weil er das Beichtgeheimnis der Königin nicht preisgeben wollte.

Gläubige berühren gleichzeitig das Kreuz auf dem Brückengeländer und den Leichnam Nepomuks, um einen kurzen Moment im Gebet zu verharren. Oma-Liese nutzt einen streichelfreien Moment, um ein Foto zu ergattern.

Nepomuk, die einzige Bronze unter den zahlreichen Statuen auf der Karlsbrücke.

Ein ziemlich langes Touristenschiff steuert zur Schleuse. Wir auch.

Wir erwarten das Ausflugsschiff in der Scheuseneinfahrt.

Noch ein mäßig langes Ausflugsschiff erreicht die Einfahrt, während die kleineren zur Seite fahren müssen, um dem größeren Vorfahrt zu gewähren.

Die kleinen Boote haben jetzt auch noch Platz…

während auf der Moldau die Tretbootfahrer den Sonnentag genießen.

Drei Ruderboote beeilen sich, ebenfalls noch in die Schleuse fahren zu dürfen.

aber leider schließen die Tore bereits. Schade.

So ein Sonntag in Prag auf der Moldau…

Nationaltheater

Links „die Tanzenden Häuser“, rechts Vyšehrad, die zweite Burg in Prag.

Morgen gehts hoch auf den Hradschin.

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Libeř

15 km vor Prag liegt unser Campingplatz, und er hat es verdient, an erster Stelle in diesem Beitrag genannt zu werden: 50€/ Tag für 170 qm, abgegrenzt durch Hecken, eigenes Sanitärgebäude auf dem Platz. Wer’s braucht findet einen Pool innen und außen, 3 Spielplätze, Minigolf natürlich, Schach, Airhockey, Kicker, einen ganzen Fuhrpark an großen Kettcars, Bolzplatz, Trampoline, Beachvolleyball, Hundeagility, Pferdekoppel, Imbiss, Restaurant, Feuerstelle, Pragtrip mit Führung, WLAN mit ordentlich Datenvolumen … Wer weiß, was es da noch so alles gibt. Freundlich und zuvorkommend wird der Platz geführt, einfach Urlaub. Jeder wie er will.

Wir brauchen von alledem nicht viel und diejenigen, die alle Angebote nutzen wollen, stören uns nicht. So muss das!

So und jetzt zur Reise: Anreise war perfekt. Ankunft war für ca. 13:00 Uhr geplant und Schlag 13:00 Uhr stand der Opa in der Rezeption und konnte sich in perfektem Englisch die wichtigsten Informationen abholen. Zur Not hätte der Opa sich auf seine uralten tschechisch-Kenntnisse aus Bundeswehrzeiten besinnen können, was sich aber als überflüssig herausstellte. Später am Tag stellte sich übrigens heraus, dass im Wehrdienst-Tschechisch offenbar das Wort für „Danke“ keine Rolle gespielt haben dürfte, denn dem Opa war diesbezüglich kein Begriff bekannt.

Der halbe Tag liegt noch vor uns und wir haben selbstredend ein Ziel parat: Burg Karlštejn.

30 km zu fahren, enge Sträßchen mit üppig Radfahrern in allen Altersgruppen. Gut, dass wir das Womo inzwischen gegen einen Caravan getauscht haben uns deshalb einen PKW zur Verfügung haben.

Auf dem Großparkplatz ist schnell ein Plätzchen gefunden und die kurze Wanderung hoch zur Burg kann beginnen.

Da wollen wir hoch. 2 Kilometer bei einer Steigung von 15%: Das sollte machbar sein. Nehmen wir also Anlauf durch ein auf Tourismus ausgelegtes Altstädtchen. Wie überall auf der Welt kann man Souvenirs kaufen und von einem Fresstempel in den nächsten stolpern, muss man aber nicht.

Bierchen trinken kann man selbstverständlichen auch an jeder Ecke…

Auf der Burg sind die Flaggen gehisst, haben aber an diesem sonnentrunkenen Tag den Sinn ihres Daseins für eine Moment vergessen.

