… ist bis zur Pause eine recht amüsante Unterhaltung, nimmt aber im zweiten Teil so richtig Fahrt auf: Die katholische Kirche muss ganz schön einstecken…
Kaum sind drei Wochen vergangen, seit wir hier waren im Gasteig(-Ausweichquartier). „Damals“ waren es Diana Damrau und Jonas Kaufmann…
Heute freuen wir uns auf KARAT ! Ein bisschen Hin und Her mit den Karten – zu wenig Nachfrage für die legendären DDR-Rocker in unserer bayerischen Landeshauptstadt – also Umquartierung in einen kleineren Saal, dann doch wieder der große Saal – wurscht, wir sind auf jeden Fall dabei. Um uns herum im Publikum fast nur „Neue Bundesländer“ zu hören (die Wiedervereinigung liegt schon beinahe vierzig Jahre zurück!) Die Lieder von damals kennen wir alle und wir hätten auch alle die Gelegenheit KARAT live zu erleben. Hoffentlich dann eben beim nächsten Mal!
Wir runden jedenfalls heute unseren Urlaub im ostdeutschen Harz würdig und angemessen ab.
Etwas Werbung muss jetzt schon sein:
Neben den altbekannten großen KARAT-Songs gab’s zum 50-jährigen Bandjubiläum noch jede Menge neue Songs aus dem aktuellen Album.
Zunächst aber mal gleich hier in Thale das Stellwerk ablichten, das für das Eisenbahnmodellbaustellwerk von Faller Vorbild war:
Am Hexentanzplatz, den wir als nächstes aufsuchen, ist für uns nicht das richtige dabei. Ein kleines Wirtschaftsunternehmen in Form eines Erlebnisparks mit Bobbahn, Kletterwald und ein kleines Hexendorf gefüllt mit käuflich erwerblichen Hexenspezialprodukten für das private Hexenvergnügen zu Hause. Wir suchen das Weite, um die Burgruine Regenstein zu erobern.
Burgruine Regenstein
Halberstadt liegt im Dunst
Fundamente der Kirche
Harz Glasmanufaktur Derenburg
Ein Schrank voll mit historischen Glas aus Zeiten der DDR
Die größte Weltkugel aus Glas (emaillierte Kupferplatten, zusammengesetzt zu einer Weltkugel)
Ausgebrannte Holzmodel
Eisenformen
Kloster Michaelstein
Ein halbes Stündchen Zeit, dann werden hier die Pforten geschlossen. Für einen kurzen Rundgang muss die Zeit jetzt eben ausreichen.
Kreuzgang
Refektorium
Kapelle
Musikmaschine
Die letzte Tat heute und hier im Harz: Den Wanderstempel von Kloster Wendhusen direkt gegenüber des Campingplatzes abholen.
Münzgasse – zwei Häuser stecken die Köpfe zusammen 😉
Marktkirche St. Cosmas und Damian
Rathaus mit Rats- und Huldigungssaal
Kaiserpfalz
Vorhalle des um 1050 errichteten und 1812 abgerissenen Doms
Kaiserpfalz, errichtet von Heinrich III. und auch von Friedrich Barbarossa oft genutzt
Sommersaal mit scheußlicher Bemalung aus dem 19. Jahrhundert. Oma-Liese mag den Saal nicht und die Fotos davon auch nicht. Selten ist der Oma ein derart häßlicher Saal unter die Augen gekommen – so typisch urdeutsch.
In dem Sarg ruht nur das Herz von Heinrich III, das auf seinen Wunsch hin in seiner Lieblingsstadt bleiben sollte. Der Rest liegt in Speyer.
Pünktlich zur Kaffeepause trifft auch der Regen in Goslar ein. Wir sitzen gemütlich im historischen Café am Markt bis das Wetterintermezzo vorbei ist.
Rammelsberg, Eisenerzmine
Stilisiertes Pferd vom Ritter Ramm, das im Jahr 968 bei einem Jagdausflug das erste Erz freigescharrt haben soll. Danach wurden bis zum Jahr 1988 über 1000 Jahre lang Gold, Silber, Blei, Kupfer und Zink gewonnen sowie zahlreiche Mineralien.
Goslar an einem einzigen Tag zu besuchen ist schon äußerst sportlich. Allein für das Bergwerk müssten zwei Tage eingeplant werden, wollte man alle Führungen in Anspruch nehmen und sich die Ausstellungen genauer ansehen. Attraktiv genug aufgearbeitet und präsentiert sind alle Bereiche des Minenbetriebes ganz sicher.
Der Domschatz macht Quedlinburg zum UNESCO-Weltkulturerbe, darf aber leider nicht fotografiert werden. Also selbst hinfahren, anschauen!
Auch diese Altstadt birgt eine Vielzahl an Fachwerkhäusern, die wie wir feststellen können, gerne als Ferienhäuser angeboten werden.
Hinter dem rosafarbenen Haus verbirgt sich die Sammlung Lionel Feininger, die wir später noch besuchen werden. Jetzt setzen wir zunächst unseren Stadtrundgang fort.
