Köln

Den Parkplatz hat der Opa bereits online gebucht: „Holzgasse 7“ ist einfach zu erreichen. Vier Plätze gibt es dort, wir haben einen davon. Ganz einfach am Rheinufer entlang fahren, aber wer fährt denn da heut mit kurzen Hosen Fahrrad und steht am Fahrrad- und Fußgängerübergang? Gleichzeitig freuen wir uns beide im Vorbeifahren: „Das war er!“ Wer? Dietmar Bär – Tatortkommissar und mein persönlich liebster Hörbuchvorleser. Der Tag fängt gut an.

Zwei Ziele haben wir uns für heute vorgenommen:

Dom

Keine Frage, wir waren drin und es gibt Fotos. Nur kommen wir momentan nicht dran, denn sie SD Card hat im Dom ihren Geist aufgegeben. Was soll man dazu sagen?

Museum Ludwig

Das Smartphone springt bereitwillig ein.

Empfangen werden wir von Nici de Saint Phalle.

Salvador Dali: „Der Bahnhof von Perpignan“

Überwältigend, was alles in den zunächst unsichtbaren Schichten dieses Gemäldes sichtbar wird und Einfluss auf das vordergründig Greifbare nimmt.

Gesehen haben wir gefühlt alle Großen des Impressionismus, Expressionismus, und der zeitgenössischen Künstler. Was für eine Sammlung! Wir alle sollten noch viel mehr Schokolade genießen, damit das Schokoladenimperium auch weiterhin bedeutende Kunst kaufen und der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Den kann ich mir jetzt nicht verkneifen, zumindest ein Ausschnitt muss eifach sein:

GÜNTHER UECKER

1930 Wendorf (Mecklenburg)

2025 Düsseldorf

Wir freuen uns, gerade in diesem Jahr einen echten Uecker gesehen zu haben.

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Blankenheim

In Speyer sind alle Passagiere an Bord.

Noch kurz ein Blick hinüber zum Dom.

Die Reise in den Regen kann beginnen.

Wir lassen uns am Freilinger See, einem Stausee nieder. Der Campingplatz ist etwas oberhalb des Sees gelegen, was durchaus beruhigend erscheint.

Weitgehend trocken ist die Fahrt von Speyer nach Blankenheim in der Eifel. Doch bei der Ankunft kennt der Himmel keine Gnade. Mit Ende der Aufbauarbeiten am Campingplatz lässt der Regen nach und wir können nach einem Abstecher ins Cafè Stübchen zumindest die Ahrquelle in Blankenheim mit Einsetzen der Dämmerung unter trockenen Bedingungen bewundern.

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Sprengung

Wie viele Interessierte finden wir uns bereits um 11:15 Uhr im Donauried ein, um Zeugen der Sprengung beider Kühltürme am AKW Gundremmingen sein zu können. Angesetzt ist das Spektakel für 12:00 Uhr. Wir warten also geduldig auf unserem Posten mit optimaler Sicht unter widrigen Wetterverhältnissen: Starker Wind und Regen. Da müssen wir jetzt durch!

Ihre Reviere müssen die Tiere heute mit zahlreichen Schaulustigen teilen und rennen oder fliegen mal von der einen, dann wieder von der anderen Richtung durchs Bild.

Jeder versucht, sich den besten Platz zu sichern, wobei der nicht unbedingt in nächster Nähe der Kühltürme sein muss, wie sich später herausstellen wird, als noch Stunden danach über Stauungen auf den Zufahrtsstraßen berichtet wird.

Fast genau um 12:00 Uhr, als der Sturm heftig am Stativ rüttelt, knickt schon einer der beiden Riesen ein. Leider verhindert der starke Wind die Tonaufnahme des zeitverzögert durch das andächtig aufmerksame Donauried dumpf donnernde „Wuuumm“. Kurz darauf bekommt auch der zweite Turm weiche Knie, fällt in sich zusammen, sendet ebenso ein kurzes, dröhnendes Grollen in die Weite und übrig bleibt eine üppige Staubwolke im Oktoberregen.

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Der Zug der Kraniche

schon seit fast drei Wochen bin ich täglich darauf gefasst, dass die Kraniche ihren Flug in den Süden auch unser Donauried überfliegen werden. Als Orientierung dienen die großen Flüsse den wunderbaren Vögeln, also auch ein Stück Weges unsere Donau.

Heute ist es endlich soweit! Das Besondere dabei: Nicht nur in der Luft sind alte, erfahrene Flugspezialisten mit ihrem Nachwuchs auf großer Reise, sondern auch wir Bewunderer dieses herbstlichen Flugspektakels lassen uns mit drei Generationen von den ständig wechselnden Formationen beeindrucken.

Als wir gerade wieder zurück am Auto sind, zieht am südlichen Himmel erneut ein Schwarm Kraniche ins Blickfeld. Die Taube auf dem Autodach hat mit der Situation jetzt irgendwie zurechtzukommen: die Oma muss einen relativ zügigen Start hinlegen, um sich schleunigst unter den neuerlichen Schwarm positionieren zu können.

Die Vögel sind während ihres Fluges in ständiger angeregter Kommunikation:

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Öland

… liegt schon 7 Jahre zurück. Den heißen, trockenen August 2018 verbrachten wir auf der Insel im Osten Schwedens. Schon seit langer Zeit weiß ich, dass die Fotos Blogreife haben und auch nachträglich veröffentlicht werden sollten.

Den Zug der Kraniche vor wenigen Tagen gab nun endgültig den Anstoß, weil wir damals in Schweden das Glück hatten, eine größere Gruppe Kraniche bei der Abendmahlzeit beobachten zu können.

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