Tschechien entfaltet sich so ganz allmählich, während Europa noch ziemlich schlaff herumtaumelt..

Wir werden bei Gelegenheit nochmal einen Blick auf das Duo werfen.

Die letzten Höhenmeter müssen zurückgelegt werden.

Der Maulwurf aus Kindheitstagen hat sich ein gemütliches Plätzchen gesichert,

Grundschulkinder haben ihre fröhlichen Gesichter in Ton verewigt und beobachten so den Touristenstrom aus der Zaunperspektive.

Auf seine Freiheit verzichtet dieser grüngefiederte Knabe, um die Gäste in seinem Biergarten mit knorrigen Kommentaren zu unterhalten.

Wir erreichen das Burgtor und die Oma nutzt schnell die Gelegenheit ein menschenarmes Foto aufzunehmen.

Beim Durchschreiten des Burgtores eröffnet sich eine eigene Welt, abgeschirmt vom geschäftigen Treiben vor den Toren.

Mal sehen, was Europa macht…

Im Burghof eine Warteschlange, die sich für eine zweistündige Führung durch die Räumlichkeiten derer zu Karlštejn entschlossen hat. Wir genießen lieber die Sonnenstunden, die uns heute vergönnt sind.

Und Europa?

Hat jetzt genügend Rückenwind, um ein Lebenszeichen los flattern zu lassen.

Die Winde stehen weiterhin günstig.

Da thront sie hoch oben über dem kleinen Ort, die Burg Karlštejn.

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Schätze

10. April 2023: Volterra, „Teatro Romano“

12.August 2022: Qeen Mary II kurz vor der Hafeneinfahrt von Southampton

11. August 2022: Füchse bei Southampton

09. August 2022: Reiher an den „Caen Hill Locks“

03. August 2022: Westminster Abbey

15. April 2022: Karpfen in den Wasseranlagen von „Reggia di Caserta“

08. Juli 2022: Storch auf Schloss Höchstädt

25. November 2021: Flamingo im Donauried

24. September 2021: Turmfalke

17. Juli 2021: Reh

14. Juli 2020: Seerosen

07.Juli 2020: Ringelnatter

09. August 2019: Schweinchen, Pendeen-Watch-Lighthouse

07. August 2019: St. Ives

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Fiesole

…fanden schon die Römer als Stadt vor, denn längst hatten die Etrusker sich hier niedergelassen. Und auch hier hat Hannibal gelagert.

In der Ausgrabungsstätte aber dominieren ein römisches Theater und römische Bäder die Szene. Zum bereits existierenden etruskischen Tempel stellten die Römer gleich noch einen römischen dazu.

Bis 1125 n. Chr. konkurrierte die Stadt mit Florenz um Bedeutung und Einwohnerzahl. Dann setzten die Florentiner dem ein Ende und verleibten sich die Stadt auf dem Hügel ein.

Heute ist Fiesole wieder selbstständig, hat aber gegenüber Florenz komplett an Bedeutung verloren. Allerdings kann Fiesole von sich behaupten, sich zu einem äußerst exklusiven Nobelvorort von Florenz entwickelt zu haben, wo sich gerne der Geldadel mit seinen Villen niederlässt.

Die historische Anlage ist unter bestimmten Verhaltensregeln für Besucher begehbar.

Halten wir uns dran.

Links der Turm des Domes, ganz rechts die Villa San Michele, die nach Entwürfen von Michelangelo erbaut worden ist.

Leonardo da Vinci soll an dieser Stelle seine Flugapparate ausprobiert haben.

Wir verlassen die Ausgrabungsstätte, überqueren den Stadtplatz und überprüfen auf der anderen Seite des Hügels, ob in Florenz noch alles an seinem Platz steht.

Duomo San Romolo

Reliquien von San Romolo werden hier aufbewahrt.

Beim nächsten Mal kommen wir mit den Fahrrädern, ganz sicher.