Auch hier ein Roland am Rathaus
Lionel Feininger
Feininger hatte einen Teil seiner Werke einem Freund in Quedlinburg zur Aufbewahrung anvertraut, bevor er in die USA geflohen war. In dieser Ausstellung gibt es nun zahlreiche Grafiken und Holzschnitte zu sehen. Aber auch einen kleinen Einblick in seine Arbeit als Karikaturist.
Hans Ticha
Zur Zeit werden Werke des Künstlers Hans Ticha ausgestellt – ein unerwartetes Angebot, das wir gerne wahrnehmen.
Kaffeezeit, dazu gibt’s Käsekuchen von einem der beiden Käsekuchenspezialisten am Platz.
Münzenberg
Blick hinüber zu Schloss und Dom
… und über die Stadt
Nur wenige ursprüngliche Häuser bilden den Kern des Münzenbergs und noch wesentlich weniger haben keine kitschigen Osterhasen und anderen Osterschnickschnack vor die Haustür geramscht. Da bleibt nicht viel fotogenes übrig.
Auch geschlossen am Ostermontag.
Rappbodetalsperre
Die Bilder sprechen für sich.
Schönes Motiv an der Staumauer aber der Himmel kann sich auch sehen lassen:
Rückkehr nach Halberstadt: Gestern hatten wir noch einiges über gelassen.
Da ist die wunderbare Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern. Leider war ein sehr großer Teil der Stadt dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen.
Viele Häuser erstrahlen nach ihrer Renovierung in neuem Glanz – einige wurden bereits für ihre besonders gut gelungenen Fassaden prämiert – manche stellen die Eigentümer und Architekten noch vor Herausforderungen.
Liebfrauenkirche
Barbarakapelle
Südliche Chorschranke
Nördliche Chorschranke
Turm
Da werden wir uns hoch wendeln.
Angekommen, war keine große Herausforderung.
Blick zum Dom
Rechts St. Martini
Der Nachbar: Glockenturm
Schon geht’s wieder nach unten:
Wernigerode
Wir sollten pünktlich am Bahnhof sein, denn
Die Lokomotive wird noch eben blitzeblank gewaschen, damit sie auch gleich ein stolzes Bild in der Landschaft abgeben kann.
Sie dampft und zischt, alle Ventile sind funktionstüchtig.
Noch sind wir Zaungäste außerhalb des Bahngeländes. Wir sollten uns sputen, damit wir pünktlich am Bahnsteig sein können.
Feuerwache
Die Lok raucht und stöhnt, als wir ankommen.
Dann wird sie auf der Drehscheibe auf die richtigen Geleise ausgerichtet. Nein, es ist nicht immer dasselbe Foto. Man muss auf die Gleise achten!
Dampf…
und Rauch!
Die Waggons stehen bereit. Fehlt nur noch die Lokomotive, die angekuppelt werden muss.
Mehr Dampf.
Zeit, für die Passagiere, einzusteigen.
In der Ferne wartet der Brocken auf den Zug.
Kaffeezeit! Am Rathausplatz werden wir fündig.
Danach sammeln wir bei sommerlichen Temperaturen viele, viele Eindrücke einer alten Fachwerkstadt.
Schloss Wernigerode taucht immer wieder zwischen den Häusern auf.
Konzerthaus Liebfrauen
ehemals Kirche.
Drehort unter anderem von „Das kleine Gespenst“ und „Die Schule der magischen Tiere“
Ein kleiner Umzug nach Thale im Harz liegt heute schon hinter uns. So können wir uns bereits am frühen Nachmittag auf eine kleine 10 km-Wanderung begeben. Ziel ist die Teufelsmauer, die sich mit ihren auffallenden Felsformationen ihren Weg durch die Landschaft geschoben hat.
Links das Harzer Bergtheater Thale, rechts die Roßtrappe.
Diesseits der Teufelsmauer steht eine alte Mühle.
Wie schön, dass wir zur Blütezeit hier sein können!
Wer war natürlich auch schon hier? Allerdings nicht nur, um wandernd die Landschaft zu genießen. Nein, bei ihm waren es geologische Studienzwecke, was sonst. Wer? Goethe, wer denn sonst?!
Blick nach Quedlinburg
Wieder vom Höhenzug herabgestiegen, strömt uns die Bode entgegen.
Nur noch wenige Tage bis zum Hexentanz.
Kloster Wendhusen
stammt aus dem 9. Jahrhundert, kann besichtigt werden. Wir verschaffen uns einen Überblick.
Die Geschichte des Kloster ist in Schautafeln detailliert aufgearbeitet. Zu sehen gibt’s fast ausschließlich altes, karges Gemäuer ohne Möblierung.
Im Keller sind die Reste der ursprünglichen Kirche zu besichtigen.
Auch der Garten könnte besichtigt werden, wäre da nicht ein kampfeslustiges Minipferdchen. Es zahnt und scharrt mit den Hufen, als Oma-Liese sein Revier betritt. Gut, tritt sie eben den Rückzug an.
Ist ihm jetzt auch nicht recht, will es aber nicht zugeben. Der wilde Hengst sucht sich Beschäftigung bei den Kieselsteinen.