Unter dieser Grabplatte in der Krypta des Domes zu Speyer ruhen die Gebeine des Dombaumeisters, Bischof Reginbald II. von Dillingen. Sein Architekturstudium absolvierte er in Sankt Gallen, in Augsburg wirkte er als Abt von Kloster St. Ulrich und Afra.
Der Brezelbub von Speyer.
Jetzt Kaffeepause und dann vorbei am Feuerbachhaus zum Technikmuseum
Der Brezelbub geleitet uns sicher über die Straße.
Technikmuseum
Was es nicht alles gibt!
Technikbegeisterte können hier Stunden verbringen.
Etappe 1 ist geschafft: Speyer. Ein kleiner Ort mit bedeutendem Dom und Technikmuseum, der Hockenheimring nicht weit. Die Fahrt entspannt, ein kleiner Baustellenstau zwar – jedoch mit Ankündigung – der Platz gebucht, wir sind raus aus dem Alltag, Vorfreude auf die große Reise in ein uns unbekanntes Land greift Raum.
Der Blick vom Campingplatz verrät: DasTechnikmuseum wird unser Gastgeber für die kommenden zwei Nächte sein.
Keine 10 Minuten zu Fuß von hier liegt die Altstadt von Speyer entfernt. Keine Frage, sobald der Wohnwagen gut austariert an seinem Platz steht und mit allen essentiellen Energien (Gas, Wasser, Strom) verbunden ist, begeben wir uns auf die erste Erkundungstour.
17:00 Uhr – Feierabend im Dom. Klar, wussten wir aber das Außenfoto ist heute Pflicht – morgen hegt der Wettergott andere Pläne rund um die größte romanische Kirche der Welt. Seit 1061 n. Chr. beäugt das Gotteshaus nun schon die Geschicke der Stadt. Morgen erfahren wir mehr.
Im vorderen, hellen Teil tobte sich der Sohn Balthasar Neumanns , Franz Ignatz Michael Neumann aus. Vor allem der neue Brandschutz war sein Verdienst. Er hatte übrigens auch die Bauaufsicht in Neresheim (Heimat 😉 ) und in der Würzburger Residenz.
Unscheinbar am äußeren linken Rand seiner Ruhestätte bezeugt ein Stück Zaun in Form eines Kreuzes Alt-Kanzler Kohls ganz besonderen Bezug zur Geschichte Deutschlands.
Wir setzen unseren Erkundungszug durch Speyer fort.
Fischmarkt
Könnte der Speyer von Speyer sein???
Auf dem Rückweg zum Wohnwagen speit der Himmel so einiges auf seine gläubigen Schäfchen herab.
Im ersten Teil erwarten uns Lieder von Franz Schubert, nach der Pause wird es Robert Schumann geben. Den Auftakt macht die Bürgschaft. Wir freuen uns auf Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch.
dreams and dramas in der Bayerischen Staatsoper bedeutet für heute Abend: Jonas Kaufmann!
Wieder ein unvergesslicher Opern-Abend. Phantasievolles Bühnenbild, beeindruckende Technik und dann diese Stimmen!
Im Nachhinein wird klar: die Kamera mitzunehmen wäre doch die bessere Option gewesen. Ein Smartphone hat zwar eine Kamera, ist aber nicht wirklich eine.
Bei unserer Abreise aus Werden entdecken wir am Himmel den Zeppelin. Gleich bei der die nächsten Ausfahrt ist der Zeppelin zu Hause. Wir unterbrechen also noch einmal kurz die Reise:
Fotoglück! Zeppelinlandung miterlebt. Die Reise kann weitergehen.
Entgegen unseren Befürchtungen hält uns der Stau wegen der Grenzkontrollen durch deutsche Beamte nur ca. 20 Minuten auf. Ansonsten haben wir freie Fahrt, wovon die Urlauber auf der Gegenspur nur träumen können. Gut 25 Kilometer Stau passieren wir auf unserer Rückreise.
In Essen-Werden angekommen suchen wir im Heissiwald wandernd Kühlung und Ruhe. Die Tiere in ihren Gehegen tun es uns gleich.
„Zu Hause“ setzt die Lilienblüte ein. Die Bolle-Bloomen-Beuren freuen sich auf die Ernte der Bollen. Die Tulpen-Bollen müssen derzeit noch einziehen, Pfingstrosen blühen momentan auf, Allium steht bei uns in der Sektflasche auf dem Tisch, Hyazinthen mal so mal so, Narzissen sind fast bereit für den Vollernter, Aardeppelen kann man schon kaufen – auch grüne (??? – ja scheint eine besondere Sorte zu sein, keine Sorge!), die abgeernteten Kohlfelder sind geflutet (ja, richtig mit Wasser überschwemmt – vielleicht gegen Nager aus dem Untergrund?…) Hier läuft’s jedenfalls mal so richtig gut. Van Gogh hätte seine Freude.
Modell und rekonstruierter Heckspiegel der in Holland sehr berühmten „De Zeven Provinzen“
Auf der Batavia-Werft soll die „Zeven Provinzen“ irgendwann vollständig rekonstruiert werden. Dies ist der aktuelle Stand….
Die „Batavia“ wurde bereits erfolgreich rekonstruiert.
Deckenhöhe in diesem Zwischendeck etwa 1 Meter.
Edam
Der Klassiker aus Edam fehlt uns noch, also fahren wir zurück über den Damm am IJsselmeer, um den Kaas, der hier im Land als gelb eingewachste Kugel angeboten wird, im Ausland aber im typischen Rot.
Nicht nur leckeren Kaas hat die Stadt zu bieten, ein Rundgang durch den beschaulichen Ort lohnt sich allemal.
Kleine Kirche
Kaasmarkt
Abends spazieren wir noch ans Meer, um vielleicht sogar den Sonnenuntergang am Meer um 22:05 Uhr mitzuerleben.
Im abendlichen Dunst am westlichen Horizont taucht die Sonne ins Meer ein.
Wir bewegen uns Richtung „Grote Markt“, von wo Musik zu hören ist. Wir schauen also nach: Im Moment gibt ein Vorgruppe ihr Können zum Besten, wir wir später in der Abmoderation erfahren werden. Zum 68. Mal ist nämlich heute der
Mars der Muzikanten
Hier gibt’s eiiiinige Clips. Wem’s zuuuuu viele sind, der schaut sie einfach nicht.
Endlich wird’s aber mal Zeit, die Stadt Haarlem unter die Lupe zu nehmen. Haarlem gelangte im 17. Jhdt. durch den Anbau und den Handel mit Tulpen, welche ursprünglich die Seefahrer aus Asien als Importartikel mitgebracht hatten. Nachdem der Tulpenhype abgeflaut war, gelang den cleveren Handelsleuten mit Hyazinthen erneut ein kleines Wirtschaftswunder.
De Grote of St. Bavokerk ist wegen einer Konzert-Veranstaltung am Abend leider schon geschlossen. Mozart hat hier übrigens auch schon in die Tasten gehauen.
Die Kapellen wetteifern immer noch miteinander und schon zieht uns das Spektakel wieder in seinen Bann…
Glaub ich gerne, dass du da hinein willst…
Wir versorgen uns nochmal mit grundlegenden Kaas-Spezialitäten des Landes.
Wohnhaus und Malerwerkstatt von Frans Hals
Der Fuß des Merkur. Von einem Haarlemer Künstler 1975 nachts heimlich aufgestellt, gehört er jetzt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Keine Kaffeepause? Doch, klar: Koffie und Appeltaat im Naturkostcafé by Lima.