Abbazia di San Miniato al Monte

Gestern standen wir schon vor der Kirche, konnten sie aber wegen des Busfahrplanes nicht mehr besuchen. Heute ist noch Zeit übrig…

Die ursprünglich romanische Kirche wurde auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Der Hl. Minias soll 250 n. Chr. am Arno enthauptet worden sein und mit seinem Kopf unter dem Arm wacker den Hügel zu diesem Ort hinauf marschiert sein.

Aha, die Säulen sind also nur mit Carrara-Marmor verblendet.

Die Krypta ist der älteste Teil der Kirche.

Der Blick ist einfach zu großartig.

Den nie vollendeten Glockenturm wurde während einer Belagerung von Michelangelo vor Beschädigung geschützt, indem er ihn mit Matratzen umwickelte.

Friedhöfe sind auch immer recht aufschlussreich. Mal sehen…

Riesige Tempelchen gönnt sich so manch eine Familie. Auch in jüngster Zeit wurden hier noch Verstorbene bestattet, wie wir erkennen können.

In den Neunzehnhundert-Zwanziger Jahren geboren, haben sie Anfang der Vierziger geheiratet und sind beide im Zweiten Weltkrieg gefallen bzw. verstorben.

Eine Lautsprecherdurchsage wirft uns vielsprachig vom Friedhofsgelände. Der Friedhofswärter will Feierabend machen.

Fiesole finden wir auf Anhieb, jetzt wo wir schon dort waren.

Florenz haben wir abgegrast, Eindrücke und Erinnerungen gesammelt, besucht, was wir unbedingt sehen wollten, uns auch in Warteschlangen eingereiht, alles dokumentiert. Eine Reise, von der wir noch lange zehren können.

Die komplette Route

… beträgt etwa 2500 Kilometer:

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Michelangelo

Capelle Medicee

Das gesamte Innere der Kapelle ist von Michelangelo gestaltet.

Galleria dell ‚Accademia

(Der verflixte Apostroph bleibt nicht oben, wo er hingehört. Hmmm?)

13:15 Uhr beginnt unser gebuchtes Zeitfenster. Die Warteschlange ist unendlich lang, wir reihen uns ein. Was bleibt auch schon anderes übrig?

Aber das Warten soll sich lohnen, und wie!

Zuerst sehen wir die Werke von Philippino Lippi, dem Sohn des Mönchs Filippo Lippi.

Die anderen ausgestellten, meist sakralen Kunstwerke italienischer Meister, lassen wir heute mal links liegen.

Instrumente können bewundert werden:

Schön anzusehen sind sie sicherlich und meisterlich gefertigt ganz bestimmt, aber sollte man Instrumente nicht weniger mit den Augen als mit dem Gehör wahrnehmen und wertschätzen?

Zügig kommen wir zum Kern der Kunstsammlung: Michelangelos „Vier Gefangenen“ Übungsstücke und Vorentwürfe zu seinem David, die noch im Marmorblock gefangen sind.

Michelangelo Buonarotti, ein Büste des großen Künstlers

David

Schon aus großer Entfernung beherrscht David die gesamte Ausstellung.

Aber wir kämpfen uns redlich von Studie zu Studie bis ganz nach vorne zum Star der Michelangelo-Werke.

Pietà

Wir sind ganz nah dran am perfekten Jüngling mit der viel zu großen Hand am Oberschenkel. Nur die Selfiejägerinnen kommen ihm näher und sie posen und posen…

Klar hat der auch eine Rückseite:

Jede Ader…

Nach solch unfassbarer Perfektion folgt das Kontrastprogramm. Oma-Liese betritt das reinste Gruselkabinett. Eine Manufaktur für Köpfe und mehr offenbart sich uns:

Der Raub der Sabinerinnen

von Giambologna muss noch unbedingt aufgenommen werden.

Museo dell ‚Opera del Duomo

(Da! Schon wieder der Apostroph!)

Die Originaltüren der Battistero interessieren uns hier.

Lorenzo Ghilberti und Giovan Francesco die Rustici

Die ursprüngliche Fassade des Domes ist hier nachgebaut. Einige wenige Stücke fallen der Oma-Liese auf:

Der Meister hat sich verewigt.

Dann ein Donatello.

Ein Revolutionär, im 15. Jahrhundert eine Maria Magdalena auf diese Weise darzustellen!

Michelangelo

Sechs Jahre arbeitete der Meister an seinem Grabmal. Bedauerlicherweise war er mit seiner Arbeit in Florenz nicht fertig geworden, als er im siebten Jahr in Rom verstarb.

Unterwegs zur Piazzale Michelangelo stoßen wir zu fällig auf die heutige Dombauhütte. Ein Foto durch die Glasscheibe ist unverzichtbar.

Der Ledermarkt ist ein traditionsreicher Umschlagplatz für Ledertaschen. In den Spezialgeschäften kann man allerdings die eleganteren Stücke finden.

Schon von Weitem ist das übliche Getümmel auf der Ponte Vecchio zu erkennen.

In einem Lebensmittelgeschäft gibt’s noch die restliche Butter von Ostern zu bewundern.

Wir sind jetzt außerhalb der Stadtmauer.

Durch den Rosengarten wollen wir hoch zur Piazzale Michelangelo. Leider hindern uns Bauarbeiten am Durchgang. Gehen wir also auf der Zufahrt zu unserem Campingplatz vor 10 Jahren weiter und erreichen so den perfekten Aussichtsplatz über Florenz.

Damals unser Campingplatz, heute ein Olivenhain.

Die Stadtmauer ist von hier oben gut zu erkennen und es ist ganz erstaunlich, wie weit außerhalb sie schon damals errichtet worden war.

San Miniato al Monte

David ziert als Bronze die Piazzale Michelangelo.

Firenze – sollte sich niemand entgehen lassen!

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Duomo Santa Maria del Fiore – Der Dom von Florenz

Vom Bus lassen wir uns heute nach Firenze schaukeln. Wir haben einen Termin mit der Kuppel vom Dom und wenn alles gut klappt, haben wir noch 45 Minuten Zeit, bis wir uns in die Warteschlange stellen müssen.

Am Bahnhof ist Endstation, dann noch ein geschätzter Kilometer Fußmarsch und schon stehen wir vor dem Dom, der Battistero und dem Campanile. Zeit genug, für eine kleine Erkundungstour rund um den Dom.

Der Himmel gibt sich heute bedeckt, Oma-Liese fängt vorsichtshalber schon mal die Ziele des Tages ein, solange der Himmel noch nicht weint.

„Hallelujah“ gibt ein Straßenkünstler auf der Gitarre zum Besten und Leonard Cohen wäre halbwegs zufrieden. Wir auch.

Campanile, der Turm zum Dom.

Zweimal packt Oma-Liese heute die Kugel aus. Die Sonne stellt heute keine Gefahr dar, ganz im Gegensatz zu Pisa, wo Opas Rucksack und die Tasche vom Weitwinkelobjektiv Brandmale davon getragen haben. Ratzfatz geht das, wenn die Sonne scheint. Da muss die Oma schneller als die Feuerwehr sein, wenn sie ein Foto knipsen mag. Der Opa muss den Schatten spenden bis die Oma die richtige Einstellung und die beste Kameraposition gefunden hat und dann geht’s in Sekundenschnelle, bis ein kleines Feuerchen entfacht ist…

Heute aber, der Himmel verrät es, gibt die Sonne nicht den Takt an.

Die Zeit bis zur Kuppelbesteigung ist genutzt und pünktlich wie die Handwerker lassen uns die Wärter der Domkuppel ein, damit wir ordnungsgemäß die Sicherheitsschleuse passieren können.

Dann stapfen wir im Pulk 463 Stufen hoch, eine erste Pause gibt’s etwa auf halber Höhe , wo wir von einer Delegation von Bischöfen empfangen werden. Michelangelo hatte die Herren einstmals entworfen, ausgeführt wurden die Steinmetzarbeiten aber von anderen Handwerkern.

Wieder heißt es Treppen steigen, für eine kleine Verschnauf- und Trinkpause zwischendurch ist kaum Gelegenheit, bis wir endlich im Inneren der Kuppel die Gemälde von Vasari zu Gesicht bekommen. Nein, für ein ordentliches Foto ist jetzt keine Zeit, die strenge Kuppelaufseherin treibt die Touristengruppe unerbittlich weiter. Zum Fotografieren sei später auch noch Zeit, meint sie.

Ein Holzbalken taucht auf! Sofort dokumentieren!

Der junge Mann vor uns gibt regelmäßig fürsorgliche Meldungen seiner Mama an uns weiter, wenn’s gefährlich wird: „Zu eng, zu niedrig, zu steil!“ Wir pfeifen alle aus dem letzten Loch. Das schweißt zusammen.

Endlich sind wir oben!!!

Von links: Museo del Bargello, Palazzo Vecchio, Galleria degli Uffizi.

Piazzale Michelangiolo, San Miniato al Monte (wahrscheinlich unsere morgigen Ziele).

Auf der Ponte Vecchio herrscht normal-dichtes Touristentreiben.

Palazzo Vecchio

Palazzo Pitti

Santa Croce

Hinter dem laaaangen Dom ist nur die goldene Kugel auf dem Dach der Battistero sichtbar, obwohl diese auch nicht gerade klein ist.

Und schon ist unsere Zeit abgelaufen und der Abstieg steht bevor.

Unerlaubterweise lassen wir uns vom Trüppchen zurückfallen, um eine Gelegenheit für ein paar heimliche Fotos einzurichten. Müssen wir jetzt ins Fegefeuer?

Schreckliches offenbart sich. Wie geht’s eigentlich zu im Himmel? Will man da freiwillig hin?

Zur Abwechslung ein Blick nach unten auf die Basis, die den direkten Weg in elysische Höhen ermöglicht.

Glücklich zieht er sich die Haut vom Leib. „Tu mr Haut et ra“ schwäbelt es der Oma unwillkürlich in den Sinn. Was läuft da schief in diesem Himmel?

Wir verlassen die himmlischen Gefilde.

Auf halber Höhe noch ein paar Werkzeuge, die schon vor gut 600 Jahren ausgereicht haben, die Kuppel des Domes so zu erbauen, dass sie noch heute von Touristenmassen im 45 Minuten-Takt begangen werden kann, ohne Schaden zu nehmen.

Da waren wir oben!

Noch einmal die Sicherheitskontrolle durchlaufen, um in den Dom zu gelangen. Könnte man einfacher organisieren, aber ist im Moment nicht zu ändern.

Wir sind im Dom:

Die beiden Reiter sind erwähnenswert, weil der Künster Paolo Uccello die Bilder einst so angelegt hatte, dass die Perspektive vom Betrachter aus gesehen stimmig ist. Das aber stieß auf Unverständnis der Geldgeber, die den jeweiligen Reiter lieber in Seitenansicht betrachten wollten. Also war Uccello genötigt, die Reiter auf ihren Pferdchen zu übermalen, damit sie der Vorliebe der Auftraggeber entsprechen würden. Folge: Die Perspektive stimmt bis heute nicht. Wurscht, Hauptsache der Chef ist zufrieden.

Dante und die drei Reiche: die Hölle, der Berg des Fegefeuers und das Paradies mit Adam und Eva, daneben Florenz.

Noch einmal der Blick in die Kuppel. Wenn man bedenkt, dass Vasari hier die Bemalung der Sixtinischen Kapelle toppen wollte, kann man nüchtern betracht nur feststellen: Netter Versuch.

Schon oben in der Kuppel fiel das dicke Tau auf, das irgendwo unten im Altarraum jemandem zu Schaffen macht. Oben registrierte der Opa eine Person, die in Bergretteruniform zu Gange war. Jetzt gehts nur noch um die Zusammenhänge, die richtig kombiniert werden müssen: Vermutlich findet regelmäßig eine Übung statt, wenn zum Beispiel so eine Oma-Liese beim Aufstieg außer Atem gerät und aus dem engen Kuppelgang gerettet werden muss. Man würde sie an dem dicken Seil aus der Kuppel direkt in den Altarraum abseilen und sie würde wie ein Racheengel aus dem Elysium herniederschweben…

Fünf Mann sind geraume Zeit damit beschäftigt, das Tau ordnungsgemäß zurück in seine Kiste zu sortieren.

Es gibt noch was zu sehen:

Kanonische Uhr mit den Köpfen von vier Propheten.

Durch das Gitter können überschüssige Münzen geworfen werden: Einfach nur als Spende für bestenfalls gute Zwecke mit oder ohne den Hintergedanken an eventuell eine Besserbehandlung vor dem Ewigen Gericht. Wie auch immer, unzählige Münzen liegen da unten schon, um mit gutem Beispiel voran zu gehen.

In der Battistero sind wir schwuppdiwupp, ohne lange Wartezeit. Nanu?

Ah, es wird restauriert. Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist verhüllt.

Wir sollen Trost finden in einem fotografischen Abbild. Gut, Oma-Liese fotografiert die Fotografie…

usw., usw…

Als „Die Tür zum Paradies“ bezeichnete der einst im Wettbewerb unterlegene Michelangelo das Werk von Lorenzo di Ghiberti, der 21 Jahre an der Pforte gearbeitet hatte.

„Was ist los im Paradies?“ fragt sich Oma-Liese angesichts der abgebildeten Szenen.

Morgen gehen wir den paradiesischen Verheißungen mal genauer auf den Grund, wenn wir das Original der Pforte im Dom-Museum besichtigen werden.

Der Wettergott hat im Moment jedenfalls für paradiesische Wendungen gesorgt.

Pisano hatte mit seiner Tür, in der er zeigte, wie sehr ein Relief durch räumliche Tiefe beeindrucken kann, den ganzen Wettbewerb erst ausgelöst, an dem einige führende Köpfe aus der damaligen Künstlerszene teilgenommen hatten.

Auf unsrem Weg zum Busbahnhof treffen wir noch auf…

ein Karussell, das sich schon gut 100 Jahre immer im Kreis dreht,

und so dies und das…

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Volterra

Heute beginnt der Beitrag einmal mit einem hübschen Gesellen, der uns täglich beim Frühstück beobachtet.

Der Ostermontag ist für Volterra reserviert. Unterwegs drängt sich noch einmal der Blick auf San Gimignano auf:

War ein besonderes Erlebnis dort im letzten Jahr aber einmal reicht’s dann auch. Italien hat bekanntermaßen noch mehr zu bieten.

Ein paar Kilometer weiter rückt noch eine Perspektive in den Fokus. Bei dem Gebäudekomplex im Vordergrund handelt es sich diesmal definitiv nicht um eine Grundschule.

Volterra

Nein, heute werden wir kein Gotteshaus betreten, heute hat der Klerus mal Pause.

Volterra ist eine Festung und Stadt, gegründet in der Etruskerzeit, 800 v. Chr.

Heutzutage ist die Stadt für ihre traditionsreiche, künstlerische Verarbeitung von Alabaster bekannt.

Teatro Romano

… also doch wieder die Römer!

Von der Stadtmauer aus bietet sich nochmal ein guter Blick auf das Teatro:

Den Mosaikboden im Römerbad kann man von hier recht gut erkennen:

Was für eine Aussicht!

Piazza dei Priori

… ist der besterhaltene mittelalterliche Platz in Italien.

Palazzo dei Priori, das Rathaus ist das älteste in der Toskana.

Piazza San Giovanni

Battistero

Doumo Santa Maria Assunata

Wir erklimmen höhere Ebenen, um die Etrusker zu finden.

Ah, auch ein altes Volk, aus der weiteren Heimat vom Opa-Liese.

Acropoli Etrusca

9. Jhdt. v. Chr.

Jetzt könnten wir noch Schlange stehen, damit wir on the right side 7 Meter unter der Erdoberfläche eine etruskische Zisterne von innen bewundern können, aber wir haben beschlossen, nur the left side zu besuchen.

Vier Stunden Etrusker und Römer und Mittelalter genügen. Da ist unser Tor:

Aus einiger Entfernung will die Stadt nochmal fotografiert werden. An dieser Stelle ein Gruß an den Bauern, dessen Kornfeld die Oma-Liese für das Bild zertrampelt hat.

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Lucca

ist die Hauptstadt der Provinz Lucca, im 8 Jhdt. v. Chr. von den Etruskern gegründet. Die gesamte Stadt ist von dicken Mauern umgeben, was wohl auch Hannibal 218 v. Chr. zu schätzen wusste, der sich Lucca als Rückzugsort gewählt hatte.

Im 13. und 14. Jhdt. war die Stadt eine der einflussreichsten in Europa.

Wir betreten die Stadt durch eines der Stadttore:

Oma-Liese vermutet hinter den vergitterten Fenstern einen Knast, was sich aber schon im nächsten Moment als falsch herausstellt. Wie man sich doch täuschen kann…

Ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis scheint man wohl in Lucca zu kultivieren.

Wir tauchen in die belebten, engen, hohen Straßenzüge ein.

Giacomo Puccini, ein berühmter Sohn der Stadt.

In Lucca halten es die Straßenkünstler nicht so sehr mit der Bescheidenheit, wie andernorts, sondern tragen ihre Motive großflächig auf Rollläden von verlassenen Ladengeschäften auf:

San Michele in Foro

Heute für den Publikumsverkehr geschlossen.

Piazza Grande oder auch Piazza Napoleone

Des Feldherrn Schwester hatte hier am Ort ihren Wohnsitz.

Teatro del Giglio

Garibaldi darf nicht fehlen.

Battistero e area archeologica della Chiesa dei Santi Giovanni e Reparata

Die Kirche wird heutzutage für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt.

Bedeutsam sind die unterirdischen Ausgrabungen aus der Römerzeit.

Über eine Treppe erreicht man die Ausgrabungen:

Die Treppen würden zur Turmspitze hinauf führen, aber wir sind heute nicht in der Laune.

Auf eine Kapelle wird noch hingewiesen:

Für die Sakristei fehlt uns heute der Ansporn.

Duomo di San Martino

„Das Urteil des Salomo“, ein Marmor-Mosaik aus dem 14. Jhdt.

Das Kreuz „Volto Santo“ wird momentan in einer Seitenkapelle restauriert. Durch eine Glasscheibe kann man werktags bei den Arbeiten zusehen.

Der originale San Martino befindet sich im geschützten Inneren des Domes, die Kopie an der Außenwand des Gebäudes.

Torre Guinigi

Seit dem 15. Jhdt. wachsen drei Eichen aus dem Turm. Die erste Dachterrasse war geboren.

250 Türme gab es ursprünglich in Lucca.

Wie in Verona stand ehemals auch hier ein Amphitheater. Die Bürger von Lucca setzten auf Nachhaltigkeit und verwendeten die Steine zum Bau von Kirchen. Im 18. Jhdt. wurde der Platz symbolisch wieder in seine ursprüngliche Form zurückversetzt, indem die Häuser die Begrenzung der Arena bilden sollten.

Wir verlassen die beeindruckende Stadt, in der wir eine weiteren großartigen Tag in der Toskana verbringen durften.

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Kurvenreiches Auf und Ab durchs Chianti-Land

Die Gegend abseits der Städte erkunden, mal sehen, wo Chianti und Olivenöl wachsen und reifen, das ist heute unser Plan.

Greve in Chianti

Unser Verdacht: Hinter den großzügigen Kastenwagen und Sonnenschutzdächern der Fieranten verbirgt sich vermutlich eine hübsche Toskanische Altstadt. Im momentanen Zustand wird Oma-Liese auf keinen Fall ein Foto aufnehmen.

Da bleibt wohl nur wieder die Kirche übrig. Die könnte ein hübsches Bild abgeben, stünde nicht ausgerechnet mitten vor dem Portal ein viel zu weißer PKW geparkt.

Mal shen, was es im Gotteshaus so zu entdecken gibt. Zwei Kunstwerke fallen auf:

Neben der Kirche liegt ein handtuchgroßes, kultiviertes Stückchen Erde angelegt. Ganz erstaunlich, was man dort alles nicht darf.

Das Ortszentrum ist schnell abgelaufen aber ein Hinweisschild zu einer Aussichtsplattform ist im Vorbeigehen dem Opa aufgefallen. Da könnte man ja hochgehen.

Ausblick ist vorhanden,

Kunst gibt’s auch

Meist wachsen Chianti und Olivenbäume einträchtig nebeneinander.

Die Rundfahrt geht weiter, gerne mal mit aufdringlichen Ureinwohnern mit Hang zum Stoßstangenkontakt im Gefolge.

Castellina in Chianti

Rocca di Castellina

Das Häschen hat bei dem herrlichen Wetter gute Chancen, bis morgen zu trocknen.

Lieblingsplatz des großen Hasen oder bleibt ihm nicht anders übrig, als geduldig auf dem Fass abzuwarten, was der Tag so bringen mag?

Chiesa di San Salvatore

Dunkel!!!

Blick zurück nach Castellina di Chianti:

Einfach herrlich!

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Arezzo

Unterhalb der Stadtmauer stellen wir unser Fahrzeug ab und steigen auf die Rolltreppe um.

Der erste Blick durchs obere Stadttor:

Duomo San Donato

1277 – 1510, Gotik

Maria-Magdalena Fresco von Piero della Francesca

Papst Gregor X. hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden.

Seine Wahl war eine schwere Geburt. Drei Jahre hat die Prozedur gedauert, bis sich endlich alle Kardinäle einig waren, mit ihm den Richtigen als Katholisches Kirchenoberhaupt gefunden zu haben. Somit ist es nicht verwunderlich, dass er es war, der das Konklave eingeführt hat. Seitdem werden die Kardinäle solange in die Sixtinische Kapelle eingesperrt, bis ein neuer Pontifex Maximus gefunden ist.

Jetzt nochmal die Decke in einzelnen Bildern vom Altarraum bis nach hinten:

Marienkapelle

Wall-Art gibt’s auch.

Piazza Grande

Giorgio Vasari gestaltete den gesamten Platz.

Pieve Di Santa Maria

Der Turm, Campanile, wird im Volksmund als „Turm der 100 Löcher“ bezeichnet.

Weltberühmt ist die Fassade mit ihren 12, 24 und 32 Säulen in drei Etagen, wobei jede individuell gestaltet wurde.

Die Kirche gilt als eine der schönsten romanischen Kirchen in der Toscana.

Marien-Polyptychon, 1320 n. Chr.

Da hat aber mal jemand fröhliche Farben über die ganze Stadt verteilt!

Sant Agostino

Sant Michele e Adriano

Basilica di San Francesco

Hinter dem Altar befinden sich Fresken von Piero della Francesca.

Die Legende vom Heiligen Kreuz

Zu Berühmtheit brachte es „Der Traum des Konstantin“ weil es sich bei dem Fresko um die erste Nachtszene der Kunstgeschichte handelt. Das Spiel mit Licht und Schatten ist hier zum ersten Mal einem Maler gelungen.

Die Fahnen stehen inzwischen stramm im Wind, für den Abend ist Regen vorhergesagt.

Der Dom von hinten taucht auf, als wir zur Festung von Arezzo unterwegs sind.

Ein weitläufiger Park , den wir gerne nutzen, führt zur Festung. Wir beschließen, die Festung auszulassen und genießen den Blick in die Toscana.

Beim Verlassen der Stadt verzichten wir auf die Rolltreppe zugunsten der etwas unwegsamen Treppe.

Übrigens: Michelangelo stammt aus Arezzo, hat aber hier keine Werke hinterlassen.

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